Actionthriller

„Mile 22“ im Kino

Er habe ein „kickass action movie“ machen wollen, erklärte Regisseur Peter Berg, ohne sich um die Glaubwürdigkeit des Geschehens scheren zu müssen

Universum

Das ist ihm gelungen. „Mile 22“ ist atemberaubend wie eine Achterbahnfahrt, rasend schnell geschnitten, mit Verfolgungsjagden, handfesten Keilereien, hohem Gore-Faktor und reichlich Kunstblut. Beim Action-Overkill bleibt den Akteuren kaum Zeit, ihre schauspielerischen Talente zu entfalten. Das der Handlung zugrunde liegende Rachemotiv ist absurd, die eingesetzte allumfassende Surveillance-Technik ist Science Fiction.

Es gilt, entwendetes Caesium 139 zu sichern, mit dem Atombomben gebaut werden können. In einem fiktiven südostasiatischen Land soll ein CIA-Topagent (Mark Wahlberg) mit einigen Elite-Fightern den Mann, der weiß, wo der radioaktive Stoff versteckt ist, sicher von der US-Botschaft zum 22 Meilen entfernten Flughafen geleiten. Der Sicherheitschef des Landes versucht mit aller Gewalt, das zu verhindern. Gedreht wurden die Straßenschlachten in Bogotá.

Der mysteriöse Spion, der den Lageplan der Verstecke auf einer codierten Festplatte gespeichert hat, ist die interessanteste Figur, gespielt wird sie von Iko Uwais. Peter Berg war auf den Indonesier aufmerksam geworden, als er sich „The Raid“ angeschaut hatte. Uwais ist ein Meister der indonesischen Kampfkunst Pencak Silat. Hier in seinem Hollywood-Debüt werden zwar Kampf-Szenen aus „The Raid 1&2“ variiert, allerdings nicht old school-mäßig mit langen Einstellungen – und weniger krass als im Original. Dafür sorgt die vorherrschende Stimmung – Paranoia und Hysterie – für Aufregung.

Mile 22 USA 2918, 95 Min., R: Peter Berg; D: Mark Wahlberg, Lauren Cohan, Iko Uwais. Start: 13.9.

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