Stadtleben und Kids in Berlin

Nebenjobs in Berlin – Beispiele, Möglichkeiten und Tipps außerhalb des Mainstreams

Sieht nicht nach einem Nebenjob aus? Kann es mit diversen Apps, die sich in Städten wie Berlin hervorragend benutzen lassen, aber durchaus sein. fotolia.de © Drobot Dean (#188199598)

Die deutsche Hauptstadt hält einiges an Überraschungen bereit. Eine davon betrifft die Einwohnerdynamik. So gilt Berlin als die Stadt der Zugezogenen, denn jeder zweite, der in Berlin wohnt, ist woanders geboren. Diverse Prognosen sagen voraus, dass sich das Verhältnis von gebürtigen Berlinern und Zugezogenen in den kommenden Jahren noch weiter verschieben wird. Es wird vermutet, dass Berlin noch innerhalb der kommenden zehn Jahre auf 4 Millionen Einwohner anwächst. Viele der Zugezogenen kommen aufgrund der Ausbildung oder des Studiums nach Berlin; auch immer mehr junge Start-Ups entstehen, die Kreativszene blüht und wächst. Abends trifft man sich in szenigen Kneipen und weltweit bekannten Technoclubs, wie dem Berghain – Berlin eben. Und zwischen all diesen Attraktionen suchen viele Menschen immer wieder nach Nebenjobs und verzweifeln mitunter aufgrund der großen „Konkurrenz“. Dabei sind die Möglichkeiten, an einen spannenden und ungewöhnlichen Nebenjob zu kommen, zahlreich vorhanden.

 

Was gerade in Berlin hilfreich sein könnte

Die passende Einstellung

Es mag so einfach und naheliegend klingen und doch ist es für die Nebenjobsuche enorm wichtig, dass die Einstellung stimmt, mit der man an die Sache herangeht. Gerade in der Megametropole Berlin ist die Konkurrenz tatsächlich groß und viele Nebenjobs sind hart umkämpft. Wer also wirklich einen bestimmten Job haben möchte, muss von diesem Job nicht nur selbst überzeugt, sondern auch in der Lage sein, den Arbeitgeber von den eigenen Qualifikationen zu überzeugen.

Selbst wenn in einer bestimmten Branche, wie der Gastronomie noch keine Erfahrungen vorhanden sind, sollte man mit Selbstbewusstsein auftreten. Oft ist es entscheidend, dass, gerade in szenigen Bars, der Bewerber zu der Bar passt. Alles, was er dort tun und können muss, kann schnell angelernt werden. Wichtig ist, den Arbeitgeber davon zu überzeugen, warum er gerade diese eine Person einstellen soll und keine andere.

Das richtige Auftreten

Mit der passenden Einstellung geht auch das richtige Auftreten einher. Dazu zählt zum einen ein gesundes Selbstvertrauen, aber keine Selbstverliebtheit, zum anderen aber vor allem auch das Äußerliche. Ein gepflegtes und hygienisches Auftreten ist Grundvoraussetzung. Sowohl zu einem Bewerbungsgespräch, als auch zur Arbeit erscheint man mit sauberer Haut, sauberen Zähnen, ordentlicher Frisur und gepflegten Händen.

Was die Kleidung betrifft, sieht es nicht ganz so einfach aus. Denn gerade in Berlin gibt es dir unterschiedlichsten Möglichkeiten für Nebenjobs. Ein junges Start-up-Unternehmen erfordert vielleicht eine stilvolle Kombination aus Jeans, Hemd und Sneakers, eine alteingesessene Bank oder ein Anwaltsbüro, für das man Nebentätigkeiten ausführt, verlangt elegante Kleidung, wie Anzug oder Kostüm mit Lederschuhen. In einer Bar oder gar einem Club wiederum würde man in der Regel schief angeschaut werden, erschiene man in Hemd und Krawatte. Es gilt also, den Arbeitgeber zu kennen und sich an Mitarbeitern zu orientieren, um ins Konzept zu passen und die Chancen auf den Job zu erhöhen. 

Durchhaltevermögen

Wie bereits erwähnt, die Konkurrenz schläft nicht. In Großstädten wie Berlin kann heute ein Job ausgeschrieben sein, für den sich morgen schon zehn Bewerber einfinden und der übermorgen schon vergeben ist. Wer sich also auf die Suche nach einem Nebenjob macht und dabei vielleicht sogar eine ganz bestimmte Vorstellung hat, was genau er gerne machen möchte, sollte Geduld mitbringen und sich nicht entmutigen lassen, wenn er einige Wochen oder vielleicht sogar Monate suchen muss.

