Kultur & Freizeit in Berlin

Ungewöhnliche Stadtführungen durch Berlin

In unserer aktuellen Titelgeschichte stellen wir zehn "Heimliche Lieblingsstraßen" vor. Wer mehr entdecken will, sollte mal eine dieser Stadtführungen mitmachen.

Zehn ungewöhnliche Stadtführungen durch Berlin

Das Berlin der Obdachlosen
Wie lebt man als Obdachloser in Berlin? Wo schläft man, was isst man? Bei den Stadtführungen von „querstadtein“ zeigen die ehemals obdachlosen Führer die Orte ihrer Vergangenheit und berichten aus ihrem Leben. Das ist nicht nur außergewöhnlich spannend und bringt eine neue Perspektive auf Altbekanntes, sondern fördert gleichzeitig den Dialog mit einer zu oft vergessenen Randgruppe der Gesellschaft. Zur Zeit werden Führungen durch Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte angeboten.
querstadtein.org, 13 / erm. 6,50 Euro

Jugendliche und ihre Welt
Es sind Schüler, Studenten und Auszubildende, die bei „Wir sind Berlin“ durch die Stadt stapfen. Sie wollen anderen Jugendlichen die Geschichte der Stadt vermitteln, ihnen ihre liebsten Orte zeigen und von sich selbst erzählen. Angeboten werden Gruppenführungen durch Kreuzberg, Neukölln, Prenzlauer Berg, Mitte und entlang der Mauergrenze. Manche Führung gibt es auch auf Englisch.
wirsindberlin.eu, Preise tourabhängig

Das volle Spektrum
Bei den Touren von „Stattreisen“ findet so ziemlich jeder ein Thema, das ihn interessiert. Neben klassischen Kiezspaziergängen und historischen Stadtführungen werden literarische wie „Mit Franz Biberkopf durch den wilden Osten“ oder kulturelle Touren wie „Muslime in Berlin“ und „Mendelssöhne & Töchter“ angeboten. Für die Kleinen gibt es auch Touren rund um „Emil und die Detektive“.
stattreisenberlin.de, Preise tourabhängig

Zehn ungewöhnliche Stadtführungen durch Berlin

In den Wilden Wedding auf dem Rad
Der Wedding ist für viele Berliner noch ein eher unbekannter Fleck, über den man viel hört, aber noch wenig gesehen hat. Die ehrenamtlichen Führer von „Nächste Ausfahrt Wedding“ widmen sich kundig ihrem geliebten Kiez. Dabei werden die unterschiedlichsten Themen betrachtet, zum Beispiel „Rap und Religion“, „Wilder Wedding“ oder der „Monmartre von Berlin“. Bei den meisten Touren bewegt man sich auf dem Fahrradsitz umher – das ist mobiler und auf jeden Fall gesund.
ausfahrtwedding.de, 7 / erm. 5 Euro

Berlins dunkelste Geheimnisse
In Berlin gibt es wahnsinnig viel Geschichte, aber man sieht es nicht jeder Straßenecke an. Die „Berliner Spurensuche“ widmet sich den spannendsten und vor allem dunkelsten Episoden der Geschichte Berlins – der kolonialen Vergangenheit, Eugenik und Euthanasie im 20. Jahrhundert, dem kriminellen Kreuzberg oder auch der Geschichte der Armut in Berlin. Manche Touren werden mit dem Fahrrad gemacht, andere zu Fuß.
berliner-spurensuche.de, 11 Euro

Stadtgeschichte von unten betrachtet
Die „Berliner Unterwelten“ sind schon lange kein Geheimnis mehr, aber verborgen bleiben sie den meisten Berlinern trotzdem. Luftschutz aus dem Zweiten Weltkrieg, verlassene U-Bahn-Stationen, Bunker aus dem Kalten Krieg, die Neuköllner Kindl-Brauerei und Fluchttunnel während der Mauerzeit – unter den Berliner Straßen lässt sich viel über die Geschichte der Stadt erfahren. Die Führungen werden regelmäßig angeboten.
berliner-unterwelten.de, Preise tourabhängig

Ungewöhnliche Stadtführungen durch Berlin

Der Blick hinter Fassaden
Eine eher unkonventionelle Stadtführung bietet „LobbyControl“, ein gemeinnütziger Verein, der über Lobbyismus in Deutschland aufklären möchte. Zu diesem Zweck veranstaltet der Verein lobbykritische Stadtführungen zu Fuß bei denen hinter die Fassaden des Berliner Regierungsviertels geschaut werden soll. An ausgewählten Beispielen wird erklärt, was Lobbyarbeit ist und wo die Problematik liegt. Eine gute Gelegenheit Machtstrukturen zu begreifen und sein vorhandenes Bild von Deutschland ein wenig zu überdenken.
lobbycontrol.de, 10 Euro

Kunstvolle Führungen
Die Stadtführungen von „Art:berlin“ helfen Berlins schönste Ausstellungen, Restaurants und Architektur zu entdecken. Mal dreht es sich um Bauhaus in Berlin, mal um blühende Gartenparadiese oder die besten Pralinenläden von Prenzlauer Berg. Immer mit einem kunstversierten Blick versteht sich.
artberlin-online.de/touren, Preise tourabhängig

Mit dem Smartphone durch Berlin
Ganz ohne Führer, nur mit dem Smartphone, lassen sich Berlins Kieze auch erkunden. Die Hörspaziergänge von „Stadt im Ohr“ führt in die interessantesten Ecken der Stadt und erzählt dabei viele Geschichten von Menschen und Gebäuden. Mit der „Stadt im Ohr“-App bekommt man die Audioguides auf das Smartphone. Und dann kann es losgehen, durch Mitte, Friedrichshain, Friedenau und Wedding.
stadt-im-ohr.de, 10 Euro

Stadtführungen а la Carte
Die Berliner Mauer und Hitlers Berlin lassen sich mit der französischen Historikern Anne Lainault erkunden. Wer etwas abseits der beiden öffentlichen Stadtführungen sehen möchte, der kann auch eine Tour а la Carte buchen. Da lassen sich zum Beispiel auch die französischen Spuren Berlins hervorragend entdecken.
walkberlin.com, 12 / erm. 9 Euro

Berlin durch den Magen
Die kulinarischen Stadtführungen von „eat-the-world“ führen durch Berlins Kieze und öffnen selbst eingesessenen Gastro-Fans neue Türen. Neben Kostproben in sorgsam ausgewählten Restaurants und Geschäften gibt es natürlich noch Hintergrundinformationen zum jeweiligen Stadtviertel. Die Touren dauern drei Stunden, in denen insgesamt sieben Kostproben eingenommen werden.
eat-the-world.com, 30 / erm. 15 Euro für Kinder bis 12 J.

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