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Nachhaltigkeit

Unverpackt einkaufen: Diese 12 Zero-Waste-Supermärkte in Berlin verzichten auf Plastik

Es ist gerade in den Discountern immer dasselbe: Nudeln, Tomaten, etwas Käse – und schon hat man Plastikmüll angehäuft. Doch es geht auch anders! In Berlin gibt es bereits viele Alternativen, um auf Müll zu verzichten und die Ware unverpackt zu kaufen. In Zero-Waste-Supermärkten bringen die Kund*innen ihre eigenen Gefäße und Beutel mit. Wir zeigen euch 12 Märkte in Berlin, wo es die Produkte statt in Plastik einfach unverpackt gibt.


Dr. Pogo

Die Vorbereitung ist beim Zero Waste Einkaufen das A und O. Wer in den Supermarkt ausreichend Beutel und Gläser mitbringt, spart am Ende Geld und Müll. Foto: Imago Images/ Panthermedia

Bei Dr. Pogo findet Ihr auf 90 Quadratmetern vegane Lebensmittel, Pflegeprodukte, Tiernahrung, Haushaltsmittel und Süßigkeiten. Der Laden wird seit 2013 von 12 Personen in kollektiver Selbstverwaltung betrieben. Die Besitzer*innen sehen sich dabei nicht als Eigentümer*innen, sondern Verwalter*innen des Ladens, der als Teil der veganen Community Berlins die Stadt mit veganen Produkten zum fairen Preis versorgen möchte. Viele der Produkte sind hier verpackungsfrei zu bekommen.


Original Unverpackt Wiener Straße

Der Orignial Unverpackt Laden in der Wiener Straße war der erste Zero-Waste-Laden in ganz Deutschland. Foto: Katja Vogt

2014 eröffnete Milena Glimbovski mit ihrem Team den ersten Original Unverpackt Laden in Kreuzberg. Hier bekommt man wirklich alles ohne Einwegverpackung: Lebensmittel, Süßigkeiten, Getränke, Kosmetik, Reinigungsmittel, Bücher. Alles kann in Gläser oder Beutel abgefüllt werden.


Original Unverpackt Großbeerenstraße

Der neue Laden in der Großbeerenstraße lädt zum entspannten Einkaufen ein. Foto: Junala Klein

Nach dem großen Erfolg von dem ersten Original Unverpackt Laden an der Wiener Straße folgte im Oktober 2019 dann der zweite Laden. Auch hier findet man viele sorgfältig ausgewählte und geprüfte Zero-Waste-Produkte. Nachhaltig ist nicht nur der Verzicht auf Plastikmüll: Der Laden legt auch besonderen Wert auf biozertifizierte, fair gehandelte und möglichst regional erzeugte Produkte.


Der Sache wegen

Im Laden bekommt ihr unverpackte Lebensmittel, Süßigkeiten, Haushaltsartikel wie Haarbürsten, Geschirrspültabs oder Körperseife. Hier wird im Ein- und im Verkauf besonders auf Kriterien wie bio, fairer Handel, vegan, palmölfrei, plastikfrei und regional geachtet. Es gibt auch einen nachhaltigen Onlineshop, der Produkte verschickt oder zur Abholung im Laden bereitstellt.


Fermenthaus

Viele Lebensmittel haben eine natürliche Schale und müssen nicht durch extra Folien geschützt werden. Foto: Imago Images/Cavan Images

Das Fermenthaus ist ein Familienunternehmen und liegt im Spree Center Hellersdorf. Hier gibt es nicht nur viele Lebensmittel und Pflegeprodukte, man kann sich hier auch zu Themen wie gesunde Ernährung, Stärkung des Immunsystems und Verjüngung beraten lassen. Die Produkte können in mitgebrachte Gefäße abgefüllt werden. Und für Kund*innen ohne eigene Behälter gibt es vor Ort auch Papiertüten.


FAIR unverpackt

Auch bei FAIR unverpackt bekommt man verpackungsfreie Lebensmittel. Im Charlottenburger Kiezladen gibt es eine große Auswahl an plastikfreien Produkten des täglichen Lebens. Von gemahlenem und ungemahlenem Getreide bis hin zu Essig und Öl findet man hier alles zum Abfüllen. Selbst Reinigungsmittel kann hier direkt in den eigenen Spender abgefüllt werden.

