Weinlokal

Kurpfalz Weinstuben in Charlottenburg

Neuer Wein, alte Schläuche: ein seliger Abend in den Kurpfalz Weinstuben

Mit der Zeitgenossenschaft von Traditionslokalen ist das so eine Sache. Am besten noch, wenn alles beim alten bleibt und sich zur Patina verklärt. Und ja, das mit der Patina nimmt Vinzenco Berényí durchaus ernst. Und so kümmert sich der in der guten Gastronomie erfahrene Weinmann etwa darum, alte Asbach-Uralt-Jahrgänge aufzutreiben. Wie er das macht? Er hat so seine Quellen. Darüber hinaus aber sind die Kurpfalz Weinstuben das beste Beispiel dafür, einen gastronomischen Mythos in die Gegenwart zu heben, ohne ihm den nostalgischen Charme zu nehmen. Um es kurz zu machen: In das bereits 1935 eröffnete Traditionslokal kann man wieder gehen. Besser: Man sollte es unbedingt.

Vor zwei Jahren schon hat Berényí die Weinstuben übernommen. Inzwischen steht ihm Sebastian Schmidt zur Seite, der wiederum für eine alltagstaugliche Handwerksküche steht. Boeuf Bourguignon, Wurzelgemüse, hausgemachte Schupfnudeln. Da stimmen Garpunkt, Konsistenz und das vertraute, selige Aromenspiel. Verlässlich auch die kalten Speisen. Und wer es ganz typisch mag: Das „Pfälzer Blatt“ (15,90 Euro) vereint Saumagen, Bratwurst, Leberknödel und Sauerkraut.

Kurpfalz Weinstuben Wilmersdorfer Str. 93, Charlottenburg, Di–So ab 18 Uhr, kurpfalz-weinstuben.de

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