Bildung

Bildung in Berlin: Spannende Vorträge, Lesungen und Führungen

Ihr wollt euer Hirn mit vielen spannenden Informationen marinieren, sehnt euch nach Bildung in Berlin? Sehr schön, denn die Hauptstadt hat diesbezüglich einiges zu bieten. Es gibt viele Institute, Universitäten und Bibliotheken, die regelmäßig Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Seminare veranstalten. Wir haben besonders interessante Veranstaltungen aus dem Berliner Bildungsbereich für euch rausgesucht.


Auf den Spuren der DDR-Opposition

Die Zionskirche in Berlin. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Welche Bedeutung hatten die Zionskirche und die St.-Elisabeth-Kirche in der DDR, wo formierte sich Widerstand gegen das SED-Regime und wer war eigentlich Wolfgang Biermann? Diese Fragen werden bei einer Tour durch Berlin beantwortet. Mittels Berichten und zeitgenössischen Texten gibt Tourguide Maurice Schuhmann, Politikwissenschaftler, Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin, Einblicke in die oppositionellen Bewegungen in der DDR.

  • Treffpunkt: S-/U-Bahnhof Schönhauser Allee, vor den Schönhauser Arcaden, Prenzlauer Berg, 20.8, 14 Uhr, weitere Infos hier

Fluchtpunkt Berlin. Ein halbes Jahr nach der russischen Invasion in die Ukraine

Zu Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine gab es in Berlin viele Hilfsprojekte für die Geflüchteten. Wie sieht’s heute aus? Foto: Imago/Zuma Wire

Fast ein halbes Jahr ist es her, dass Russland den Angriffskrieg auf die Ukraine startete. Viele Menschen flüchteten darauf nach Berlin. Viele engagierte Bürger:innen halfen den Geflüchteten, sammelten Spenden, organisierten Fahrten, sorgten für Unterbringungen. Was hat sich seitdem getan? Welche Erfahrungen haben die Geflüchteten in der Stadt gemacht? Welche Erkenntnisse hat der Senat gewonnen, etwa bezüglich des Umgangs mit Krisensituationen? Und wohl am wichtigsten: Wie geht es weiter? Die Berliner Zentrale für politische Bildung und rbb24 Inforadio haben dazu eine Podiumsdiskussion organisiert. Mit dabei: Katja Kipping, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Danylo Poliluev-Schmidt, Allianz Ukrainischer Organisationen, André Härtel, Stiftung Wissenschaft und Politik, und Tetiana Goncharuk, Leiterin des Frauentreffs HellMa.

  • Berliner Landeszentrale für politische Bildung Hardenbergstraße 22–24, 24.8, 18.30-20.30 Uhr, Charlottenburg, Anmeldung hier

Filme über die DDR-Vergangenheit

Stasi-Zentrale: Seit 2020 findet im Sommer das Campus-Kino statt. Foto: Bundesarchiv, Anna Wetzel

Das „Campus-Kino” präsentiert bis zum 3. September Filme zur DDR-Vergangenheit und Staatssicherheit, zum Archiv und zur Aufklärung bei freiem Eintritt im Innenhof der Stasi-Zentrale. Es werden Dokus mit verschiedenen Schwerpunkten gezeigt, etwa eine über die Toten Hosen oder auch über Fluchtgeschichten

  • Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie – Haus 22 Ruschestr. 103, Lichtenberg, Eintritt frei, Termine meist dienstags, donnerstags sowie am Sonnabend (außer 27.8.), 19.30 Uhr, Eintritt frei

DenkMalTour: Friedhof der Sozialisten

Die Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde. Foto: Imago/Reiner Zensen

Auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde finden sich die Gräber vieler bekannter Persönlichkeiten aus SPD und KPD, vor allem in der Gedenkstätte für Sozialist:innen, dem Denkmal für wichtige Figuren der Arbeiter:innenbewegung. Die Rosa Luxemburg Stiftung veranstaltet dazu eine Führung, gibt zudem Einblicke in die Welt des Sozialismus, des aktiven Widerstands.

  • Eingang Zentralfriedhof Friedrichsfelde Gudrunstraße 20, Lichtenberg, 13.8, 14-16 Uhr, 4 €, weitere Infos und Anmeldung hier

Wie funktioniert die EU?

Keine Ahnung was hier zu sehen ist? Wird wohl Zeit für ein Auffrischungskurs in Sachen EU. Foto: Imago/imagebroker

Eigentlich gehört die Europäische Union zum Schulstoff, doch häufig bleibt dieser nicht hängen. Das ist völlig normal. manchmal scheitert’s am mangelnden Interesse der Schüler:innen, manchmal an den didaktischen Fähigkeiten der Lehrkraft. Meistens jedoch dürfte das in den Schuljahren angesammelte Wissen schlicht durch neues ersetzt worden sein. Ein kleiner Auffrischungskurs zu Geschichte, Institutionen, Entscheidungswege und Finanzen der Europäischen Union dürfte also nicht schaden. Umso schöner ist doch, dass es einen kleinen Blick in das Ideen-Portfolio zur Entwicklung der EU geben wird.

  • Berliner Landeszentrale für politische Bildung Hardenbergstraße 22-24, Charlottenburg, 25.8, 17-19 Uhr, Teilnahme ist entgeldfrei, Anmeldung hier

Was war Berlin, was ist Berlin?