In der Regel findet jeder einen passenden Nebenjob, es kann manchmal aber eben einige Bewerbungen und Versuche lang dauern. Das ist normal und daran sollte man sich in Großstädten einfach gewöhnen. Wie sich in dieser Zeit vielleicht aber dennoch ein wenig Geld nebenher verdienen lässt, ist im späteren Abschnitt „Beispiele für ungewöhnliche Jobs in der Hauptstadt“ zu erfahren.

 

Allgemeine Voraussetzungen für die erfolgreiche Jobsuche

Neben Dingen, die vielleicht besonders in Großstädten wie Berlin zu beachten sind, wie einer lockeren und anpassungsfähigen Einstellung und einem stilgerechten Auftreten, gibt es auch einige grundsätzliche Voraussetzungen, die Bewerber für eine erfolgreiche Suche nach einem Nebenjob beachten sollten.

 

Größere Firmen oder Start-Ups dagegen legen mehr Wert darauf, sich vorab ein Bild über die Fähigkeiten eines Bewerbers zu machen. Selbst für einen Nebenjob ist hier eine klassische Bewerbung unabdingbar. Diese erfolgt zwar in der Regel klassisch postalisch, die Bewerbung per E-Mail oder online im Bewerbermanagementsystem setzt sich jedoch immer mehr durch. Der dreigliedrige Aufbau einer Bewerbung ist jedoch in allen Fällen immer noch typisch und zeitgemäß und sollte so auch eingehalten werden:So ist zum einen die Art der Bewerbung zu beachten. Je nach Job ist es vielleicht am besten, bei einem Arbeitsgeber direkt vorbeizuschauen und sich vorzustellen. Eine kleine, nette Bar in der Kreuzberger Nachbarschaft etwa sucht vielleicht noch Aushilfen, kann aber nur etwas mit Bewerbern anfangen, die sich vorstellen und einen sympathischen Eindruck machen.

1. Das Anschreiben

Den ersten Teil der Bewerbung stellt das Anschreiben dar. Es dient der Präsentation der eigenen Person und der eigenen Fähigkeiten und soll den Arbeitgeber davon überzeugen, dass man als Bewerber genau der Richtige für die Stelle ist. Hier aber tappen einige Bewerber auch schon in die erste Falle. Denn das Anschreiben soll kein Lobgesang auf das eigene Können sein, sondern lediglich sachlich die Qualifikationen darstellen und dabei gut strukturiert und passend formuliert sein. Sind diese Kriterien erfüllt, können sich gründliche Bewerber oft schon von einem Großteil der anderen Bewerber abheben.

Neben einer angemessenen formalen Gestaltung der Bewerbung, bei der man sich beispielsweise an der Präsentation des Arbeitsgebers auf der Website orientieren kann, ist es außerdem wichtig, das Anschreiben auf die Stellenanzeige speziell auszurichten, Beispiele für bisherige Leistungen zu bringen, anstatt nur Behauptungen aufzustellen und gute Formulierungen für Bewerbungsgründe und berufliche Ziele zu finden. Wer dabei Hilfe braucht, findet diese bei dutzenden Ratgebern im Internet oder in einer gut sortierten Buchhandlung.

2. Der Lebenslauf

Der Lebenslauf als ebenfalls enorm wichtiger Teil der Bewerbung stellt klare Informationen über die bisherige berufliche Entwicklung, die eigenen Erfahrungen und Fähigkeiten bereit. All diese Informationen sollten natürlich abgestimmt auf die Stelle sein, für die sich beworben wird. Ein Technik-Start-Up interessiert sich mitunter weniger dafür, wie viele Praktika bereits in der Gastronomie absolviert wurden. Dafür sind hier praktische Erfahrungen etwa bei der Softwareentwicklung oder Ähnlichem hervorzuheben. Außerdem gibt es diverse Pflichtangaben, wie persönliche Daten, Zusatzqualifikationen und mehr, die in keinem Lebenslauf fehlen sollten. Freiwillige Angaben, wie jene über verschiedene Hobbys, stehen einem frei und sollten ebenfalls, dem Arbeitgeber entsprechend, erwähnt oder besser ausgelassen werden.

Generell ist es übrigens nicht ungeschickt bei einem tabellarischen Lebenslauf, der den bisherigen Werdegang aufzeigt, gegenchronologisch vorzugehen, das heißt, die aktuellen beruflichen Eckdaten zuerst zu nennen. Der Arbeitgeber sieht somit sofort, wo ein Bewerber zurzeit steht. Dies könnte von Vorteil bei einer Flut von Bewerbungen sein, bei denen der Bewerbungsprüfer vielleicht nur fluchtartig prüfen kann und eventuell sogar nur die ersten paar Daten im Lebenslauf kontrolliert.

