Nachhaltigkeit

KO-Markt in Berlin: Vom Repaircafé bis zum Vintage-Shop

Ein nachhaltigeres und sozialeres Leben ist möglich! Das wollen zahlreiche Initiativen und Vereine am Samstag, den 20. Juni beim KO-Markt im Haus der Statistik zeigen.

Das Haus der Statistik am Alexanderplatz lädt zum KO-Markt.
Das Haus der Statistik am Alexanderplatz lädt zum KO-Markt. Foto:imago images/Schöning

Gut drei Monate waren ganz viele von uns corona-bedingt meistens zu Hause. Wir arbeiteten im Homeoffice, unterrichteten und betreuten unsere Kinder, turnten im Wohnzimmer. Und räumten auf! Dabei begegneten wir dem ganzen Konsum-Irrsinn der vergangenen Jahre: Die Schränke voll mit Kleidung, die kaum oder nie getragen wurde. Außerdem hatten sich in der Küche kistenweise vermeintlich hilfreiche Elektrogeräte, die dann doch nur im Wege standen, angesammelt. Im Badezimmer fanden sich ganze Batterien von Cremes und Lotionen, die uns eigentlich schöner und jünger machen sollten, die aber längst eine vorwurfsvolle Staubschicht des Unberührtseins angelegt hatten.

Berliner Initiativen zeigen beim KO-Markt, wie nachhaltiges Leben aussehen kann

Wie unser Leben weniger verschwenderisch, nachhaltiger, auch sozialer und letztlich befriedigenderverlaufen könnte, erkunden über ein Dutzend Initiativen und Vereine, die seit 2015 sukzessive Räume im ehemaligen DDR-Haus der Statistik, einem seit 2008 leer stehenden Gebäudekomplex inder Otto-Braun-Str.70–72 in Mitte, Nähe Alexanderplatz belegt haben. Dazu gehört „Komm & Sieh“, ein von der Berliner Stadtmission initiiertes Wiederverwertungsprojekt für Altkleider. Oder berlinrepair, ein Netzwerk von Repair-Cafés und -Werkstätten, das der Verein „Murks? Nein danke“ins Leben gerufen hat. Auch ein Foodsharing-Projekt, der alternative Bau- und Bildungsmarkt „Kunst-Stoffe – Zentralstelle für wiederverwertbare Materialien e.V.“ oder die „Baufachfrauen“ sind unter dem Motto „ZusammenKUNFT“ im Modellprojekt Haus der Statistik am Start.

Zu erleben diesen Samstag beim sogenannten KO-Markt. Mit zahlreichen Möglichkeiten, an Workshops und Diskussionsrunden teilzunehmen, sich über regional angebaute Lebensmittel zu informieren oder Vintage-Klamotten unter dem Dach einer toll abgerockten Autoscooter-Anlage zu kaufen.

  • KO-Markt im Haus der Statistik, Otto-Braun-Str.70–72, Mitte, 20.Juni, 14-20 Uhr, hausderstatistik.org

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