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Jahreswechsel

12 Dinge, die wir 2020 an Silvester nicht vermissen werden

Das Jahr 2020 war ganz schön verrückt, doch langsam neigt es sich dem Ende zu. Auch an Silvester gilt noch das aktuelle Versammlungsverbot. Silvester 2020 wird anders, doch es gibt da ein paar Dinge, die wir nicht vermissen werden.


Von Party zu Party jagen

Menschen auf einer Party trinken und haben Spaß.
Bei der Auswahl an Silvesterpartys fällt die Auswahl schwer. 2020 schmeißen wir unsere ganz private Party zu zweit. Foto: Unsplash

Gefühlt jeder schmeißt Silvester eine große Party. Da kann es schon mal schwer fallen, sich zu entscheiden, welcher seiner Freundesgruppen man sich anschließen soll. Feiern mit der besten Freundin oder mit den Freunden des Partners? Wer sich nicht entscheiden kann, der startet auf der einen Party und geht dann nach zwei Stunden auf die nächste. Ganz im Sinne des SXTN-Songs.

Dieses Jahr fällt all dies aus. Zum Glück, könnte man sagen. Dann verletzt man wenigstens die Gefühle seiner Liebsten nicht. Und auch, wenn wir inzwischen jede Ecke unserer Wohnung auswendig kennen, trinken kann man im Notfall auch Zuhause alleine, mit den Haustieren oder mit dem besagten Partner. Gute Spirituosen-Läden in Berlin findet ihr übrigens hier.


Erschrockene Haustiere

Eine Katze mit Luftschlangen auf dem Kopf blickt genervt drein.
Die meisten Haustiere vertragen den Lärmpegel der Silvesternacht nicht gut. 2020 wird das Silvester der Haustiere. Foto: Imago Images/Westend61

Normalerweise wird am Abend des Jahreswechsels viel geböllert und der Lärmpegel ist besonders kurz nach Mitternacht unerträglich. Das ängstigt nicht nur Kleinkinder, sondern auch unsere geliebten Haustiere, die den Shutdown mit uns so tapfer ertragen. Wir werden es dieses Jahr an Silvester sicherlich nicht vermissen, dass unsere Katze sich verängstigt unter dem Sofa versteckt oder der Hund zitternd vorm Fenster sitzt.


Böllern schon am Vormittag

Mann mit einem Böllern in der Hand. Im Hintergrund liegt Müll von Feuerwerk auf der Straße.
Schon am Mittag des 31. Dezembers werden Böller gezündet. Bei dem Verkaufsverbot von Feuerwerk wird es an Silvester hoffentlich stiller. Foto: Imago Images/Marius Schwarz

Böllern und Feuerwerk gehört für viele Menschen einfach zu Silvester dazu. Wieso man damit schon am helllichten Tag anfangen muss, bleibt wohl für immer ein Mysterium, dass nur die Menschen verstehen können, die ihre Rakete bereits um 13 Uhr des 31. Dezembers zünden.

Dieses frühzeitige Böllern (oder Böllern im Allgemeinen) kann ganz schön nervig werden. Wie gut, dass dieses Jahr kein Feuerwerk verkauft wird und die Grenze nach Polen auch zu ist. Da muss man schon kreativ werden, wenn man seine Nachbarn nerven möchte.


Luft wie im Bürgerkrieg

Ein Feuerwerk auf der Straße, dass viel Rauch produziert und das Bild vernebelt.
Wenn man die eigene Hand vor Augen nicht mehr sehen kann, dann ist Silvester in Berlin. Foto: Imago Images/Marius Schwarz

Nach so einer Silvesternacht mit viel Feuerwerk ist die Luft in Berlin wortwörtlich zum Brechen. Da helfen die Mund-Nasen-Masken, die wir dieses Jahr so fleißig getragen haben auch nicht mehr viel. Außerdem ist diese jährlich an Silvester auftretende Luftverschmutzung weder gut für unsere Gesundheit, noch für die Umwelt und das Klima. Die zunehmende Luftverschmutzung in den Städten ist eh schon ein großes Problem, da muss man sie durch Feuerwerk nicht noch verschlimmern. Fazit: Die sonst so schneidende Luft in Berlin, sodass man sich wie im Bürgerkrieg fühlt, werden wir dieses Jahr definitiv nicht vermissen.


Wochenlang Müll auf den Straßen

Müll von Feuerwerksbatterien und Raketen liegt auf der Straße.
Noch zwei Wochen nach Silvester findet man normalerweise Müll aus der Silvesternacht auf den Gehwegen Berlins. Hoffentlich wird dies 2021 anders. Foto: Imago Images/Marius Schwarz

Alle können Feuerwerk abfeuern, aber niemand kann seinen Müll danach wieder mitnehmen. Die Folgen? Noch Wochen nach Silvester sind die Straßen Berlins verschmutzt und auf den Gehwegen liegen die abgefeuerten Feuerwerksbatterie oder Raketenreste rum. Da fragt man sich doch ehrlich, wieso man seinen Schei* nicht einfach wieder mitnehmen kann. Bleibt zu hoffen, dass wir dieses Jahr durch das Verkaufsverbot von Feuerwerksartikeln davon ein wenig verschont bleiben.


