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Transgenialer CSD – Zurück zum Urprung

tcsd
Doch obwohl knutschende Männer- und Frauenpärchen längst zum Stadtbild gehören, gibt es für Homosexuelle noch genug zu erkämpfen. Ein Thema, das zwischen all dem Pomp, Glamour und Hedonismus gern einmal untergeht. Beim 32. CSD am vergangenen Wochenende gab es dazu auch ein entsprechendes Statement von Judith Butler, die auf dem Umzug eigentlich „nur“ den Zivilcouragepreis entgegennehmen sollte. Kaum aber stand die amerikanische Philosophin und Geschlechterforscherin auf der Bühne, watschte sie den CSD als „zu kommerziell und zu unkritisch gegenüber Rassismus und Krieg.“ ab. (siehe Video unten) Ein ausdrückliches Lob bekamen dagegen die Organisatoren des Transgeniale CSD, der am kommenden Wochenende (26. Juni) stattfinden wird. „In dieser Berliner Subkultur werde sich noch mit den großen Fragen von Krieg und Frieden und sexueller Identität in einer modernen Gesellschaft auseinandergesetzt.“, erklärte Butler.

Der Transgeniale CSD findet seit 1998 statt und versteht sich als politische Alternative zum kommerziell ausgerichteten Christopher Street Day. Seine Organisatoren richten sich explizit gegen Homophobie und Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transgendern, nehmen aber auch Stellung zu Themen wie Rassismus und Gentrifizierung. In diesem Jahr steht der tCSD unter dem Motto Gewaltige Zeiten – gewaltiger queerer Widerstand. Der Demonstrationzug startet um 14 Uhr am Rathaus Neukölln, die Abschlusskundgebung wird gegen 18 Uhr am Heinrichplatz beginnen. Die Party darf natürlich auch nicht fehlen: Gefeiert wird im Anschluss im SO 36 mit Musik u.a. von Monotekki, Electrosecual und Frustella Antipasti.

Transgenialer CSD Samstag 26. Juni, www.transgenialercsd.wordpress.com

Foto: Nervous Engery

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