• Kultur
  • Urlaubs-Tipps für den Herbst

Kultur

Urlaubs-Tipps für den Herbst

TelAvivTEL AVIV – Moderne Metropole
Seine Einwohner meinen, Tel Aviv sei das New York des Nahen Ostens, ein Schmelztiegel unzähliger Nationen und Kulturen. Die wegen ihrer weiß getünchten Bauhausarchitektur aus den 30er-Jahren „weiße Stadt“ genannte Metropole ist Israels modernste Stadt: Sie besteht praktisch nur aus Strand und einem sich anschließenden Dickicht aus Wolkenkratzern, Industrieanlagen und eben Bauhauskleinoden.
Die Strandpromenade Tel Avivs ist die dominante stadtarchitektonische Achse und zählt zu den längsten und schönsten Promenaden weltweit. Stundenlang kann man vom Norden der Stadt mit dem Vergnügungsviertel am alten Hafen bis zu den Überbleibseln des antiken Jaffa flanieren. Vor allem im Fisherman und in Bograshov Beach liegt Szenecafй an Strandbar an Sonnenterrasse mit Grillstelle. Mit House- und Minimaltracks im Hintergrund fläzen sonnenhungrige Tel Aviver auf Liegesesseln und trinken Espresso oder Limonana. Fast jedes Wochenende spielen Jazzmusiker auf der Promenade, und regelmäßig finden Elektropartys am Strand statt. Surfer und andere Wassersportler tummeln sich zu jeder Jahreszeit in den heranbrausenden Wellen. Selbst im Januar werden tagsüber 20 Grad erreicht.
In Tel Aviv finden jeden Tag Kunstevents und Konzerte statt. Alle angesagten Live-Musiker Israels spielen auf den Bühnen der Kultläden The Barbie und Ozen Bar. Im The Block und The Shesek legen internationale DJs und lokale Größen bis in die Morgenstunden elektronische Musik von Techno bis Dub-Step auf. 

Text/Foto: Susan Schiedlofsky

Tel Aviv
Flüge Berlin – Tel Aviv ab 240 Ђ,
Adressen: Ozen Bar, King George 48, The Barbie, 52 Kibuz Galoyot, The Block, www.block-club.com, The Shesek, 17 Lilenblum

Venedig_LidoLIDO – Reise in die Vergangenheit
Keine zwei Stunden braucht man mit dem Flugzeug von Berlin nach Venedig. Jenseits seiner historischen Kanäle, der Kirchen und Museen hat Venedig aber weit mehr zu bieten, als die Abertausenden von Tagestouristen je wahrnehmen können. Keine fünfzehn Minuten von San Marco entfernt liegt der Lido, die schmale, elf Kilometer lange Insel, die die Lagune von der Adria trennt. Der Lido ist seit 1932 Veranstaltungsort der Filmfestspiele von Venedig (siehe Seite 42), die immer noch an die mondäne Vergangenheit des Seebades erinnern. Doch von den Grand Hotels am Meer hat heute nur noch das pittoreske Hotel Excelsior geöffnet, das Casino ist schon lange nach Venedig übersiedelt. Der überall sichtbare Rückgang der Nachfrage hat sein Gutes: Der Lido ist ein beschaulicher Urlaubsort für italienische Bürgerfamilien geblieben, Strand der Venezianer und ein Ziel für wenige außeritalienische Touristen, die das Beschauliche der Insel schätzen können und Venedig selbst lieber in Tagesausflügen genießen. Auch auf dem Lido gibt es Kanäle, aber das Fortbewegungsmittel der Wahl ist das Fahrrad, mit dem man zwischen den Villen aus dem späten 19. Jahrhundert und den Stränden am (adriatypisch seichten) Meer promenieren kann. Die Anlegestelle der Vaporetto-Boote und Wassertaxis am Flughafen ist nur fünf Rollkofferminuten vom Gepäckband entfernt und lässt einen den Urlaub mit einer Fahrt an Murano vorbei beginnen. Und wer sich den Preis für ein Wassertaxi vom Flughafen mit anderen teilen kann, sollte das tun. 

