Berlinfilm

„Mann im Spagat“ im Kino

Eine Berliner Trash-Komödie mit viel Herz, herrlich kaputten Charakteren, irrsinnigen Dialogen und viel Lokalkolorit, das man unter dem Hipster-Diktat längst verloren glaubte

Foto: Darling Berlin

Mit viel Fantasie bebildert er seine Zukunft, wild und legendär soll sie werden, am besten was mit Film. So stellt sich das Cowboy vor, den sich Timo Jacobs ausgedacht hat. Jacobs, von Regisseur Klaus Lemke entdeckt, ist Schauspieler, Regisseur, Texter, Künstler, BMX-Fahrer, Martial-Arts-Fan und so weiter mit einem Händchen für jede Menge Trash. In „Klappe Cowboy!“, seiner ersten Spielfilmregie, führte er 2011 sein von ihm selbstredend persönlich gespieltes Alter Ego ein. Nun finden Cowboys kuriose Abenteuer hier ihre Fortsetzung.

Als Großmaul hat Cowboy seine Berufung als Öko-Anarchist mit Esoterik-Touch entdeckt. Kopfüber pendelt er als Freischwinger von der Decke, vertickt Leitungswasser als Heilmittel und erfindet eine Initiative zur Reinigung des Weltatems. Dazu muss Cowboy eine Rad-Rallye durch Berlin gewinnen, seinen verhassten Nachbarn erledigen und den Teufel vom Hermannplatz austricksen.
Klingt krude? So soll es sein. Eine Berliner Trash-Komödie mit viel Herz, herrlich kaputten Charakteren, irrsinnigen Dialogen und viel Lokalkolorit, das man unter dem Hipster-Diktat längst verloren glaubte.

Mann im Spagat D 2016, 90 Min., R: Timo Jacobs, D: Timo Jacobs, Meret Becker, Clemens Schick, Olli Schulz, Start: 8.6.

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