Nachhaltigkeit

Mein 1. Mal: Nachhaltig kochen

Bei „Zusammen isst man besser“ wird mit dem gekocht, was im Supermarkt übrig bleibt. Unser Autor Linus Rogsch hat es probiert

Beim Kochen mit geretteten Zutaten wurde unser Autor (hinten links im Bild) positiv überrascht. Foto: Restlos Glücklich e. V.

Was ist das? Bis zu 30 Menschen kochen gemeinsam ­Gerichte aus Lebensmitteln, die bei einem Bio-Supermarkt übriggeblieben sind und andernfalls im Müll gelandet wären. Die Organisator*innen vom Verein „Restlos Glück­lich“ wollen mit dem Format für die ­Verschwendung von Lebensmitteln sensibilisieren und beweisen, dass auch aus Aussortiertem noch leckere, gesunde Mahlzeiten entstehen können. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wie war’s? Allein schon der Besuch des geschichtsträchtigen Hauses der Statistik am Alexanderplatz, in dem das gemeinsame Kochen stattfindet, ist ein guter Grund für eine Teilnahme. Das noch im Umbau befindliche ­Erdgeschoss macht mit seinen vielen Holzkonstruktionen neugierig. In der großen, improvisiert gebauten Küche warten schon kiloweise „gerettete“ Lebensmittel, die der Verein morgens bei einem nahegelegenen Biomarkt ­abgeholt hat. Die gut zehn Interessierten, die heute zum ersten Termin der Veranstaltungsreihe erschienen sind, kommen beim Sortieren und Verarbeiten der Lebensmittel ins Gespräch. Erfrischend ist dabei, dass in der bunt gemischten Kochgruppe auch – aber eben nicht nur – über Nachhaltigkeit und Ernährungsmoral geredet wird. Als eher bequemer Esser, bei dem der gute Wille ­zur ­Nachhaltigkeit meist am Schnell-Imbiss scheitert, bin ich von der sehr subtilen Art, mit der hier ein Bewusstsein für die Zutaten geschaffen wird, positiv überrascht.

Wie geht’s weiter? Das Projekt ist zunächst auf acht Wochen angelegt und wird je nach Resonanz und Möglichkeit fortgesetzt.

Haus der Statistik Otto-Braun-Straße 70/72, Mitte, jeden Dienstag, 11–14 Uhr, Infos unter www.restlos-gluecklich.berlin