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Publikumspreis der Nationalgalerie: Hier könnt ihr abstimmen

Der Preis der Nationalgalerie ist heißbegehrt unter den jungen Berliner Künstler:innen. Letztes Jahr konnte Sandra Mujinga die Fachjury mit ihren großen Stoff-Skulpturen zu überzeugen. Für die anderen Finalist:innen gibt es noch die Chance, den begehrten Publikumspreis zu ergattern. Die Ausstellungen aller nominierten laufen noch bis zum 27. Februar im Hamburger Bahnhof und so lange können Besucher:innen ganz einfach online auf tipBerlin eine Stimme für ihre favorisierte Person abgeben und mit etwas Glück ein attraktives Kunstobjekt gewinnen.

Wer den Preis der Nationalgalerie gewinnt, darf im Hamburger Bahnhof ausstellen – hier könnt ihr zudem über den Publikumspreis abstimmen. Foto: Imago/Agefotostock

Nationalgalerie-Preis: Jury wählte vorab vier Kunstschaffende aus

Die Auszeichnung prämiert seit mehr als 20 Jahren „wichtige Positionen der Gegenwartskunst, die die Internationalität und Lebendigkeit der Kunstszene in Deutschland widerspiegeln und durch neue künstlerische Ansätze bereits Bedeutung erlangt haben“. In einer ersten Juryrunde setzten sich die Künstler:innen Lamin Fofana, Calla Henkel & Max Pitegoff, Sandra Mujinga und Sung Tieu aus einer Reihe von knapp 80 Bewerber:innen durch. Die Vorauswahl kam auf Vorschlag von rund 25 externer Kurator:innen zustande.

Diese „verfügen über einen Überblick über die Produktion von in Deutschland lebenden Künstlerinnen und Künstler. Sie beobachten aber auch die internationale Kunstszene und wissen, welche Künstlerinnen und Künstler sich Deutschland als Standort ausgesucht haben und vielleicht noch keine große Einzelausstellung gehabt und keine Galerie gefunden haben, die sie vertritt.“, sagt Gabriele Knapstein, Leiterin des Hamburger Bahnhofs.

Dass alle fünf Kandidat:innen 2021 ihren Lebensmittelpunkt in Berlin haben, sei Zufall. Die Shortlist ist dennoch ein Beleg dafür, dass die Stadt für Kunstschaffende attraktiv geblieben ist – trotz berechtigter Klagen über die Gefährdung der kulturellen Infrastruktur durch ständig steigende Mieten.

Nominiert: Sandra Mujingas intensive Auseinandersetzung mit dem Skulturbegriff

Sandra Mujinga, eine im Kongo gebürtige Norwegerin, die in Berlin und Oslo lebt, operiert analog wie digital mit Skulpturen und Räumen. Foto: Sjur Einen Sævik

Mit ihrem Verständnis von Räumlichkeit weicht Sandra Mujinga die Grenzen des klassisch konzipierten Raums auf und formuliert mit ihrer Kunst eine Kritik am anthropozentrischen Denken. Dabei setzt die in Oslo und Berlin lebende Künstlerin sich intensiv mit dem Skulpturbegriff auseinander und überzeugte die Jury in der ersten Entscheidungsrunde.

Nominiert: Lamin Fofanads schafft akustische Umgebungen

Der Produzent und DJ Lamin Fofanas bedient sich in seiner Kunst vor allem akustischer Ausdrucksformen. Foto: Isabel O’Toole

Der Musikproduzent, DJ und Künstler Lamin Fofanas überzeugte die Jury mit seinem mutigen Zugang zur Schaffung akustischer Umgebungen. In seiner Arbeit spiegelt sich seine Reise von Sierra Leone und Guinea über die USA nach Berlin wider und verbindet sich mit einer kritischen Auseinandersetzung mit Themen wie Flucht, Identität und Migration. Dabei gelingt es Fofana, Räume des Zuhörens zu eröffnen, die maßgeblich für unser Zusammenleben sind.

Nominiert: Sung Tieu arbeitet multimedial

Die Videokünstlerin Sung Tieu aus Berlin und London setzt sich in ihren Kreationen mit Krieg, Propaganda und Traumata auseinander. Foto: Diana Phammatter

Die in Vietnam geborene Sung Tieu bedient sich einer multimedialen Auswahl künstlerischer Ausdrucksformen und schafft Umgebungen, die für die Besuchenden erlebbar werden. Sie erkundet dabei auch die Akustik, untersucht etwa Geräuschattacken. Für ihren Beitrag greift sie auf Archivalien zum Anwerbeabkommen zwischen der DDR und Vietnam zurück.

Nominiert: Henkel und Pitegoff zeichnen sozio-urbanen Wandel nach

Calla Henkel und Max Pitegoff betreiben in Berlin den Kreuzberger Off-Space New Theatre, bespielen den Grünen Salon der Volksbühne und haben mit der TV Bar einen weiteren Projektraum in Schöneberg geschaffen. Foto: Calla Henkel & Max Pitegoff

Calla Henkel und Max Pitegoff, ursprünglich aus den USA, zeichnen sich durch ihre Beobachtungsgabe aus, die sie in Fotografien übersetzen und mit den Zuschauenden teilen. Sowohl in der Rolle der passiven Beobachter wie auch aktiv mitgestaltend, zum Beispiel als Betreiber von Projekträumen, gelingt es den beiden, den sozio-urbanen Wandel Berlins nachzuzeichnen.

Sieger:in des Publikumspreises wird im Februar 2022 verkündet

Die:Der finale Gewinner:in wird im Oktober verkündet und darf im nächsten Jahr die Räumlichkeiten des Hamburger Bahnhofs mit einer Einzelausstellung bespielen.

BMW Art Car, Miniatur im Maßstab 1:18, detaillierter Innenraum, hochwertige Acrylbox und Acryl-Bodenplatte

Bis dahin könnt ihr hier für eure:n Favorit:in abstimmen und mit etwas Glück ein echtes Sammlerstück gewinnen. Unter allen Teilnehmenden verlosen wir in diesem Jahr ein Miniatur BMW Art Car, das der Künstler Alexander Calder gestaltete. Calder legte 1975 mit der Bemalung des BMW 3.0 CSL den Grundstein für die Art Car Collection. Als unermüdlich innovativer Künstler befreite er den Rennwagen von seiner formalen Struktur, indem er ihm eine eigene unverwechselbare Handschrift gab.


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