Shopping

Concept-Stores in Berlin

TrueffelschweinAufgespürt
Bei Trüffelschwein werden Hosen, Pullover, T-Shirts, Taschen, Duffelcoats oder Bootsschuhe in bester Qualität verkauft, die sich ebenso gut zum Lachsfischen in Schottland wie zum Galerie-Hopping in Berlin eignen. Oder, wie es Inhaber Lyon Rocque sagt: „Wir verkaufen gerne die Wochenend-Kleidung für Männer, die sonst Anzug tragen.“ Lyon Rocque und sein Partner Ralf Lennenbrink finden tolle Stücke für Männer, die sich gerne gut und geschmackvoll, aber niemals grell kleiden wollen. Auch wenn es schon mal eine Badehose in orange oder ein gewagtes Streifenhemd in den gediegenen Verkaufsraum schaffen. Text: Iris Braun,

Trüffelschwein Rosa-Luxemburg Straße 21, Mitte, Mo–Sa 12–20 Uhr, Tel. 70 22 12 25, www.trueffelschweinberlin.com

JET_c_FalkWeissBerlinerisch
Bei Jet hängt ausschließlich Berliner Design an der Stange: Franzius, Stil vor Talent, Boessert/Schorn oder AVR:van reimersdahl – von edel bis ausgeflippt ist alles dabei. Spannend sind die changierenden Oberteile und Kleider von Boutique 5000. Auf den ersten Blick sieht das Material aus wie leichte Seide. Aber es ist feinste Baumwolle, in die dünne Metallfäden eingewoben sind. Das Label mono.gramm fasziniert mit quadratischen Schnitten, die am Körper fließend fallen. Auf der rechten Seite des Ladens haben auch Männer eine Ecke, wo besonders die fantasievoll geschnittenen Hosen von Anne Schmuhl begeistern. Text: Annika Silja Sesterhenn, Foto: Falk Weiß

JET Selected Berlin Fashion, Memhardstraße 1, Mitte, Mo–Sa 12–19 Uhr, Tel. 41 99 78 96, www.jet-berlin.de

Konzept86Musterhaft
Neonlicht tüncht den nüchternen Raum im ehemaligen Postamt in helles Rot. „Klar auf Avantgarde fokussiert – aber unkompliziert zu tragen“, umreißt Mitgründer Niccolт Montanari das Konzept, Wiederverwendung und Entschleunigung eingeschlossen. Sieben internationale und deutsche Labels bietet Konzept 86, im Lauf des Julis werden es mehr. Das It-Piece kommt vom preisgekrönten Label Grosser Heinrich und ist was fürs geübte Auge. Eine Strick-Legging in Gelb und Grau, ihr Muster erinnert an einen Mix aus Computergrafik und Rorschachtest. Wer mit der internationalen Avantgarde erst mal vorsichtig auf Tuchfühlung gehen will, kann sich sein Lieblingsteil für 20 Prozent des Verkaufspreises ausleihen. „Ganz einfach war es nicht, einige Designer für diese Idee zu gewinnen“, so Montanari. Das Thema der Wiederverwendung findet sich auch in der Shop-Gestaltung: Eine textile Wandskulptur entstand aus Fenster-Sichtschutz, die Kleiderständer aus vorgefundenen Rohren. Die geräumige Ledertasche des griechischen Labels Conquistador würde Montanari am liebsten gar nicht hergeben. Verständlich, das gute Stück ist ungewöhnlich aber unprätentiös und im besten Sinne zeitlos. Text: Katrin Falbe, Foto: Konzept86

Konzept 86 The Wye, Skalitzerstraße 86, Kreuzberg, Mo 14–18 Uhr, Di-Sa 10–18 Uhr, www.konzept86.com

