Kunst und Museen in Berlin

Kunstkopf: Ursel Arndt

Die Berliner Künstlerin macht aus Stoff Kunst, die berauschen kann.

Ursel Arndttip Frau Arndt, in der Ausstellung „Tuchintarsien“ werden vornehmlich ziemlich alte textile Kunstwerke gezeigt. Wie sind Sie selbst zum „Stoff“ gekommen?
Ursel Arndt Zu diesem speziellen Stoff, nämlich „gewalkte Wolle“, bin ich im Museum Europäischer Kulturen gekommen, als der 10.000-Blütenteppich dort ausgestellt wurde Ich war davon begeistert, beschäftigte mich mit der Technik und überlegte mir, wie eine zeitgenössische Tuchintarsie aussehen könnte.

tip Ihre Street-Art-Themen haben mit Ihren älteren Interessen, die sich um Religion und Militär drehen, kaum etwas gemein, oder übersehen wir etwas?
Arndt Street-Art beschäftigt sich mit vielen Themen, neben Liebe, Sex und Aufklärung, Flora und Fauna, Prominente und andere Persönlichkeiten geht es auch um Waffen, Krieg, Kampf und Religion. Zum Thema Waffen gibt es ein Beispiel: eine fein säuberlich intarsierte Handgranate.

tip Ihr Werk ist 1,20 x 3,60 Meter groß, werden Sie weiterarbeiten – es gibt ja noch viele Bilder an den Wänden?
Arndt Die Seitenränder sind offen gestaltet mit der Aufforderung, die fehlenden Bilder in den Straßen von Berlin zu suchen. Bewusst zeigt dieser Teppich nur einen Ausschnitt der Bilder, die wir mit Nadel und Faden festhielten.

tip Und ganz ernsthaft. Was kostet eigentlich Ihr Kunstwerk?
Arndt Die Arbeit war eine Auftragsarbeit des Museums Europäischer Kulturen. (www.stueckwerk.ursel-arndt.de) Über das Honorar versprach ich Stillschweigen zu bewahren.

Tuchintarsien Museum Europäischer Kunst, Lansstraße 8, Dahlem, Di-Fr 10-18 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr, bis 5.7.2009

Weitere Kunstköpfe:

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