Kotzende Freunde rechts und links

Pärchen im Badezimmer. Sie hängt über der Kloschüssel, er reibt sich angestrengt den Kopf.
Auf betrunkene Freunde aufzupassen, kann ganz schön nerven. Silvester 2020 müssen wir nur auf uns selbst aufpassen. Foto: Imago Images/Science Photo Library

Auf einer Silvesterparty fließt der Alkohol in Strömen. Silvester ist schließlich nur gut, wenn man sich an Neujahr an nichts mehr erinnern kann. Da kann es schonmal passieren, dass man den letzten Gin Tonic lieber nicht getrunken hätte oder der zwölfte Shot zu viel war. Blöd nur, wenn man die Mami oder der Papi der Gruppe (oder einfach nur um das Wohl seiner Freunde besorgt) ist und man sich den restlichen Abend dann damit befassen muss, seine Freunde zu babysitten.

Dieses Jahr ist das anders. Keine Freunde da, um die man sich kümmern muss, damit sie keinen Blödsinn anstellen. Wir werden unsere Freunde an diesem Silvester zwar vermissen, aber wenigstens können wir dieses Jahr in Ruhe unseren Abend verbringen. Was das bedeutet, kann dann jeder ja für sich allein entscheiden.


Die Frage, wie man um 4 Uhr nachts besoffen nach Hause findet

Zwei Betrunkene auf dem U-Bahnhof Tegel in Berlin.
Am Silvesterabend enden wohl viele Betrunkene schlafend auf einem Bahnhof. Dieses Jahr ist der Weg ins eigene Bett kürzer. Foto: imago images/Jürgen Ritter

Hat man erst einmal alle Freunde versorgt und dabei selbst noch drei Bier getrunken, um nicht völlig den Verstand zu verlieren, muss man sich irgendwann auch auf den Heimweg begeben. Zwischen verschwommenem Blick und der sich langsam anbahnenden Müdigkeit, ist es manchmal gar nicht so einfach, die richtige Bahn gen Heimat zu finden. Erfreulicherweise ist dieses Jahr der Weg ins eigene Bett recht kurz. Selbst mit ein paar Sekt und Cocktails intus sollte man den Gang von der Couch ins Bett doch locker schaffen. Oder? Eine ganz wunderbare Strecke für einen unverkaterten Neujahrsausflug ist zum Beispiel die U5: Aus der Platte ins politische Zentrum.


Leute, die dich nach deinen guten Neujahrsvorsätzen fragen

Eine Kalenderseite auf der die guten Vorsätze fürs neue Jahr vermerkt sind.
Neujahrsvorsätze wären eigentlich eine gute Sache – wenn man sich doch nur daran halten würde. Foto: Imago Images/McPHOTO

„Und? Was hast du dir für gute Vorsätze für 2021 vorgenommen?“ – diese Frage nervt, doch besonders auf Silvesterpartys ist sie meist unausweichlich. Dabei wissen wir doch alle, dass diese guten Neujahrsvorsätze der reinste Quatsch sind. Mit viel Glück hält man sich die ersten zwei Wochen daran, gesünder zu essen oder mehr Sport zu treiben. Danach ist wieder alles beim Alten und man ist noch frustrierter, weil man nicht einhalten konnte, was man sich vorgemacht … ich meine, was man sich vorgenommen hat.

Dieses Jahr wird uns hoffentlich niemand fragen, wie unsere Vorsätze aussehen und wenn doch, dann sollte die Antwort am besten „Ich habe keine Neujahrsvorsätze!“ lauten. Denn eins haben wir 2020 gelernt, Selbstoptimierung ist gut, aber optional. Wenn ich in 2020 damit nicht angefangen habe, dann werde ich das sicherlich auch in 2021 nicht tun.


Permanente Sirenen von Polizei und Feuerwehr

Eine Reihe an Feuerwehr Autos und Rettungswagen. Im Hintergrund Feuerwerk.
Am Silvesterabend hört man dauerhaft Sirenen vor der eigenen Tür – hoffen wir, dass es dieses Jahr ruhiger wird. Foto: Imago Images/Seeliger

Silvesterabende sind nicht nur von großen Partys und viel Alkohol, sondern auch von den permanenten Sirenen vor der Haustür geprägt. Polizei, Feuerwehr, Rettungswagen – sie alle sind in der Silvesternacht dauerhaft im Einsatz. Weil das Tischfeuerwerk den Tannenbaum erwischt oder der angetrunkene Kumpel der Meinung ist, die Rakete aus der Hand feuern zu wollen. Bis dann plötzlich ein Finger fehlt oder die gesamte Hand verbrannt ist. Denn statistisch gesehen verletzten sich mit Abstand die meisten Menschen in Deutschland innerhalb von 24 Stunden in der Silvesternacht.