Im Märkischen Museum könnt ihr einiges über Berlin lernen. Foto: Imago/PEMAX

Berlin ist für viele außenstehende künftige Medienschaffende ein Sehnsuchtsort, für Start-up-Entreprenöööre ebenso. „Zu den Laptops, ihr Glücksritter:innen, das große Geld wartet bereits!“ Natürlich steckt hinter Berlin noch mehr. Nur wenige Schritte in die Vergangenheit reichen bereits, etwa in die Zeit vor dem Mauerfall, als die Stadt noch geteilt war. Doch wann wurde die Stadt gegründet, wie sah sie davor aus und warum sprechen die Bewohner:innen so einen schrägcharmanten Dialekt? Das Märkische Museum hat zu diesen Fragen eine Ausstellung ausgerichtet.

  • Märkisches Museum Am Köllnischen Park 5, Mitte, Führungen: jeden 2. und 4. Sonntag im Monat, 14 Uhr, 10 €, ermäßigt 6 €, weitere Infos hier

Humboldt Labor – Nach der Natur – Überblicksführung

Das Humboldt Labor: Hier gibt es immer was zu lernen. Foto: Imago/Eberhard Thonfeld

Wie Klimawandel, die Arbeitsbedingungen in einer Textilfabrik in Bangladesch und das Insektensterben in der Uckermark zusammenhängen, könnt ihr bei einer Führung durch das Humboldt Labor erfahren. Dort gibt es eine Ausstellung zu den Folgen des Klimawandels und den komplexen Verzweigungen vieler Missstände, die diesen gefördert haben.

  • Humboldt Forum: Humboldt Labor Schlossplatz, Mitte, Sa 12.30-13.30 Uhr, So 16-17 Uhr, 8 €, weitere Infos und Anmeldung hier

Stadt verhören: Ein Hörspaziergang zur NS-Geschichte in Steglitz

Die Spiegelwand am Hans-Ehlers-Platz. Foto: Luis Krumm

Stolpersteine, Denkmäler, Museen, Dokumentationen, aber auch filmische sowie musikalische Inszenierungen sorgen dafür, dass die Schrecken des NS-Regimes niemals in Vergessenheit geraten. Ein aktueller Beitrag zur Erinnerungskultur ist ein digitaler Hörspaziergang durch Steglitz von Fabian Eckert, Gründer von Tonspur. Urbane Erkundungen, und der Historikerin Melanie Eis. Lohnt sich.

  • Hörspaziergang Hermann-Ehlers-Platz (Start), ca. eine Stunde, weitere Infos hier

Wir sind nicht allein

Im Zeiss Planetarium könnt ihr euch über außerirdisches Leben informieren. Foto: Imago Images/Sabine Gudath

Unzählig viele Sterne, allein im beobachteten Universum, aber von Leben keine Spur. Dabei könnte es durchaus bewohnbare Planeten, also solche mit Wasser und einem Magnetfeld, das ausreichend vor kosmischer Strahlung schützt, in unserer Milchstraße geben, Forschende schätzen rund 40 Milliarden. Der Astronom Frank Drake stellte entsprechend in den 1960er-Jahren eine Formel auf, mit der wir angeblich berechnen können, wie viele technisch fortgeschrittene Zivilisationen es in der Milchstraße geben könnte. Positiv: Die Formel zeigt, dass selbst eine winzige Wahrscheinlichkeit von intelligenten Leben auf einem bestimmten Planeten kein Hindernis für intelligentes Leben im All ist. Negativ: Die Formel rechnet mit Fantasiewerten, ist ergo unbrauchbar. Doch natürlich beschäftigt das Thema auch heute noch viele Forschende. Wie sie arbeiten, was sich seit Drake getan hat, erfahrt ihr unter anderem im Zeiss Planetarium. Es ist nur eine von vielen Veranstaltungen für den Jahresschwerpunkt „wirsindnichtallein“.

  • Wir sind nicht allein mehrere Standorte, regelmäßige Termine, Tickets und weitere Infos hier

Elektropolis-Tour

Gründerzentren gab es auch lange bevor Leute in schwarzen Kapuzenpullovern und mit ausreichend familiären Startkapital ihre Tempel für großspurige App-Visionen und bescheidene Arbeitsbedingungen errichteten. An der Spree entstand etwa Ende des 19. Jahrhunderts der Kern für die Berliner Stromversorgung, ein Elektrizitätswerk, welches die Aktien-Gesellschaft-Berliner-Elektricitätswerke betrieb. Heute findet sich unter anderem der Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft in einem der alten Fabrikgebäude. Bei der Elektropolis-Tour erfahrt ihr, wie die Gegend um die Spree auch nach großen Umbrüchen ein Innovationsmotor bleiben konnte.

  • Elektropolis-Tour Reinbeckstraße 9, Schöneweide, regelmäßig freitags und sonntags ab 12 Uhr, weitere Infos und Karten hier

Mehr Veranstaltungen

Mehr Veranstaltungen gefällig? Kultur-Tipps für dieses Wochenende von Kunst bis Konzert. Wenn ihr wissen wollt, was Berlin bewegt, findet ihr hier all unsere Stadtleben-Texte. Immer auf dem Laufenden bleiben: Abonniert unseren wöchentlichen tipBerlin-Newsletter.

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