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Kultur

Zombi-Angriff auf der Lesebühne im Mastul

DJ-TulpeDer Weddinger Verein hat sich seit seinen Anfängen im Jahr 2006 als Kiez-Institution etabliert. Den Anspruch, mit kulturellen Veranstaltungen zur Aufwertung des Bezirks beizutragen, nimmt das Team um Thilo Bock, Martingo, Robert Rescue und Frank Sorge allerdings nicht ernster als nötig. Die „monatliche Problembezirks- und Kaminfeuerlesebühne“ wie die Crew ihre Veranstaltung nennt, versteht sich in allererster Linie als nichtkommerzielle Spaßveranstaltung, mit „frischen Geschichten“. Geladen sind regelmäßig Gäste, die sich ebenfalls im Umfeld Literatur, Musik oder Hörspiel bewegen. Dieses Mal dabei: DJ Tulpe und der fette Mann. Seit zwei Jahren ziehen die beiden mit ihrem Soundmann Tobi Homworkerphobie marodierend über die Lese- und Hörspielbühnen Berlins. Wenn sie zuschlagen, geht es blutig aus: Ihre gruseligen Livehörspiele speisen sich aus dem trashigen Horror- und Gruselgenre а la John Sinclaire und Twillight Zone, aber zum Glück geben sie auch gerne konkrete Handlungsanweisungen, wie man sich im Falle eines Zombie-Angriffes verhalten sollte. Für den Abend im Mastul lässt das Horror-Team allerdings Gnade walten: Zwei der drei Stücke bewegen sich im absurd-komischen Bereich und erzählen vom Alltag in einer anderen Welt außerhalb Berlins – auch Provinz genannt.

Text/Foto: Cosima Grohmann

Mastul Liebenwalder Straße 33, 13347 Wedding, 11. Dezember, 21.30 Uhr (Einlass 20.30 Uhr)

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