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Unter der Stadt

Unterirdische Führungen in Berlin – der Blick unter die Oberfläche

Ab nach unten: Berlins Untergrund ist transparenter als vermutet. Denn ob Vereine, kommerzielle Stadtführer oder ­städtische Betriebe: Immer mehr Anbieter bieten unterirdische Führungen in Berlin an. In Bunkeranlagen, U-Bahn-Röhren oder im Atombunker kann die Hauptstadt unter Tage besichtigt werden.


Berliner Unterwelten e.V.

 Der Verein Berliner Unterwelten e.V. bietet vielerorts unterirdische Führungen in Berlin an.
Der Verein Berliner Unterwelten e.V. bietet vielerorts unterirdische Führungen in Berlin an.
Foto: XT xBartillax xFuturexImage

Der Verein ist der Goliath unter Berlins Untergrund­experten. Er betreibt ein eigenes Museum und hat in Sachen Unterwelten-Führungen vom Atomschutzbunker an der U-Bahnstation Pankstraße bis hin zur Kindl-Brauerei in Neukölln die unterschiedlichsten Orte in seinem Portfolio. Seit Januar 2017 finden Führungen in Deutschlands erster U-Bahn-Röhre, dem AEG-Versuchstunnel, statt.

  • Berliner Unterwelten e.V. Brunnenstr. 105, Wedding, Do-So. 9-18 Uhr, Di+Mi. 11-16.30 Uhr, 12€, erm. 10€, Tel. 030/ 49 91 05 17, www.berliner-unterwelten.de

Schattenreich und Unterwelt

Der Verein „Unter Berlin e.V.“ unternimmt mit Neugierigen vor allem Touren in alte Brauereikeller, die Gewölbe historischer Wasserspeicher oder an Orte, wo einst Tunnel lagen, über die Bürger der DDR nach Westberlin fliehen wollten. Mit dem Untergrund beschäftigt man sich aber auch im übertragenen Sinne: Nämlich mit den Orten im Schattenreich, wo sich Illegale, Agenten oder Kriminelle verbargen.

  • Unter Berlin e.V. Treffpunkt: Schönhauser Allee Ecke Saarbrücker Straße, 14 Uhr, 12€, erm. 10€, Tel. 030/ 555 70 751, alle Infos und Führungstermine unter www.unter-berlin.de

U-Bahn-Tunnelwanderungen Innsbrucker Platz

Die Secret Tours Berlin führen im Rahmen öffentlicher oder privater Führungen an Orte wie das Stasigefängnis Hohenschönhausen, zu anderen verwunschenen Lost Places, in versteckte Hinterhöfe, Künstlerresidenzen oder zu historischen Bauwerken mit besonderer Geschichte. Öffentliche Stadtrundfahrten finden täglich statt und starten zu drei verschiedenen Zeiten am Potsdamer Platz. Das Angebot ist aber breit, ein Blick auf die Webseite lohnt sich.

  • Secret Tours Berlin Rauchstr. 11, Tiergarten, täglich verschiedene, öffentliche Führungen, Tel. 030/ 82 09 67 51, www.secret-tours.berlin

Verborgene Orte im Flughafen Tempelhof

Unter dem Flughafen Tempelhof gibt es interessante Geschosse zu erkunden.
Unter dem Flughafen Tempelhof gibt es interessante Geschosse zu erkunden.
Foto: imago images / Martin Bäuml Fotodesign

Das ab 1936 entstandene Gebäude des Flughafens Tempelhof ist von Legenden umwoben. Die Führung „Verborgene Orte“ geht diesen Mythen buchstäblich auf den Grund und ermöglicht den Besuchern Zugang zu Kellergewölben, kilometerlangen Tunneln und unterirdischen Geschossen.

  • Flughafen Tempelhof Platz der Luftbrücke 5, Tempelhof, die Öffnungszeiten des Führungsbüros sind Mo-Mi 10-17 Uhr, Do+So 10-20 Uhr, www.thf-berlin.de

Tunneltours

Berlins unterirdische Verkehrswege sind das Revier von Dominic Poncé – einem BVG-Mitarbeiter, der seinen Job von der Pike auf gelernt hat – und seinen Kollegen von Bv2go. Zum Programm gehören zum Beispiel eine Tour durch einen stillgelegten Tunnel am Innsbrucker Platz, eine fotografische Tour durch die Malzfabrik und eine Tour entlang der Friedhofsbahn nach Stahnsdorf.

  • Tunneltours Bessemerstr. 2, Schöneberg, das gesamte Führungsprogramm finden Sie unter www.tunneltours.de

Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahnen e.V.

Der Verein betreibt leider nur mehr das Museum zur Berliner U-Bahngeschichte. Die regelmäßigen Tunnelführungen finden aus Sicherheitsgründen seitens der BVG nicht mehr statt.

  • Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahnen e.V. Das Museum ist über die Schalterhalle des Bahnhofs Olympia-Stadion (U2), an jedem zweiten Samstag im Monat zwischen 10.30 und 15.30 Uhr geöffnet, 2€, Kinder zwischen 6-14 Jahren zahlen 1€, Aktuelles unter www.ag-berliner-u-bahn.de

U-Bahn-Cabrio-Tour der BVG

Während der Fahrten im umgerüsteten, offenen Bauwagen geht den Teilnehmern in Sachen U-Bahn ein Licht auf: Auf einer speziell zusammengestellten Strecke passieren sie unterirdische Abstellanlagen oder Rangierbahnhöfe und erfahren spannende Details zu Berlins U-Bahn-Geschichte.


Spionagetunnel im Alliiertenmuseum

Im Alliiertenmuseum in Berlin-Dahlem gibt es ein Original-Segment des Berliner Spionagetunnels zu besichtigen.
Im Alliiertenmuseum in Berlin-Dahlem gibt es ein Original-Segment des Berliner Spionagetunnels zu besichtigen.
Der Spionagetunnes Foto: AlliiertenMuseum

Mit dem Ziel, die sowjetische Militärkommunikation anzuzapfen, bauten der amerikanische Nachrichtendienst CIA und der britische SIS von 1953 bis 1955 einen geheimen Tunnel vom Ortsteil Rudow im amerikanischen Sektor Berlins nach Altglienicke im sowjetischen Sektor. Ein Original-Segment dieses Tunnels ist im Alliiertenmuseum zu besichtigen.

  • Alliiertenmuseum Clayallee 135, Zehlendorf, Di–So. 10–18 Uhr, Tel. 030/ 818 19 90, Eintritt frei, www.alliiertenmuseum.de

Nicht nur unter der geschichtsträchtigen Hauptstadt, auch an der Oberfläche gibt es noch Geschichte zum Anfassen. Die ultimative Checkliste bietet den Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Berlin. Thematisch besonders relevant ist der Berliner Führerbunker: Alles Wissenswertes und Besucherinfos.

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