Text/Foto: Robert Weixlbaumer

Lido
Direktflüge u.?a. mit Easyjet. Übernachtung: Urlaubsapartments sind oft besser und günstiger als Hotels.
Gastronomie: Trattoria Africa, Via Lazzaro Mocenigo 9; Trattoria Andri,
Via Lepanto 21. Transport-Infos: www.actv.it

KorsikaKORSIKA – Berge und Strände
Das Beste an Korsika ist der Geruch: Es duftet nach Rosmarin, Thymian, Eukalyptus, Lavendel, Pinien, warmem Waldboden und nach Meeresluft. Von der kleinen Hafenstadt Calvi aus lohnt sich ein Spaziergang über den circa sechs Kilometer langen Sandstrand. Fast immer hat man dabei die Zitadelle im Blick. Dort sollte man ein Konzert in der Kirche erleben, am besten mit traditioneller korsischer Musik. Korsika besteht hauptsächlich aus Bergen, die im Inselkern zu Hochgebirgshöhen bis zu 2?706 Metern anwachsen. Ein romantischer Start für eine Bergtour ist eine Fahrt mit der Schmalspurbahn, die von Calvi aus ins nördliche Оle de Rousse an der Küste entlangfährt. Von hier aus gibt es abwechslungsreiche Wanderwege, etwa in die verschlafenen Bergdörfer der Balagne. Oder man fährt mit dem Zug bis nach Bastia und isst eine Crиme brulйe am Hafen. Für Hochgebirgstouren einfach mit dem Zug durch die atemberaubende Berglandschaft bis nach Ponte-Leccia oder Corte fahren. Festes Schuhwerk und warme Kleidung gehören unbedingt ins Wandergepäck. 

Text: Annika Sesterhenn

Foto: Makrodepecher/pixelio

Korsika
Direktflüge mit Air France,
Ferienwohnungen, Gästezimmer oder Hotels findet man unter www.ferien-in-korsika.com, weitere Tipps unter www.korsika.fr

BarcelonaBARCELONA – Südliches Labyrinth
Im August hatten die hitzeverwöhnten Spanier wegen der unglaublich heißen Temperaturen auch in Barcelona schwer geschwitzt. Im Herbst dürfte die Hauptstadt Kataloniens klimatisch angenehmer werden. Reizvoll ist besonders die Lage der Stadt: Das Meer mit seinem Sandstrand beginnt dort, wo das Zentrum endet. Aber auch in Sachen Kultur, Gastronomie und Shopping lässt Barcelona kaum Wünsche offen: Tagsüber bietet sich ein Ausflug zum von Gaudн gestalteten Park Güell an, der hoch über der Stadt gelegen nicht nur Mosaikkunst und eine Vielfalt an Pflanzen, sondern auch eine tolle Aussicht bietet. Zurück in der Stadt kann man sich durch die schmalen, labyrinthartigen Gassen treiben lassen, die nicht nur Schatten, sondern auch unzählige Geschäfte, Bars und schöne Plätze zum Verschnaufen bieten. Hier kann man sich an jeder Ecke mit leckeren Tapas stärken, die vorbeilaufenden Menschen beobachten und ein Gläschen Cava oder Cigalу de Baileys, also Kaffee mit Baileys trinken – das ist hier auch tagsüber vollkommen üblich. 

Text: Isabel Ehrlich
Foto: Tokamuwi/pixelio

Barcelona
Nonstop-Flüge von Berlin ab 50 Ђ, Übernachtung: in Hotels, Hostels oder Privatwohnungen (buchbar über Hotel-Portale)

DubaiDUBAI – Größen & Wahn
„The World (under construction)“. So könnte ein Science-Fiction-Kracher heißen. Oder ein Doom-Metal-Dröhner. Tatsächlich aber steht das auf  Dubai-Karten. Nämlich dort, wo der Chef des Kalifats, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, „The World“ im Persischen Golf aufschippen ließ: 300 künstliche Inseln in Form der Weltkarte. Seit der Finanzkrise zerlegt der Golf den Größenwahn der Welt. Aber das ist ja das Reizvolle an Dubai. Wenn schon Größenwahn, dann das volle Programm. Der weltgrößte Turm, der Burj Khalifa Dubai, ragt auf wie ein 828 Meter hoher Schichtkuchen. Die Palmeninsel Jumeirah, auch künstlich, aber fast fertig, wird gern „achtes Weltwunder“ genannt. Die Dubai-Mall, 1?200 Geschäfte, mit dreistöckigem Aquarium, ist natürlich auch die größte Shoppingmall der Welt. Jedenfalls bis die Mall of Arabia fertig ist – in, klar: Dubai. Fast introvertiert, aber viel atmosphärischer sind die arabischen Märkte. Auf dem Deira Old Souk ist die Luft voller Gewürzdüfte. Hinterher noch ein Schippern auf dem Dubai Creek. Auch wenn die Kutter dort mal nicht die größten der Welt sind. 

Text: Erik Heier

Foto: Klaus-Dieter-Rüge/pixelio

Dubai
Anreise: Lufthansa-Flug (über Frankfurt/Main) ab ca. 650 Ђ (hin u. zurück); Hotel: z.?B. Sheraton Deira Hotel Dubai, ab ca. 110 Ђ p.?P., via www.lastminute.de

weiter | 1 | 2 |


 


Mehr über Cookies erfahren