Stadtleben und Kids in Berlin

Neu eröffneter Hindu-Tempel in Neukölln

Seit dem 8. September ist mit dem neueröffneten und erstem Hindu Tempel in Neukölln nun auch die fünfte Weltreligion vertreten

Sri-Mayurapathy-Murugan-Tempel in Neukölln

Religiöse Gemeinschaften prägen seit jeher das soziale Leben in Neukölln. Neben Kirchen und Moscheen hat der Bezirk eine Synagoge und ein buddhistisches Zentrum. Mit der Eröffnung des Sri-Mayurapathy-Murugan-Tempels, des ersten Hindu-Tempels, in Britz am 8. September ist nun auch die fünfte Weltreligion vertreten. Vorher diente den etwa 200 Berliner Hindu-Gläubigen ein Keller in der Urbanstraße als Begegnungsstätte, die die Gemeinde aufgrund einer Kellersanierung und wegen des starken Mitgliederzuwachses verlassen musste. Bereits 2008 wurde das Tempelgrundstück in der Blaschkoallee 48 feierlich eingeweiht und im April 2009 mit dem Bau begonnen. „Damals kam es zu einem kleinen NPD-Aufmarsch, der auf eine viel größere Gegendemonstration stieß. Sonst gab es bisher nur positives Feedback“, erklärt der Architekt der Baukonstruktion Rainer Szepat. Die Baukosten von 800?000 Euro hat der Berlin Hindu Mahasabhai e.V. über Rücklagen, Spenden und Kredite finanziert. Der auch mithilfe von südindischen Stukkateuren und Malern im typisch bunten Stil errichtete Tempel steht allen interessierten Besuchern ganztägig offen – es soll ein Ort der Begegnung für alle Religionen, Kulturen, aber auch ein Anziehungspunkt für Touristen werden. Täglich wird es sechs durch Priester aus Südindien geleitete Andachten geben. Regelmäßig sollen aber auch Feste stattfinden: ohne Alkohol, Tabak und Fleisch, dafür mit viel Obst, Milch, Honig und Gewürzen.

Text: Tatjana Schleiser
Sri-Mayurapathy-Murugan-Tempel?, Blaschkoallee 48/Ecke Riesestraße, Neukölln, ?www.murugantempel-berlin.de

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