Musik & Party in Berlin

Lagwagon

Punk in der Endlosschleife: Die beiden Bands spielen immer noch ihren guten alten, melodiösen Punk.

Lagwagon

„I think my older brother used to listen to Lagwagon“ heißt die EP der kalifornischen Poppunk-Band Lagwagon aus dem Jahr 2008. Damit ist eigentlich alles über den Werdegang der Band gesagt. Einen Neubeginn hat die Band um den Sänger Joey Cape – Cape ist wie der Gitarrist Chris Flippin seit der Gründung 1990 dabei – bisher nicht versucht. Sie machen einfach weiter wie immer. 1995 erschien ihr nach wie vor bestes Album „Hoss“, 1997 folgte „Double Platinum“, die neueren Alben aus den letzten Jahren sind nicht erwähnenswert. Ihre Musik beruht seit 20 Jahren auf dem gleichem Prinzip: Harmonische Melodien, die mit schnellem, knüppelndem Hardcore Hand in Hand gehen, ohne dass es zu harten Brüchen kommt. Eine runde Sache, Punkpop eben. Songs wie „Sleep“ und „Violins“ sind zum Mitgrölen und Moshen ebenso geeignet wie zum leisen Mitsingen abseits der schwitzenden Masse.

Für die ebenfalls aus Kalifornien stammende Band No Use For A Name (NUFAN) gilt exakt das Gleiche. Auch sie gibt es seit gut 20 Jahren, auch ihre große Zeit ist vorbei. So wie eben auch der Melodic-Punk, für den Lagwagon und NUFAN mit dem Label Fat Wreck Chords stehen, seine größten Erfolge Mitte der Neunziger gefeiert hat.