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VCD fordert flächendeckend Tempo 30 für Berlin

VCD fordert flächendeckend Tempo 30 für Berlin

Die vor kurzem veröffentlichte Unfallstatistik zeigt, dass sich die Anzahl der Unfälle im Jahr 2015 im Gegensatz zum Vorjahr um 3,8 Prozent erhöht hat, besonders Fußgänger und Radfahrer leben im Berliner Straßenverkehr gefährlich. Auf Grund dessen teilte der VCD-Landesverband Nordost nun mit, dass nach deren Auffassung in Berlin Tempo 30 anstatt 50 die Regel sein sollte. Lediglich auf den Hauptverkehrsstraßen der Stadt solle dann weiterhin die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gelten. Dies solle vor allem die Unfälle mit Todesfolge reduzieren, da hier die nicht angepasste Geschwindigkeit von Autofahrern eine maßgebliche Rolle spiele. Nachrichten über illegale Straßenrennen wie jener in der Tauentzienstraße, bei dem ein Unbeteiligter ums Leben gekommen ist, bestärkt den Verband in ihren Forderungen.
Eine geplante Änderung der Straßenverkehrsordnung wird dieses Vorhaben unterstützen. Der Bund will die rechtlichen Hürden senken, damit die Kommunen mit weniger Aufwand 30er-Zonen einführen können. Bisher musste dafür konkret nachgewiesen werden, dass es sich bei den betroffenen Straßenzügen um gefährliche Unfallschwerpunkte handele. Die Reform soll bewirken, dass die Geschwindigkeit etwa vor Schulen oder Altersheimen gesenkt werden kann, auch wenn diese an Hauptverkehrsstraßen liegen.
Des Weiteren soll es auch Änderungen für Radfahrer geben. Erwachsene, die ihre Kinder begleiten, sollen ebenfalls auf dem Gehweg fahren dürfen. Bisher gilt die Regelung, dass lediglich Kinder unter zehn Jahren den Gehweg auch als Radfahrer benutzen können, Erwachsene haben die Straße oder Radwege zu benutzen – auch wenn es sich dabei um die Eltern, größere Geschwister oder andere Aufsichtspersonen handelt. Auch für E-Bikes sollen die Radwege nun nutzbar gemacht werden. So soll es die Reform den Ländern ermöglichen, ihre Fahrradwege für Fahrer der Elektroräder freizugeben, so lange diese nicht schneller als 25 km/h fahren können.

Text: Jens Hollah

Foto: Manfred Sauke/ Wikimedia Commons/ CC 3.0

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