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Gamestate Berlin: Das neue Arcade-Spieleparadies Potsdamer Platz

Alles so schön bunt hier: Die Gamestate Arcade ist Berlins neueste und größte Retro-Spielhalle. In der neueröffneten Attraktion im The Playce kommt bei 3D-Mario-Kart, Riesen-Pac-Man und Air- Hockey Nostalgie und Spielfreude auf. Unsere Autoren Martin Schwarzbeck und Lennart Koch haben das Automatenparadies am Potsdamer Platz ausprobiert.

Basketball-Action in der Gamestate Berlin, der neuen Arcade am Potsdamer Platz. Foto: Gamestate

Was gibt es in der Gamestate Berlin?

Vom Ghostbusters-Shooter mit Plastik-Energiestrahler über Europas größten Pacman-Bildschirm bis zum Licht-Springseil sind um die 70 Automaten auf mehr als 1.000 Quadratmeter versammelt. Überall leuchtet und blinkt, fiept und düdelt es. Kein einziger einarmiger Bandit ist dabei, kein Glücksspiel, sondern Kisten, an denen man Äxte werfen, Jetski fahren (mit Wind- und Welleneffekt) und –Trommelwirbel – Mario Kart in Kartcockpits steuern kann. Ein Kindheitstraum. Womit fangen wir nur an? Da! Ja! Wir erschießen eine Armee kleiner weißer Häschen mit Saugnapfpistolen.

Überall blinkt und dudelt es. Foto: Gamestate

Gamestate Berlin: Wer steckt dahinter?

Gründer von Gamestate und Betreiber von verschiedenen Arcade-Centern in Europa ist die niederländische Family-Entertainment-Firma Veltmeijer Group. Die Spielhalle des Familienunternehmens gehört zu den ersten eröffneten Attraktionen im The Playce, den umgebauten Arkaden an der Alten Potsdamer Straße. Demnächst soll in dem Gebäude auch die Firma Mattel mit einem Flagship-Store einziehen. Auf 4000 Quadratmetern können dann jüngere Gäste in die Welten von Barbie oder Hot Wheels eintauchen. Insgesamt sind 90 Ladengeschäfte und ein großer Gastronomiebereich im Komplex geplant. Passt zum Potsdamer Platz, der sich im ständigen Wandel befindet.

Mehr als 70 Automaten versprechen Spaß in Berlin. Foto: Gamestate

Gamestate Berlin: Was rockt am meisten?

Ein Surfgame mit  Balance-Board, Atari-Pong mit 3-D-Schaumstoffpixeln, 4-gewinnt-Basketball. Es gibt auch ein King-Kong-VR-Brillen-Spiel, bei dem man auf einer spektakulären Dschungelfahrt Monster beiseitewedeln muss. „Ich habe einen Dinosaurier geschlagen!“, ruft Testperson Koch. Die heißeste Action bietet dennoch das gute alte Airhockey. Der Name Gamestate Arcade ist etwas irreführend. Der reizüberflutende Ort erinnert zwar optisch an eine Retro-Spielhalle, jedoch sind wirkliche Arcade-Klassiker wie Street Fighter oder Donkey Kong, wenn überhaupt, in Neuauflagen vorhanden. Insgesamt ist das hier schon alles moderner, macht aber Spaß – fast wie früher.

Atari-Pong und Riesen-Pac-Man gehören zu den Highlights. Foto: Gamestate

Lohnt sich die Gamestate Berlin?

Die Spiele kosten durchschnittlich ein Euro, viele von ihnen sind nach ein paar Sekunden schon wieder vorbei. Am meisten lohnt sich der riesige Bubble-Shooter, bei dem man in einem vibrierenden und lärmenden Cockpit mit Geschützen auf bunte Kugeln ballert. Aber natürlich nur, wenn man nicht schon in der ersten Runde ausscheidet. Wir haben es immerhin bis Runde fünf geschafft. Ob das eine gute Leistung war, ist eine andere Frage.

Unsere Autoren Martin Schwarzbeck und Lennart Koch mit ihren gewonnen Tickets. Foto: Yoshi/Gamestate

Wer eine Weile bei Gamestate durchzocken will, muss also schon etwas Geld mitbringen. Vier Stunden ununterbrochene Bespaßung für zwei Personen sind rund 100 Euro wert. Aus vielen Automaten kommen Tickets raus, die man am Schluss in Preise umtauschen kann. Man gewinnt immer, unabhängig von den Fertigkeiten. Weniger suchtgefährlich aber auch enttäuschend, wenn man, wie wir, den Hauptgewinn erspielt und trotzdem nicht mehr Tickets bekommt als andere.

Der Adoptiv-Hai der tip-Redaktion. Foto: Yoshi/Gamestate

Umwelttechnisch sind die nichtdigitalen Tickets schwierig, von vielen Retro-Fans aus Nostalgiegründen jedoch gefordert, wie uns der äußerst hilfsbereite Assistent-Manager Yoshi erklärt. Seine Lieblingsattraktion ist übrigens das King-Kong-Abenteuer. Etwas schuldbewusst aber auch stolz füttern wir die Zählmaschine mit über 6.000 Papierschnipseln, dafür bekommen wir einen ferngesteuerten Hai. Aktuell arbeiten wir an der Sorgerechtsregelung.

  • Gamestate Berlin Alte Postdamer Straße 7, So–Do 12–0 Uhr, Fr+Sa 12–1 Uhr, Eintritt für Minderjährige nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigen

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