The Bird war ein Pionier des Berliner Burger-Begehrens. Und lange gehörten die beiden Läden im Prenzlauer Berg und am Kottbusser Damm zu den authentischsten und auch besten der Stadt. Dann schluderte hier der Service und haperte es dort am Feintuning. Ungefähr auf diesem Niveau ist nun auch die dritte Filiale hinter dem Hackeschen Markt eingestiegen. Die Fries zum Beispiel, erbarmungslos im Fett ertränkt. Und für den vegetarischen Burger (12 Euro inkl. Fries) ein Patty aus Roter Bete und schwarzen Bohnen zu kneten – das klingt spannend, schmeckte aber nach nichts. Lichtblicke? Die gab es. Eine schön saure, hausgemachte Limonade etwa (0,5 Liter 3,50 Euro). Und noch immer das Fleisch, das wie gewünscht exakt medium-rare gebraten (aber leider zu wenig röstaromatisch) war. Vor allem die fluffigen, elastischen Buns gehören zu den leckersten der Stadt. Aber dann war die Salatgarnitur wieder ähnlich lieblos hingeworfen wie das Makeover des gesichtslosen, orangebraunen Gastraums. Das hilflose Hipster-Bashing auf der Kreidetafel am Eingang – es war wohl als Scherz gemeint – passt ganz gut ins Bild eines Ladens, von dem man sich nicht unbedingt ein Bild machen muss.

Adresse
Kleine Präsidentenstraße 3, 10178 Berlin
Telefon
28 87 41 60
Website
www.thebirdexpress.com
Location
Imbiss
Küche
US-amerikanisch