Nazi-Zombie-Action

„Operation Overlord“ im Kino

Was ist schlimmer als Nazis? Genau: Zombie-Nazis. Mehr muss man eigentlich nicht über den von J.J. Abrams produzierten „Operation Overlord“ wissen, der zumindest in seinem letzten Drittel sehr unterhaltsame Nazi-Zombie-Exploitation ist

Paramount Pictures/ Peter Mountain

Doch bis es soweit ist vergeht eine ganze Weile mit der Vorgeschichte: Wir schreiben den 6. Juni 1944, D-Day, die Landung der Alliierten in der Normandie steht bevor. Doch damit der Angriff Erfolg hat, muss eine Gruppe US-Soldaten hinter den feindlichen Linien landen, irgendwo in Frankreich, und eine deutsche Radar-Stellung ausschalten. Doch schon die Landung geht schief, nur der unerfahrene Boyce (Jovan Adepo), der kaltblütige Ford (Wyatt Russell) und ein paar andere GIs überleben und finden in einem französischen Dorf Unterstützung von der reizenden Einheimischen Chloe (Mathilde Olivier). Allerdings stoßen sie auch auf die ersten Spuren von finsteren Experimenten, die die Nazis in einem Geheimlabor durchführen. Für das tausendjährige Reich braucht man eben auch Soldaten, die tausend Jahre leben, ist klar.

Mit gutem Geschmack sollte man hier nicht kommen, „Operation Overlord“ ist reines Exploitation-Kino, das in kaum einem Moment wirklich Sinn ergibt, lange Zeit fast wie ein straighter Kriegs-Film wirkt, um sich dann am Ende doch noch ganz tief in Blut und Gedärmen zu suhlen. Ein merkwürdiger Genre-Bastard: Lange Zeit ruhig, fast bedächtig erzählt, sich und seine Welt ernst nimmt, und dann exzessives Genre. Ein Sprung, der nur bedingt funktioniert.

Operation Overlord USA 2018, 110 Min., R: Julius Avery, D: Jovan Adepo, Wyatt Russell, Start: 9.11.

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