3. Die Zeugnisse

Den letzten Teil der Bewerbung bilden die Zeugnisse, bei denen auch wieder gilt, dass sie abhängig von der Stelle, auf die man sich bewirbt beigefügt werden sollten. Je nach Alter und Berufserfahrung und der Anzahl der bisherigen Zeugnisse müssen nicht alle Zeugnisse in der Mappe auftauchen. Allerdings kann jedes weggelassene Zeugnis Verdacht erwecken. Daher ist es in der Regel am besten alle Zeugnisse beizufügen.

Auf jeden Fall sollten in der Mappe in dieser Reihenfolge vorhanden sein:

  • Alle Arbeitszeugnisse
  • Das Berufsausbildungszeugnis
  • Das Zeugnis über den letzten Schulabschluss

 

Berufserfahrung bei Berliner Start-ups sammeln

Kaum in einer anderen Stadt boomt die Start-up-Szene schon seit Jahren so, wie in Berlin. Zahlreiche neue Arbeitsplätze und Möglichkeiten auch für Nebenjobs entstehen hierdurch. Einer McKinsey Studie zufolge könnte Berlin im Jahr 2020 die Gründermetropole Europas sein, die Zahl der Stellenangebote dürfte also weiterhin anwachsen. Oft sind die Arbeitszeiten flexibel, der Pausenraum bietet einen Tischkicker und das Team, in dem gearbeitet ist, ist jung und locker. Das klingt alles enorm verlockend. Allerdings muss in Start-ups oftmals auch ziemlich hart gearbeitet werden.

Denn junge Unternehmen kalkulieren aufgrund geringem Anfangsbudgets oft knapp und zahlen deshalb, gerade auch an Neben- und Teilzeitjobber eher wenig. Dennoch ist die Verantwortung bereits von Anfang an meist sehr hoch. Wer damit klarkommt und eine Herausforderung sucht, sich gleichzeitig mit ständigen Veränderungen im Unternehmen anfreunden kann und wer flache Hierarchien bevorzugt, sollte die Augen nach einer Stelle in einem Start-up definitiv offenhalten.

 

Beispiele für ungewöhnliche Jobs in der Hauptstadt

Coole Jobs in Berlin

Ein Nebenjob als Umzugshelfer findet sich bei den vielen Zuziehenden in Berlin sehr häufig. Er kann anstrengend sein, mitunter knüpft man aber auch nette Kontakte. fotolia.de © Andrey Popov (#182998020)

In der Regel handelt es sich um die vermittelten Jobs zwar um Nachhilfejobs für Fremdsprachen, Umzugshelferjobs, Aushilfsjobs im Büro oder in der Gastronomie sowie Putzhilfen. Hin und wieder werden aber zum Beispiel auch spontan Trauzeugen für Touristen gesucht, die beschließen in Berlin zu heiraten. Werden es zu viele dieser heiratslustigen Pärchen kann einem zum Beispiel auch das nächtliche Schlangestehen vor dem Standesamt ein kleines nettes Gehalt einbringen. Solche Jobs sind natürlich eher rar, sie finden sich in der Hauptstadt aber dennoch immer wieder.Meistens gibt es gerade in Berlin eine Menge freier Nebenjobs, die jedem Engagierten und Interessierten zur Verfügung stehen – sie sind nur nicht immer leicht zu finden. Es kann deshalb helfen, sich beispielsweise an die „Arbeitsvermittlung Heinzelmännchen“ zu wenden, die nicht selten auch ungewöhnlichere Jobs im Angebot hat.

 

Praktische Minijobs für nebenher

Wem es nicht darauf ankommt, ein geregeltes und ordentliches Einkommen im Nebenjob zu verdienen, der kann sich in Berlin auch mit kleinen und entspannten Jobs nebenher etwas verdienen. Als bestes Beispiel dafür dienen die Apps „Streetspotr“ und „Appjobber“ die sich auf jedem modernen Smartphone innerhalb kürzester Zeit kostenlos installieren lassen.

Unternehmen bieten über diese Apps kleine Aufträge an, die gerade in Großstädten wie Berlin oft an jeder Ecke zu erledigen sind. In der Regel handelt es sich um Jobs, bei denen beispielsweise in Supermärkten Produkte einer bestimmten Marke fotografiert und deren Verfügbarkeit überprüft werden muss. Das Ganze ist vollkommen legal, die Jobs sind mit einem Smartphone einfach auszuführen und die Bezahlung gar nicht so schlecht. Wer auf die Schnelle ein wenig Geld verdienen möchte, sollte sich diese Apps einmal genauer anschauen.

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