Stadtleben und Kids in Berlin

Leihräder in Berlin – so schnell geht es zum Mietbike

Leihräder in Berlin sind eines der Verkehrsmittel der Stunde. Denn Experten und Behörden raten derzeit: Wer kann, sollte den öffentlichen Nahverkehr meiden und lieber aufs Fahrrad umsteigen.

Nur Schrott zuhause? Leihräder in Berlin sind ein gutes Mittel, um einen Osterausflug zu machen und gleichzeitig dazu beizutragen, dass die Corona-Kurve abflacht. Foto: dpa

Viele haben allerdings kein Rad – oder müssen es erst einmal reparieren lassen. Falls es aber doch mal schnell gehen soll, stellen wir euch hier fünf Leihräder-Anbieter in Berlin vor.

So könnt ihr auch ohne viel Aufwand mobil durch die Feiertage kommen.


1. Nextbike – wegen der Krise Leihräder in Berlin umsonst 

Das aus Leipzig stammende Unternehmen ist mittlerweile in über 200 Städten vertreten. Stiftung Warentest kürte es letztes Jahr zum Testsieger im deutschen Bike-Sharing-Markt. Die Fahrräder können größtenteils stationsgebunden gemietet werden. In Berlin stehen c.a. 5000 Fahrräder des Anbieters zur Verfügung. 

Anmeldung und Nutzung:

Ihr könnt euch online, per App, an sogenannten „Terminals“ an den Fahrradstationen oder per Telefon kostenlos registrieren. Danach könnt ihr wieder per App, SMS, am Terminal oder per Anruf euer Fahrrad entsperren und losradeln. 

Kosten:

Die ersten 30 Min. kosten 1 €. Jede weiteren 30 Minuten 1,50 €. Der Tagestarif beträgt 15 €/ 24h. Aufgrund der Coronakrise sind die ersten 30 Minuten bis zum 19. April kostenfrei.

Geschäftsgebiet:

Das Geschäftsgebiet konzentriert sich vor allem auf den Berliner Innenstadtbereich. 


2. Mobike – Startup aus China

Das chinesische Startup-Unternehmen setzt auf stationsloses Mieten. Die Fahrräder können innerhalb des Geschäftsgebiets überall angemietet und wieder abgestellt werden.

Stiftung Warentest bewertete letztes Jahr die Fahreigenschaften und den Komfort der Räder als „ausreichend“. Weil die Sicherheit der Räder aufgrund unzureichender Bremswirkung nur als „mangelhaft“ eingestuft wurde.

Leihräder in Berlin sind eines der Verkehrsmittel der Stunde.
An den Anblick der Mobikes haben sich wohl fast alle Berliner und Berlinerinnen gewöhnt. Foto: Kohler

Anmeldung und Nutzung:

Ihr könnt euch online kostenlos auf der Website von Mobike anmelden. Zur Nutzung der Fahrräder benötigt ihr allerdings die App des Anbieters. Mit dieser könnt ihr die Fahrräder per QR Code entsperren.

Kosten:

Jede angefangenen 20 Minuten kosten 20 Cent.

Geschäftsgebiet:

Die Fahrräder sind überall im Berliner Innenstadtbereich verfügbar.


3. Call a Bike  – 30 Minuten Leihräder gratis bei langen Touren

Call a Bike (ehemals Lidl Bike) ist das Bikesharing-Angebot der Deutschen Bahn. Die vergangenen drei Jahre lief der Service über eine Kooperation mit Lidl. Doch seit April 2020 laufen die Mieträder wieder unter dem Namen Call a Bike. Die Fahrräder können an Stationen innerhalb der Stadt oder auch stationslos gemietet werden.

Anmeldung und Nutzung:

Die Anmeldung erfolgt online oder über die App und ist kostenlos. Die Fahrräder könnt ihr per App, Kundenkarte, telefonisch oder an den „Terminals“ ausleihen.

Kosten:

Im Lighttarif, der einzige Tarif, bei dem ihr keine Jahresgebühr bezahlt, kostet die Miete 10 Cent/ Minute. Der maximale Tagespreis beträgt 9€/ 24h. Studenten erhalten eine Ermäßigung. Bis zum 19. April werden allen Basis- und Komfort-Tarif-Kunden 30 Freiminuten bei Fahrten länger als 30 Minuten geschenkt.

Geschäftsgebiet:

Das Geschäftsgebiet befindet sich innerhalb des Berliner S-Bahnrings. 


4. Donkey Republic – Bikes entlang des S-Bahn-Rings

Donkey Republic wurde 2014 in Kopenhagen gegründet und ist mittlerweile europaweit in 70 Städten vertreten. Es können sogenannte Hollandfahrräder gemietet werden.

Anmeldung und Nutzung:

Die Anmeldung ist kostenlos und erfolgt über die App. Über diese könnt ihr auch die Fahrräder mieten.

Kosten:

30 Minuten kosten 1,50 €. Zusätzlich gibt es Stunden-, Tages- und Wochentarife.

Geschäftsgebiet:

Die Geschäftsgebiet verläuft entlang des Berliner S-Bahnring.


 5. Swapfiets – langfristig mieten mit Anlieferung

Swapfiets ist nicht die beste Lösung für Kurzentschlossene. Dafür aber ist Swapfiets die praktischste Variante für all diejenigen, die für längere Zeit ein Fahrrad anmieten möchten.

Das Unternehmen aus den Niederlanden bietet Fahrradabos an, die ihr monatsweise abschließen könnt. In dem Festpreis für das Abo sind beispielsweise Reparatur und Wartung schon drin.

Mietbike in Berlin sind eines der Verkehrsmittel der Stunde.
Die Swapfiets Fahrräder lassen sich besonders gut an ihrem blauen Vorderreifen erkennen. Foto: Swaprad GmbH

Anmeldung und Nutzung:

Ihr könnt euch online oder per App kostenlos bei Swapfiets anmelden. Es werden zwei Fahrradmodelle angeboten. Entweder ihr wählt ein Hollandrad oder ein 7-Gänge Deluxe-Modell.

Die Fahrräder werden euch nach Hause geliefert. Oder ihr könnt sie an bestimmten Standorten in Berlin abholen. Achtung: Aufgrund des Coronavirus werden die Fahrräder derzeit nur angeliefert.

Kosten: 

Das Monatsabo kostet je nach Fahrradmodell 16,50€ (Hollandrad) oder 19,50€ (7-Gänge Modell) pro Monat. Kündigen könnt ihr auch monatsweise. Studenten erhalten eine Ermäßigung.

Geschäftsgebiet: 

Während der Laufzeit eures Abos ist das Geschäftsgebiet unbegrenzt.


Bei dem ein oder anderen mag das Rad noch verstaubt vom „Winterschlaf“ im Keller herumstehen. Und die Bremsen dürften auch mal wieder nachgezogen werden. Das wäre glatt ein weiterer Punkt auf unserer To-Do Liste für die Coronazeit.

Doch manchmal ist für solche Reparaturen einfach keine Zeit. Wer lieber sein eigenes Fahrrad auf Vordermann bringen lassen möchte, der kann bei einem dieser 22 Fahrradläden die trotz Corona Krise geöffnet haben vorbeischauen.

Wer es lieber zu Fuß mag, findet hier 12 tolle Laufstrecken in Berlin oder kann sich von diesen Wanderwegen in und um Berlin inspirieren lassen.

Ihr wollt doch lieber mit dem Auto fahren? Für Autofans haben wir hier eine Liste der Carsharing-Anbieter in Berlin.