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Onlineshopping mit Rekordzahlen in Deutschland

Dabei wird jedoch nach wie vor auf traditionelle Bezahlarten vertraut.

Noch im Jahr 2005 sah das Online-Shopping-Verhalten der Deutschen anders aus. Während inzwischen weibliche und männliche Verbraucher gleichermaßen das Internet zum Einkauf nutzen waren es damals vor allem technikaffine Männer. Nur zwei Prozent der Einkäufe wurden damals online getätigt, heute dagegen war fast jeder zweite Deutsche über 14 Jahren schon einmal online shoppen.
Online Shopping
Der Rekordumsatz von 31 Milliarden Euro in diesem Jahr entspricht laut dem Institut für Handelsforschung einer Steigerung von 12 Prozent. Das sind sieben Prozent des Gesamtumsatzes des Einzelhandels. 370 Euro gibt jeder Deutsche dabei durchschnittlich online im Jahr aus und das für eine breite Palette von Produkten wie etwa Bekleidung, Elektrogeräte, Möbel oder Bücher. Dabei kaufen Frauen mehr und Männer etwas häufiger.

Neben der Zeitersparnis sind Rabatte ein Grund für die hohe Beliebtheit von Online-Shoppingportalen. Dem Verbraucher kommen zudem generell niedrigere Preise zugute da sie die hohen Ladenmieten der Fußgängerzonen nicht mitbezahlen müssen.

Zudem profitieren die Standorte der Versandhandelsriesen über die hohen Einnahmequellen. So konnte sich der Stadtsaat Hamburg über einen Umsatz von 5,46 Milliarden Euro durch Online-Einzelhändler wie Otto freuen, der sein Geschäft inzwischen deutlich auf das Internet ausrichtet.

Immer mehr Unternehmen erkennen, dass sie sich dem Trend kaum entziehen können ohne massiv Kunden zu verlieren. Das Outdoor-Unternehmen Globetrotter etwa hat gerade erst mehrere Millionen Euro für ein neues Logistikzentrum ausgegeben um seine Waren einen Tag nach der Kundenbestellung verschicken zu können. 40 Prozent seines Umsatzes von 250 Millionen Euro werden bereits über den Online-Einkauf erwirtschaftet.

52 Prozent der Online-Shopper nutzen dabei Bezahldienstleister wie Paypal oder ClickandBuy für ihre Einkäufe, gefolgt vom Lastschriftverfahren mit 46 Prozent und dem Bezahlen per Vorkasse mit 38 Prozent. Nur 34 Prozent bezahlen mit Kreditkarte was vor allem daran liegt, dass nur jeder Dritte eine Kreditkarte besitzt. Dabei bieten immer mehr Banken ihre Karten zu besonders günstigen Konditionen an, etwa die Genialcard von der Hanseatic Bank.

Wer dennoch lieber auf Rechnung kauft tut dies laut Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf weil der Kunde den Einkauf noch vor der Bezahlung begutachten kann, was für den Händler ein hohes Zahlungsausfallrisiko bedeutet.

Bild: © Joachim Wendler – Fotolia.com

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