Hard Rock

Queens of The Stone Age im Velodrom

Die Queens of The Stone Age über­leben sogar Hipster-Produzenten

Foto: Andreas Neumann

Ein Schock dürfte in die Fangemeinde der Queens Of The Stone Age gefahren sein, als der Produzent des siebten Albums der beständigsten Hardrockband unserer Tage bekannt wurde: Mark Ronson. Ausgerechnet der! ­Waren jetzt Gastauftritte von Bruno Mars oder Rufus Wainwright zu befürchten? Würde sie der New Yorker Superhipster in Richtung Dancefloor und Hitparadentauglichkeit trimmen? Abgesehen davon, dass letzteres sowieso unnötig wäre, zählen QOTSA doch zu den wenigen Global Playern des Rock, verkennt diese Annahme die künstlerische Unerschütterlichkeit von Josh Homme. Als unbestrittener Kopf der Band macht der 44-Jährige mit seinen Getreuen nur, worauf er Lust hat. Und wenn das mal was anderes ist als der granitharte, aber auch lässig groovende Signature Sound von QOTSA, beispielsweise den späten Iggy Pop mit köstlich zerlöchertem Glam Pop zu umschmeicheln wie auf dessen 2016er Platte „Post Pop Depression“, dann tut er das eben. „Villains“ jedenfalls ist genauso kompromisslos brachial wie alle vorherigen QOTSA-Alben. Wenn überhaupt, hört man Ronsons Einfluss höchstens in den graduell luftiger klingenden Oberflächenpolituren der bei aller Heavyness oft mit einprägsamen Hooklines arbeitenden Songs. Die Fans können also beruhigt sein.

Velodrom Paul-Heyse-Str. 26, Friedrichshain, Sa 11.11., 19.30 Uhr, ausverkauft

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