Einzelhandel

Shoppen in Kreuzberg: Die besten Ecken und Geschäfte

Kreuzberg ist nicht nur ein Berliner Szenebezirk und bietet Gastronomie, Bar- und Partykultur en masse. Hier gibt es auch zum Shoppen einige schöne Optionen. Wobei shoppen in Kreuzberg, außer auf der Bergmannstraße, weniger konsumorientiert ist. Nach Kreuzberger Manier lässt man sich eher treiben, entdeckt die kleinen, besonderen Geschäfte fast aus Versehen oder vertrödelt ein paar Stunden in einer der zwei schönen Markthallen im Bezirk. Hier stellen wir euch die besten Ecken in Kreuzberg vor, an die es euch ziehen sollte, wenn es ums Geld ausgeben geht.

shoppen in Kreuzberg Die Bergmannstraße in Kreuzberg 61 ist der beste Anlaufpunkt zum Shoppen in Kreuzberg. Aber auch anderswo im Bezirk kann man wunderbar Geld ausgeben. Wir liefern einen Überblick über die besten Kreuzberger Ecken zum Shoppen.
Die Bergmannstraße ist der beste Anlaufpunkt zum Shoppen in Kreuzberg. Aber auch anderswo im Bezirk kann man in schönen Gechäften gut Geld ausgeben. Wir liefern einen Überblick über die besten Kreuzberger Ecken zum Shoppen. Foto: Imago/Steinach

Kreuzberg 61: Die Bergmannstraße ist die Adresse zum Shoppen in Kreuzberg

Wer von Shopping in Kreuzberg spricht, meint mit hoher Wahrscheinlichkeit die Bergmannstraße. Die nur gut einen Kilometer lange Flaniermeile hat Geschäfte aller Art zu bieten, nirgends in Kreuzberg lässt es sich so zuverlässig und unterhaltsam Geld ausgeben. Dabei versprüht die Bergmannstraße, die mit ihren renovierten Gründerzeitbauten fast ein bisschen ans schöne Prenzlauer Berg erinnert, ein ganz besonderes Flair.

Ein offenes Geheimnis unter Berliner:innen lautet: Einige Einwohner:innen von Kreuzberg 61, durch das auch die Bergmannstraße führt, halten sich schon für ein bisschen besser als die Einwohner:innen in Kreuzberg 36, das sich rund um den Kotti und den Görlitzer Bahnhof erstreckt, wo der Szenebezirk etwas schmuddliger ist und die Hausfassaden unsauberer sind. Kreuzberg 36 oder 61 ist eben ein fortwährender Konflikt.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wenn ihr euch zum Shoppen hier treiben lassen wollt, empfehlen wir euch, einen Blick in diese 12 Geschäfte an der an der Bergmannstraße zu werfen. Und wenn ihr dann schon mal in Kreuzberg 61 seid, könnt ihr euch den restlichen Tag vielleicht mit diesen Aktivitäten versüßen.

Mit gerade einmal 1,3 Kilometern Länge ist die Bergmannstraße keine lange Shoppingmeile. Aber das Gewerbe auf der historischen Straße ist sehr konzentriert, Auswahl und Vielfalt sind groß. Foto: Imago/Kremming

Rumd um die Bergmannstraße gibt es einige Shopping-Highlights, die ihr keinesfalls auslassen solltet. Zum Beispiel befindet sich hier eine von Berlins schönen Markthallen. Die Marheineke Markthalle diente im Ersten Weltkrieg als Suppenküche, im Zweiten Weltkrieg wurde sie so stark zerstört, dass von der historischen Halle kaum noch etwas übrig war. Doch schon kurz nach Kriegsende siedelten sich erste Händler:innen in den Ruinen an. Heute bietet die Marheineke Markthalle Platz für fast 50 Stände und ist eine charmante Adresse für kulinarisches Shopping. Neben den klassischen Obst- und Gemüsehändler:innen gibt es hier Käsestände, Feinkost, Metzger und vieles mehr. Auch ein Veganz-Supermarkt und eine Tchibo-Filiale haben in der Halle Platz, außerdem ein Buchladen und ein wunderbarer kleiner Spielzeughändler. Tipp für alle, die zum Mittagessen bleiben wollen: Besonders empfehlenswert ist die vegetarisch-vegane Kantine „Die kleene Aubergine“, die einen frischen, überaus leckeren Mittagstisch bietet. Hier erhaltet ihr einen Überblick über alle Markthallen in Berlin, ihr Angebot und ihre Lage.

