Psychedelic Folk

Pascal Pinon im Monarch

Die Elfenschwestern von Pascal Pinon singen warm über Percussion aus Flugzeugschrott

Fotoi: Magnus Andersen
Fotoi: Magnus Andersen

Mehr als 20 Jahre verbrachten die beiden Zwillingsschwestern Jófríður und Ásthildur Ákadóttir quasi jede freie Minute zusammen. Mit gerade mal 14 Jahren veröffentlichten sie ihr erstes gemeinsames Album, eine ­Ansammlung minimalistischer, intimer und traurig-schöner Folk-Songs. Ihre besondere Verbundenheit zeigt sich vor allem in ihrem harmonischen Wechselgesang. Jófríðurs und Ásthildurs warme, Elfen-gleiche Stimmen ­fließen mühelos ineinander über; ganz so, als sei hier eine übernatürliche geschwisterliche Anziehungskraft am Werk.
Es verwundert nicht, dass die räumliche Trennung, der sie aktuell ausgesetzt sind, sich thematisch als roter Faden durch das neue Album „Sundur“ zieht. Der Titel ist eine ­Anspielung auf das isländische Sprichwort „sundur og saman“; zu Deutsch: „getrennt und doch zusammen.“ Während Ásthildur in Amsterdam klassisches Piano studiert, ist Jófríður in Island geblieben, um an ihrem Zweitprojekt zu arbeiten, der Electro-Pop-Band Samaris. Die beiden besuchen sich zwar regelmäßig, dennoch mussten sie Songskizzen und -ideen größtenteils per Cloud austauschen.
Für die Aufnahmen zu „Sundur“ blieben ge­rade mal zwei Tage Zeit. Die Percussions hat diesmal ihr Vater beigesteuert. Statt Schlagzeug lässt er Metallschrott und alte Flugzeugteile vibrieren. Dieses Lo-Fi-Element fügt sich gut in das musikalische Gesamtbild, das im Vergleich zu früher etwas rauer, roher und ­weniger wattig daherkommt.

Monarch Skalitzer Str. 134, Kreuzberg, Fr 11.11., 20 Uhr, VVK: 12,20 € zzgl. Gebühren

Bewertungspunkte2