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Ulrich Matthes liest im Deutschen Theater Heinrich von Kleist

Ulrich Matthes
Der Schauspieler Ulrich Matthes ist ein Seelenerkunder: Nicht der Oberflächeneffekt und die gefallsüchtigen Mätzchen interessieren ihn, sondern das Durchleuchten der Zerrissenheiten, Sehn­süchte und Verletzungen seiner Figuren. Wer ihm dabei zusieht, erfährt immer auch etwas über sich selbst. So wird Theater zu einer intimen Begegnung. Jetzt liest Matthes in einer Matinee am Deutschen Theater aus den Briefen Heinrich von Kleists – Zeugnisse einer so rasen­den wie hellwachen, überdrehten wie glasklaren Auseinandersetzung mit den eigenen Ab­gründen, unerlösten Sehnsuchts­träumen und Ängsten: „Ach, ich trage mein Herz mit mir herum wie ein nördliches Land den Keim einer Südfrucht. Es treibt und treibt, und es kann nicht reifen.“ Wer will, kann in Matthes’ Lesung auch eine Wiedergutmachung an Kleist nach dem puren Kunstgewerbe von Kriegenburgs „Homburg“-Inszenierung am glei­chen Haus sehen.

Text: Peter Laudenbach / Foto: Arno Declair


Geschichte einer Seele

im Deutschen Theater, So 22.11., 11 Uhr

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