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Geschmackloses im Museum der Dinge

Was ist schön, was hässlich? Diesen Fragen hat sich vor 100 Jahren Gustav E. Pazaurek gewidmet. In seinem Buch „Guter und schlechter Geschmack im Kunstgewerbe“ geißelte Pazaurek „Dekorbrutalitäten“, „Materialprotzerei“ oder die „Selbstherrlichkeit des Ornaments“. Darauf Bezug nehmend präsentiert das Museum der Dinge in seiner Ausstellung „Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks“ abstruse Objekte, wie etwa Edvard Munchs „Der Schrei“ als Schlüsselanhänger oder Salz- und Pfefferstreuer in Porzellanbusenform. Die Schau soll dazu anregen, vergangene und aktuelle Geschmacks­fragen zu überdenken. Außerdem kann man hier auch seine bösen Dinge loswerden:
Wer ein hässliches Objekt abgibt, erhält freien Eintritt.

Text: Eva Apraku

Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Eröffnung: 15.7., 19 Uhr, danach: Fr-Mo 12-19 Uhr (bis 30.11.), Eintritt: 4/2 Ђ,
www.museumderdinge.de

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