Bergmannstraße Wunderschöne Papeterie und Besonderes zum Einpacken gibt es bei Schwesterherz in der Bergmannstraße.
Wunderschöne Papeterie und Besonderes zum Einpacken gibt es bei Schwesterherz in der Bergmannstraße. Foto: Rosanna Steppat

Einen Katzensprung weiter ist jeden Samstag viel los. Dann bietet der Ökomarkt auf dem Chamissoplatz Städter:innen und Berlin-Besucher:innen Hochwertiges aus dem ländlichen Umland an. Es gibt Schafsmilchprodukte aus der Lausitz, nebenan kann man das Kräutersalz selbst im Steinmörtel stampfen. Ganz nebenbei gewinnt man beim Schlendern über den Markt einen guten Überblick über die gängigen Biozertifikate. Von Demeter und Bioland bis hin zum ­Verbund Ökohöfe Nordost Brandenburg ist alles vertreten. Der Ökomarkt am Chamissoplatz ist einer der ältesten und größten Berlins und definitiv einen Besuch wert. Wer es nicht nach Kreuzberg schafft, sollte auf einem dieser schönen Berliner Wochenmärkte vorbeischauen. Und für die perfekte Orientierung: Diese Berliner Marktstände haben es uns angetan.

In Kreuzberg 36 warten der szenige Mariannenkiez und der Reichenberger Kiez auf entspannte Shopper:innen

Im Mariannenkiez, dem Dreieck zwischen Kottbusser Tor, Oranienplatz und Mariannenplatz tobt tagsüber und auch nachts das Leben. Aber hierher kommt man nicht nur zum Essen, Trinken oder Feiern, sondern kann entgegen der Erwartung auch ganz entspannt shoppen. In der Oranien-, der Adalbertstraße und weiteren kleinen Straßen im Kiez haben sich spannende, kleine Geschäfte eingemietet. Viele von ihnen arbeiten lokal, einige nachhaltig, die meisten haben überraschende, bunte Konzepte, die zum authentischen, manchmal ein bisschen improvisiertem Charme von Kreuzberg 36 passen. Wer zum Shoppen hierher kommt, darf keine Luxusboutiquen erwarten, aber durchaus viele ambitionierte Händler:innen, die Waren verkaufen, die ihr Geld wert sind – von Mode über Alltagsgegenstände bis hin zu Genussmitteln. Wer für einen Einkaufswegweiser durch den Mariannenkiez dankbar ist: Hier haben wir euch tolle Geschäfte rund um die Oranien- und Adalbertstraße aufgelistet.

shoppen in Kreuzberg Abendsonne tanken am Landwehrkanal im Reichenberger Kiez: Das schöne Viertel bietet vor allem viel Gastronomie, aber auch kleine, besondere Läden.
Abendsonne tanken am Landwehrkanal im Reichenberger Kiez: Das schöne Viertel bietet vor allem viel Gastronomie, aber auch kleine, besondere Läden. Foto: Imago/Hoch Zwei Stock/Angerer

Eine Viertelstunde zu Fuß entfernt erstreckt sich am Landwehrkanal der lauschige Reichenberger Kiez, zu dem auch das Paul-Lincke-Ufer gehört. Der Kiez ist mehrheitlich auf gastronomische Erlebnisse ausgerichtet, aber zwischen guten Restaurants, Bars und Cafés findet man durchaus einige interessante Geschäfte, wie den wunderschönen Pflanzenladen The Botanical Room, der definitiv zu den kompetentesten Pflanzenläden in Berlin gehört. Und den sympathischen Buchladen Zabriskie, der Bücher rund um die Themen Ökologie und Natur verkauft. Unser Tipp: Zum Shoppen sollte man sich im Reichenberger Kiez am besten treiben lassen, nicht zu viel, aber auf gar keinen Fall zu wenig erwarten! Und wenn man am Ende nur einen richtig guten Kaffee getrunken und leckere Pizza gegessen hat, ist definitiv auch nichts verloren.