Murkudis_c_COLORSTORM_DIGITAL_BERLINVersteckt
Bei Andreas Murkudis gehört Unsichtbarkeit zum guten Stil: Inmitten der quirligen Potsdamer Straße, zwischen Spätkauf und Galerie, weisen lediglich schlichte schwarze, aufgeklebte Buchstaben an der Einfahrt darauf hin, dass sich im Hof des ehemaligen Tagesspiegel-Gebäudes einer der gefragtesten Stores der Berliner Modelandschaft befindet. Seit Juli 2011 werden hier ausgewählte Produkte präsentiert: Mode, Accessoires, Düfte, Kosmetik, Schmuck, Möbel und sogar Teppiche. Die Idee für den Laden sei gewesen, sich mit Dingen zu umgeben, die er selbst gerne hätte, erzählt Andreas Murkudis. Zur Eröffnung suchte etwa Designer Dries van Noten die zwölf schönsten Stoffe der letzten 13 Saisons. Der Kunde kann ein Kleid in verschiedenen Größen anprobieren und selbst einen Stoff auswählen, aus dem es dann in Belgien handgefertigt wird. Darüber hinaus gebe es in den verschiedenen Bereichen aber nur wenige Marken, mit denen man langfristig zusammenarbeite. Kriterien bei der Auswahl sind Idee, Design, Qualität und Herkunft. So wird versucht, kleine Manufakturen und traditionelles Handwerk zu unterstützen. Neben großen Namen wie  Cйline, Balenciaga und Maison Martin Margiela werden auch Produkte angeboten, die weniger bekannt sind. Text: Lene Albrecht, Foto: Colorstorm Digital / Berlin

Andreas Murkudis Potsdamer Straße 81E, Tiergarten, Mo–Sa 10–20 Uhr, Tel. 680 79 83 06, www.andreasmurkudis.com

thecornerberlinFilmreif
Wer zu THE CORNER BERLIN anreist, trägt schon mal Namen wie Tom Cruise, Catherine Deneuve oder Jude Law. Vom israelischen Top Model Bar Refaeli ist bekannt, dass sie hier alle verfügbaren Louboutins in ihrer Größe mitnahm. Für Hausherr Josef Voelk, der seine Karriere beim Film begann und lange Jahre Visconti assistierte, muss das angebotene Design nicht nur höchste Qualität in Form und Material besitzen, sondern unbedingt innovativ sein. Ins Schwärmen gerät der studierte Kunsthistoriker bei der Formensprache der britischen Designerin Phoebe Philo, die aus dem angestaubten Label Cйline eine Kultmarke machte und mit klaren, fast strengen, aber nie spröden Entwürfen punktet. Text: Katrin Falbe

The Corner Berlin East Französische Straße 40, Mitte, Mo–Fr 10.30–19.30 Uhr, Sa 10–19 Uhr, Tel. 20 67 09 40, www.thecornerberlin.de

MientusAngesehen
Gestartet 1937 als Herrenausstatter firmiert der Hauptsitz des Familienunternehmens in der Charlottenburger Wilmersdorfer Straße längst als Flagshipstore. Auf drei Etagen finden sich klassische Anzüge ebenso wie Sports- und Casualwear, außerdem der Shop-in-Shop des Labels Y-3 sowie ausgewählte Schuhe, Brillen oder Düfte. Als „nie zu langweilig und nie zu laut“ beschreibt Geschäftsführer Stephan Mientus den typischen Stil, den man hier findet. Bei den Modemarken ist Mientus hochangesehen: Zum aktuellen 75. Jubiläum des Hauses ließen viele Labels exklusive Teile für das Modehaus entwerfen; darunter sind Stücke von Dolce?&?Gabbana, Dior, Lanvin, Dsquared oder Moncler. Text: Lene Albrecht

Mientus FlagshipStore Wilmersdorfer Straße 73, Charlottenburg, Mo–Sa 10–19 Uhr, Tel. 323 90 77, www.mientus.com

Konk_c_AnneMakarovBesonders
Ein wunderbarer Mädchenladen! Obwohl Neu-Inhaberin Edda Mann nun auch Männersachen führt, sind es die Kleider von Berliner Labels wie Franzius, Starstyling oder Thone Negrуn, dazu Ketten von Naoko Ogawa, die den Laden so besonders machen. Edda Mann hat erst Kunst studiert und dann Kostümschneiderin gelernt – sie hat also sowohl ein Auge für Schnitte und Materialien als auch für die Verarbeitung. Hier kann man sich darauf verlassen, das der Satz: „Sieht angezogen super aus!“ auch stimmt. Oder, besser noch, es gleich vor Ort selbst ausprobieren. Zur Fashion Week beeindruckte Konk übrigens mit einer Decken-Installation, die aus Seidentüchern von Julia Klug besteht. Text: Iris Braun, Foto: Anne Makarov

Konk Kleine Hamburger Straße 15, Mitte, Mo–Fr 12–19 Uhr, Sa 12–18 Uhr, Tel. 28 09 78 39, www.konk-berlin.de

1 | 2 | zurück

Mehr über Cookies erfahren