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Berlin BoomBox

Turnschuhe, Kapuzenpulli, Käppi – und ein Ghettoblaster auf der Schulter, aus dem Grandmaster Flash schallt. So oder ähnlich könnte man den stil­sicheren Teenager der 80er-Jahre beschreiben. Der Ghettoblaster überdauerte aufgrund seiner Unhandlichkeit nicht lang. Der Walkman hielt sich,  dann kam der Discman. Der MP3-­Player brachte seine drei Vorgänger schließlich zum Schweigen. Als dann die Marke mit dem kleinen angebissenen Apfel – seit jeher bekannt für minimalistisches Design – das Smartphone unter die Leute brachte, läutete sie ungewollt einen Rückwärtstrend ein.

Seitdem regiert nämlich der Retrolook: Es werden Dockingstations als antiquarische Bücher getarnt und Sicherheitshüllen mit Kassettenmotiven bedruckt. Je schnittiger und flacher die Technik, umso größer scheint die Nostalgie der Nutzer und ihr Verlangen danach, die Produkte zu individualisieren. Das gipfelt nun in der Berlin Boombox: eine selbstzusammen­bastelbare Lautsprecherbox – aus Pappe. Passenderweise ist das Motiv derselben einem alten Radiorekorder nachempfunden, was eine gewisse Ironie innehat. Allerdings kann man mit der Pappversion weder Radio noch Kassetten oder CDs hören, aber einen MP3-Player oder ein Smartphone anschließen. Eine schöne, wenngleich etwas überflüssige Hommage an die Technik der 80er-Jahre.   

Texte: Lea-Maria Brinkschulte

Berlin BoomBox
www.berlinboombox.com

 

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