Ans Schlesi fährt man selten zum Shoppen: Aber es gibt ein Zalando-Outlet und einen berühmten Sneakerstore

Wir haben es bereits erwähnt: Nach Kreuzberg zieht es weniger Menschen zum Shoppen, sondern vermehrt zum Feiern und Essen. Wie der Reichenberger Kiez bietet jedoch auch der Wrangelkiez rund um den U-Bahnhof Schlesisches Tor einige interessante Geschäfte, die sich gerade deshalb lohnen, weil sie im belebten, gentrifizierten Kiez, zwischen Szenebars und Clubs, durchgehalten haben.

Das Gegenteil, dennoch lohnenswert ist es sicher auch im Zalando-Outlet, direkt Ecke Schlesisches Tor, vorbeizuschauen. Das erste Outlet des deutschen Versandhändlers, das 2012 hier eröffnete, bietet auf 1.000 Quadratmetern Unmengen von Schuhen, Kleidern und Accessoires zu Schnäppchenpreisen.

shoppen in Kreuzberg Im Zalando-Outlet am Schlesischen Tor findet man auf 1.000 Quadratmetern Kleidung, Schuhe und Accessoires zu Schnäppchenpreisen.
Im Zalando-Outlet am Schlesischen Tor findet man auf 1.000 Quadratmetern Kleidung, Schuhe und Accessoires zu Schnäppchenpreisen. Foto: Imago/Joko

Apropos Schuhe: An der Ecke Köpenicker Straße passiert man auf dem Weg zum Zalando-Outlet-Center Berlins wohl legendärsten Sneakerstore. Bei Overkill findet man Turnschuhe, immer die modernsten und ausgefallensten Modelle. Bei wem nach einem Besuch am Schlesi, wie Berliner:innen das Schlesische Tor nennen, der totale Kaufrausch einsetzt: Hier findet ihr eine Liste der besten Design-Outlet-Center in Berlin und Sneaker-Liebhaber:innen sollten unbedingt bei diesen Turnschuhhändler:innen vorbeischauen.

Einen letzten Eiskaufs-Tipp für den Wrangelkiez haben wir noch: In Kreuzberg 36 liegt die zweite schöne Markthalle des Bezirks und die wohl bekannteste Berlins. Die sogenannte Markthalle 9 entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum für Esskultur in Berlin, ach was, in ganz Deutschland. Bekannt ist die Halle insbesondere für den „Streetfood Thursday“. Jeden Donnerstag versammeln sich hier verschiedene Händler:innen mit Spezialitäten aus aller Welt und die Besucher:innen können sich einmal quer über den Globus probieren.

Kreuzberg bietet zum Shoppen (nicht nur), aber vor allem viel Kulinarisches. Ein wunderschöner Anlaufpunkt zum Geld Ausgeben ist zum Beispiel die Markthalle Neun im Wrangelkiez. Hier schlägt das Herz von Kreuzberg 61. Foto: Imago/F. Berger

Unter der Woche gibt es ein Basis-Angebot, das immer noch sehr gut ist. Hier verkaufen einige der besten Bäcker der Stadt, dazu ambitionierte Gemüsehändler:innen, nachhaltige Metzger und Käsehändler:innen, außerdem gibt es verschiedene Delikatessenverkäufer:innen, Weinhändler:innen und eine Auswahl an köstlichen Mittagsangeboten. Zum Beispiel aus Berlins bester Pastamanufaktur Mani in Pasta. Ihr merkt es schon: Ein Kreuzberger Shoppingtag, der mit knurrendem Magen endet, muss zuerst noch erfunden werden.


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