  • FAIR unverpackt Düsseldorfer Str. 12, Charlottenburg, Mo-Fr 9-13 Uhr & 14-18 Uhr, Sa. 9-15 Uhr, www.fair-unverpackt.de

Mein Markt unverpackt

Zahnputz-Tabletten und Deocreme sind gute Alternativen für die in der Regel in Plastik verpackten herkömmlichen Artikel. Foto: imago images/Mint Images

Essig, Öl, Deo, Zahnbürsten, Äpfel, Paprikas – hier findet ihr das ganze ABC der Zero-Waste-Artikel. Wichtig bleibt dabei aber, dass die noch brauchbaren Plastikprodukte von Zuhause nicht einfach weggeschmissen werden sollen. Erst wenn sie unbrauchbar werden oder leer sind, sollte man den Nachschub in Zero-Waste-Form kaufen, damit kein unnötiger Müll entsteht.

  • Unverpackt – mein Markt meene Welt Knorrpromenade 1/Wühlischstr. 15, Friedrichshain, Mo-Sa 9-20 Uhr, www.facebook.com

Biosphäre

Ein kleiner Kiez-Bioladen mitten in Neukölln versorgt die Bewohner*innen mit vielen unverpackten Lebensmitteln, aber auch einigen in Plastik verpackten Produkten. Hier finden sich auch Einsteiger*innen in die Zero-Waste-Bewegung schnell zurecht. Außerdem bietet der Markt einen Sozialrabatt für jene an, die wenig Geld haben, aber nicht auf regionale Bio-Lebensmittel verzichten möchten.

  • Biosphäre Weserstr. 212, Neukölln, Mo-Sa 9:30-19 Uhr, Sa. 9.30-18 Uhr

Bio Company

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Die Bio Company gehört zu den größten Biomarktketten in Berlin und ist auch in anderen Bundesländern vertreten. Hier gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Bio-Lebensmitteln und Haushaltswaren. Der Markt ist zwar nicht auf das Zero-Waste-Konzept ausgerichtet, aber manche Filialen der Bio Company bieten Teile des Sortiments unverpackt an. In Berlin ist das etwa an der Prenzlauer Allee der Fall.


Denn’s Biomarkt

Nicht nur Gläser oder Dosen werden zum Abfüllen benutzt, auch selbstgenähte Stoffbeutel werden für den Transport der Lebensmittel verwendet. Foto: imago images/Panthermedia

Auch beim Denn’s Biomarkt gibt es größtenteils verpackte Ware zu kaufen. Jedoch wurde 2017 eine Filiale am Kottbusser Damm eröffnet, die eine beachtliche Auswahl an unverpackten Produkten anbietet. Von Müsli und Nussmischungen bis Nudeln und Reis: Mehr als 200 verschiedene Artikel können hier in wiederverwendbare Verpackungen abgefüllt werden.


Veganz

Veganz möchte allen, die vegane Kost mal ausprobieren möchten oder komplett vegetarisch oder vegan leben, die Suche nach Ersatzprodukten erleichtern. In den Filialen von Veganz findet man mehr als 2.500 rein vegane Artikel und 120 von der Veganz-Eigenmarke. Außerdem gibt es eine Unverpackt-Selbstbedienungstheke mit zahlreichen verschiedenen Produkten.

  • Veganz Warschauer Str. 33, Friedrichshain, Mo-Sa 8-21 Uhr, www.veganz.de

Sirplus

Die Eröffnung von einem Sirplus Rettermarkt in Kreuzberg. Foto: Sirplus

Sirplus rettet Lebensmittel und setzt sich gegen Lebensmittelverschwendung ein. Das Startup bringt in Zusammenarbeit mit 700 Produzent*innen und Großhändler*innen überschüssige Lebensmittel in die Supermarktregale. Viele der Produkte sind bereits in Plastik verpackt, jedoch gibt es auch ein kleines Sortiment an unverpackten Produkten. In dem Rettermarkt von Sirplus in Steglitz gibt es eine unverpackt Ecke mit einem Angebot an Nudeln, Reis, Linsen, Pflegeartikel und weiteren Produkten.


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