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Neuer Trend: MBT-Schuhe

Wer einen typischen MBT-Schuh das erste Mal erblickt, muss entweder laut lachen – oder hat Mitleid mit den Menschen, die offenbar durch ein orthopädisches Schicksal zum Tragen einer derart hässlichen Fußbekleidung gezwungen sind: Der klassische MTB-Schuh wirkt nicht nur außergewöhnlich klobig. Er zeichnet sich auch durch eine in Laufrichtung konvex abgerundete Sohlenform aus, die dem Schuh etwas Sektiererisches geben. Eingefleischte MBT-Schuhträger, meist Menschen mit Rückenproblemen, zu denen auch Wolfgang Joop gehört, aber schwören genau darauf: Der wackelige Stand soll Muskeln laufend trainieren und den Halteapparat stabilisieren. Weil der MBT-Schuh sein ästhetisches Non-Plus-Ultra definitiv noch nicht erreicht hat, nahm ihn der Potsdamer Designer im letzten Jahr für sein Wunderkind-Label unter seine gestalterischen Fittiche. Herausgekommen sind dabei drei Ballerina-Modelle, die durch ihre Kombination von feinen Stoffmustern und runder Sohle das Zeug zum modischen Statement haben.

Wobei zunehmend auch andere Schuhfirmen, etwa Skechers oder Mephisto, sich einige der inzwischen abgelaufenen MBT-Patente zunutze machen und ähnliche Schuhe anbieten. Das erinnert an den legendären Roots-Schuh, eine kanadische Erfindung, der vor allem in den 80er-Jahren bei Öko-Pionieren ein absolutes Must-have war.  Natürlichkeit, damals optisch unbedingt gekennzeichnet durch Hässlichkeit, lag schwer im Trend. Auch der Roots hatte eine seltsame Sohle: Sein sogenannter Minusabsatz sollte Barfußlaufen auf Sand simulieren.    

Text: Eva Apraku

www.rootsschuhe.de
www.de.mbt.com
www.joyaschuhe.de
www.de.skechers.com (siehe: „shape-ups“)
www.sanoshoes.com

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