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„Zwerg Nase“ mit Puppen im Theater am Winterfeldplatz

zwergnase … in einen hässlichen Zwerg mit langer Nase verwandelt – und erlernt in ihrer Küche die raffiniertesten Kochkünste. Nach Jahren kehrt er zurück – und das Happy End ist, trotz allerlei Schwierigkeiten, nicht mehr weit. Aber die Geschichte passt auch wunderbar in das kleine Theater am Winterfeldtplatz, wo Kindern gern Werke der Weltliteratur in komprimierten Fassungen mit Puppen erzählt werden. In der Inszenierung von Siegfried Heinzmann ist es ein besonderes Vergnügen, die kunstvoll gestalteten Stabfiguren zu beobachten, die keine Miene verziehen – und doch überzeugend alle Gefühle von Angst und Verzweiflung bis zu Freude und Glück zeigen können. Weißbehandschuhte Geisterhände im Spukhaus der Alten schwingen vor dem schwarzen Hintergrund Kochlöffel, Rezepte werden appetitanregend vorgetragen, eine grandiose Pastete krönt die Tafel des Landesfürsten. Und die Hexe sagt von sich, sie könne „in der Luft schwimmen.“ Dieses Puppentheater ist eine federleichte, poetische Schule der Phantasie. Wenn Jakob und seine Gans, die natürlich eine verzauberte Prinzessin ist, zu guter Letzt das Kraut Niesmitlust gefunden haben, gewinnen sie ihre Freiheit zurück – und wenn sie nicht gestorben sind, tanzen sie noch heute.

Text: Irene Bazinger
tip-Bewertung: Sehenswert

Zwerg Nase (ab 4 Jahre)
Theater am Winterfeldtplatz, 26.-28., 30.11., Gleditschstraße 5, Schöneberg, Kartentel. 216 79 25

Foto: Dieter Buehler

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