Komödie

„Mädelstrip“ im Kino

Amy Schumer und Goldie Hawn auf dem Mädelstrip

Foto: 20th Century Fox

Die Tickets für den Traumurlaub sind gebucht, nur leider fehlt der Mann. Kurz vor der Abreise muss Emily (Amy Schumer) verarbeiten, dass ihr Boyfriend mit ihr Schluss macht. Mit Emily gibt es aber auch nur eine bestimmte Form von Zweisamkeit – eher eine Eineinhalbsamkeit, in der sie das Sagen hat. So trifft es sich gut, dass sie die Person in den Urlaub nach Ecuador mitnimmt, die in gewisser Hinsicht das aus ihr gemacht hat, was sie ist: ihre Mutter (Goldie Hawns Comeback nach 15 Jahren).
Die Komödie versucht nach Kräften, all den Blödsinn, den sich sonst nur Männer trauen („Dumm und dümmer“), auch für das sogenannte schwache Geschlecht zu reklamieren. Aber es bleibt weitgehend bei dieser Geste: Hey, wir können das auch, nämlich ­jederzeit dem Fass den ­Boden nach unten ausschlagen! Amy Schumer tut ihr Bestes, sich als unmöglichste Schwiegertochter aller Zeiten durchzuschlagen, und Goldie Hawn wahrt ­einen Rest olympischer Distanz in einer ziemlichen Vollkatastrophe aus missverstandenem Zielgruppenmanagement und unterent­wickelten Witzen.

Snatched (OT) USA 2017, 103 Min., R: Jonathan Levine, D: Amy Schumer, Goldie Hawn, Joan Cusack, Start: 15.6.

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