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Das Hamburger Mode-Label „Comme-il-faut“

Jacke-EddaDas Hamburger Label Comme-il-faut packt das Übel an der Wurzel: Warum Kleidung erst schneidern und dann auf den individuellen Körper zwängen? Stattdessen veranstaltet der Modedesigner Jan Mathias Wiehe zweimal im Jahr einen Showroom, in dem man sich die Muster einer kompletten Sommer – und Winterkollektion anschauen kann. Und dann entscheidet: Welchen Stoff möchte ich, wie lang soll der Ärmel sein und welche Farbe soll das angefertigte Stück haben? Die Klamotten für den Sommer werden dann noch zu dieser Saison geliefert, für den Winter kommt die Post Ende August. Dabei sind die Schnitte von Comme-il-faut durchaus nicht beliebig: Das Label setzt auf dezentes Understatement und unaufgeregte Weiblichkeit. Die Oberteile sind bequem und trotzdem figurbetont, beweisen außerdem durch Detailverliebtheit Sinn für den zweiten Blick. Zu schön, um günstig zu sein? Mitnichten, denn das Konzept umgeht den  kosten – und zeitintensiven Vertrieb über den Einzelhandel, an dem viele kleinere Labels oft scheitern. So ist ein Sommerkleid schon ab 90 Euro, eine Jacke ab 190 Euro zu haben. In Hamburg erfreut sich Comme-il-faut bereits einer Fangemeinde, die zweimal im Jahr an die Ateliertür von Jan Mathias Wiehe klopft. Nun ist der Sommer-Showroom erstmalig auch in Berlin zu sehen: Von Donnerstag, den 19. bis Sonntag, den 22. Mai in der Galerie „Kunstkontor“ im Prenzlauer Berg.

Text: Cosima Grohmann

Comme-il-faut; Kunstkontor Kollwitzstr. 74, 10435 Berlin, 19. Mai bis Sa. 21. Mai, tgl. 11 bis 21 Uhr; 22. Mai von 11 bis 18 Uhr; www.comme-il-faut-fashion.de

 

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