Ähnlich zu unserem Müllproblem lässt sich nur hoffen, dass die Polizei, die Feuerwehr und die Rettungswagen in diesem Jahr dank des Feuerwerkverbots weniger zu tun haben. Auch, weil die Menschen vernünftig sind und sich an das Versammlungsverbot halten. Obwohl diese Hoffnung angesichts der vielen Querdenker manchmal echt schwer fällt, wollen wir den Glauben an die Menschheit noch nicht aufgeben.


Die Angst, von einer Rakete oder einem Böller getroffen zu werden

Feuerwerk auf dem Teufelsberg in Berlin.
Wer sich kurz nach Mitternacht auf die Straße traut, der muss ganz schön mutig oder lebensmüde sein. Foto: Imago Images/Michael Schulz

Wer sich nach Mitternacht auf die Straße traut, weil er selbst etwas zu verfeuern hat oder einfach mitten drin im Geschehen sein will, dem sollte das Gefühl von leichter Angst von einem Böller getroffen zu werden, nicht unbekannt sein. Zu viele Menschen, die ihr buntes Feuerwerk abfeuern wollen, achten nicht auf die Menschen um sie herum, werfen den Böller genau vor die Füße einer jungen Frau oder haben dann doch ein Problem damit, die Rakete in Richtung Himmel zu schicken, weil es ja eh viel lustiger ist, damit auf die eigenen Freunde zu zielen.

Der Vorteil dieses Jahr? Wenn niemand Feuerwerk hat und ein allgemeines Versammlungsverbot besteht, werden die meisten Menschen Silvester 2020 hoffentlich zuhause sein, sodass sie weder sich selbst noch anderen schaden können.


Den Stress, sich mit Leuten im Supermarkt um Raclettekäse zu streiten

Zwei Raclette Pfännchen mit Gemüse und Käse.
Erst Klopapier, dann Kreuzkümmel, nun Raclettekäse. Hat der Streit im Supermarkt jemals ein Ende? Foto: Imago Images/Shotshop

Rein theoretisch könnte es auch im Jahr 2020 noch der Fall sein, dass man sich mit der netten Oma von nebenan um die letzte Packung Raclettekäse streiten muss. Wie wir dieses Jahr schließlich gelernt haben, neigten während der Pandemie viele Menschen dazu Produkte zu horten, wodurch es zu Engpässen in den Supermärkten und regelrechten Kämpfen um Klopapier kam.

Doch seinen wir mal ehrlich. Lohnt es sich überhaupt zu zweit ein ganzes Raclette aufzubauen oder reichen Nudeln dieses Jahr nicht auch? Wenn es dann doch der Raclettekäse sein soll, könnt ihr in diesen 12 Käseläden in Berlin ganz besonderen Käse kaufen.


Unangenehme Gespräche mit Fremden auf Partys

Zwei Frauen mit Cocktailgläsern in der Hand lachen und unterhalten sich.
Immer schön lächeln, auch wenn man nicht versteht, worüber der betrunkene Gesprächspartner gerade spricht. Foto: Michael Discenza/Unsplash

Gespräche auf Partys können ganz schön unangenehm sein. Das war auch vor Corona und dem Jahr 2020 schon so. Durch die anhaltenden Kontakt- beschränkungen und Versammlungsverbote sind unsere sozialen Kompetenzen jedoch noch geringer geworden. Da können wir doch alle froh sein, dass wir uns mit seltsamen Gesprächen auf Partys erst wieder in 2021 befassen müssen und Silvester dieses Jahr schlimmstenfalls in einem Streit mit unserer Katze endet.


Mehr Berlin

Zuletzt war das Verkaufsverbot von Feuerwerk stark diskutiert und durch eine freundliche Bitte ersetzt worden. Wieso ein Verbot von Feuerwerk an Silvester dennoch sinnvoll ist, könnt ihr im Kommentar „Länder sind für Feuerwerk an Silvester: Logik und Sinn schon weggeböllert“ nachlesen. Welche Regelungen an Silvester in Berlin gelten, lest ihr hier.

Was darf am Jahresende nicht fehlen? Richtig eine Vielzahl an Jahresrückblicken. Hier ist unser tipBerlin Jahresrückblick im Corona-Jahr 2020 und das ganz in Form unserer tipBerlin-Karten. Corona war in diesem Jahr das große Thema. Lest hier 12 Unwörter, die wir 2020 gelernt haben: Von Lockdown bis Querdenker. Einige unschuldige Wörter wie Klopapier oder Händewaschen können wir dank der Pandemie ebenfalls nicht mehr hören. Doch es gab auch andere Berliner News – ganz ohne Viren und Corona.

Wer sich eher für die aktuelle Corona Lage interessiert, kann hier nachlesen, wo und wie man einen COVID-19-Test bekommt. Wir können nur hoffen, dass im Jahr 2021 die Pandemie wieder etwas beruhigt. Eine Impfung könnte hier der erste Schritt zur Besserung sein. Doch ab wann impft Berlin? Aktuelle Infos zu Impfzentren, Zeitplan und Ressourcen gibt es hier. Auf diese 12 Dinge nach Corona freuen wir uns übrigens besonders.