Kunst und Museen in Berlin

Kurz und Kritisch

Drei lohnenswerte Berliner Austellungen in der Kurzbetrachtung.

maryanne_amacher_bostonharbormicpileBernhard Martin
Endlich mal wieder eine gute Malereiausstellung. Obwohl auf ungrundiertem, grobem Leinenstoff, sind Bernhard Martins neueste Bilder mehr hingehaucht als gemalt. Ganz zart in ihrer Machart, in ihren Motiven dann aber derber, manches schon fast schwülstig. Es wird gefummelt, getrunken, geraucht. Stillleben ergänzen das erotisch fantastische Treiben. Dieser Maler hat den Mut, sich immer wieder neu zu erfinden, immer weiterzugehen. Und das ist selten.
„Bernhard Martin: Diktatur der Hormone“ Galerie Thomas Schulte, Charlottenstraße 24, Mitte, Di-Sa 12-18 Uhr, bis 31.08.

Maryanne Amacher
Ein Auszug aus dem Werk der amerikanischen Komponistin und Künstlerin (1938-2009): Auf einem großen Tisch Briefe, Partituren und anderes Archivmaterial, im hinteren Raum dann verschiedene Hörproben. Die zeitgenössische Komponistin, die bei Stockhausen studierte und auch mit John Cage zusammenarbeitete, experimentierte unter anderem mit der Beziehung von Klang und Raum. Für Spezialisten der Bereiche Neue Musik und Klangkunst.
„Maryanne Amacher: Intelligent Life“ daadgalerie, Zimmerstraße 90, Mitte, Mo-Sa 11-18 Uhr, bis 25.8.

Gentle Giants II
Acht Künstler zur Gruppenausstellung versammelt, sehr unterschiedliche Malerei von Daniel Kannenberg, Wolfgang Lugmair und Ernie Luley. Ein Lichtobjekt von Madeleine Boschan, Carly Fischer baut reale Gegenstände aus Papier nach. Eine kleine, aber sehr vielfältige Ausstellung und zugleich ein Einblick in die Arbeit des 2007 von Martin Kwade gegründeten Projektraums.
„Gentle Giants II“ Kwadrat, Adalbertstraße 20, Kreuzberg, Fr?So 14?19 Uhr, bis 1.9.

Texte: mkw

Foto: Maryanne Amacher

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