Auch die besten Lagen sind nicht immer ein gutes Omen. Das geräumige Ecklokal direkt an der Admiralbrücke jedenfalls hatte dem toll gestarteten Milou kein Glück gebracht. Es folgte das ärgerliche Berlin Soul Food. Jetzt ist ein Koyote eingezogen. Und hat viel vor. Koyote will frankophile Eleganz, deutsche Solidität und mexikanische Verspieltheit. Will Frühstück (tolle Pancakes!), Lunch und mehrgänginges Dinner. Dererlei Vielfalt kann verwirren. Da trifft es sich, dass schon mal die einzelnen Elemente stimmen. Das Entrecôte (24 Euro) wird dank Topinamburchips, gerösteter Schwarzwurzel, Birne und Anchochili Jus zu mehr als bloß einem soliden Statusteller. Die Ceviche vom Kabeljau (10 Euro) zeigt, dass Koyote nicht nur die Trends kennt – sondern sie versteht. Überhaupt mag der Neue an der Brücke die intensiven Aromen: scharf, sauer, süß, umami. Eine gelungene, weil immer schlüssig abgeschmeckte Abwechslung im eher leisen Zeigeist des Feintönigen und radikal Regionalen. Alles gut also? Das Koyote wird sich im Spagat zwischen Alltagsrestaurant und cuisiniger Ausgehadresse positionieren müssen. Kommt erstmal der Frühling wird die tolle Lage sicher helfen, eine Garantie ist sie nicht.

Adresse
Admiralstraße 20, 10999 Berlin
Telefon
85 97 77 38
E-Mail
koyote.restaurant@gmail.com
Website
www.koyote-restaurant.de
Öffnungszeiten
Di-Sa 8-24 Uhr, So 8-19 Uhr
Location
Restaurant
Küche
International