Lernen, entwickeln und schaffen

Makerspaces in Berlin

Sogenannte Makerspaces oder offene Werkstätten bieten den Raum und die Mittel, um eigene Projekte durchzuführen. Von Werkbänken und Nähmaschinen über Laserschneider bis hin zu 3D-Druckern können Interessierte im Austausch mit anderen in neue Welten eintauchen, selbst entwickeln und produzieren

Fab Lab

3D-Drucker, Laserschneider, Transferpressen – Maschinen, die man für gewöhnlich doch eher Spezialist*innen überlässt und selten in einem normalen Haushalt zu finden sind. Zu speziell und kostspielig – an die 3000 Euro kann so ein 3D-Drucker kosten -, um sie sich für einen seltenen Gebrauch ohne Vorkenntnisse anzuschaffen. Eine Möglichkeit, als Privatperson Zugang zu einigen modernen industriellen Produktionsverfahren-und Mitteln zu bekommen, sind offene Werkstätten, auch Makerspaces genannt. Vor fünf Jahren hat das US-amerikanische Netzwerk Fab Lab (Fabrication Laboratories) in Berlin einen Raum geschaffen, in dem jede*r Interessierte lernen kann, mit solchen Maschinen umzugehen, um sie anschließend vor Ort für eigene kleine oder auch größere Projekte gegen Gebühr oder Mitgliedschaft mieten zu können. „Das Konzept Fab Lab zielt darauf ab, den Konsum und die Produktion wieder in die Hände des Volkes zu geben“, so Isabelle Dechamps, Gründerin von be able, einem Verein für Inklusion und Design. Mit zukunftsgerichteten Verfahren also „back to the roots“? Be able und das Fab Lab kamen mit ihrem gemeinsamen Projekt „Made for my Wheelchair diesem Credo nach: In einem Team aus Rollstuhlbenutzer*innen, Techniker*innen und Designer*innen wurden zwei Add-Ons für Rollstühle entwickelt: Das „Open Light“ dient der besseren Beleuchtung der Rollstühle und der Anhänger „Open Trailer“ als Einkaufshilfe oder für die Mitnahme einer Begleitung. Wichtigstes Kriterium: Ist das Produkt in einem Fab Lab gut nachbaubar? Denn beide sollen als kostengünstiges Open-Source-Produkt funktionieren – „Im Grunde genommen kann man sich die Anleitungen weltweit herunterladen und dann selbst in einem Fab Lab nachbauen“, so Dechamps.

Weitere MakerSpaces in Berlin:

Fab Lab Berlin
3D-Drucker, CNC-Fräse, Strickmaschine, Laserschneider, Polyprinter, Schneideplotter, Nähmaschine, Transferpresse

Open Innovation Space

Prenzlauer Allee 242, Prenzlauer Berg, Di–Sa 11­–19 Uhr, Fr 11–22 Uhr und ab 18 öffentliche Führung Kurse und Preise unter openinnovationspace.com

Happylab Berlin
3D-Drucker, CNC-Fräse, Laserschneider, Schneideplotter, Elektronik (Lötstationen, Labornetzteil, Oszilloskop, Infrarot-Rework-Station uvm.), Werkstatt (Werkbänke mit gängigen Handwerkszeugen)

Demminer Str. 3, Mitte, Di 9-13 Uhr, Mi 18-22 Uhr (Führung für Erstbesucher um 19 Uhr), Do 13-17 Uhr www.happylab.de

MakerSpace im Maker Store
Trainings und Workshops zu den Themen Elektronik, Programmierung, Robotik, Solarenergie und Löten

Prenzlauer Allee 173, Prenzlauer Berg, Mo–Fr 10­–19 Uhr, https://www.maker-store.de

Makerspace-Zone in der Schiller Bibliothek

Müllerstraße 149, Wedding, Di 16–19 Uhr Webseite

Kommentiere diesen Beitrag

[Fancy_Facebook_Comments]