Kino & Film in Berlin

„Red Lights“ im Kino

Übersinnlich oder alles nur Schwindel? Psychokinetik mit Robert De Niro und Sigourney Weaver.

Red Lights

Lang ist’s her, seit der Israeli Uri Geller live im Fernsehen Gabeln verbog, ohne sie dabei zu berühren. Ebenfalls viele Jahre her ist der letzte öffentliche Auftritt des fiktiven, von Robert De Niro dämonisierend dargestellten Psychokinetikers Simon Silver in diesem beunruhigenden Parapsychothriller. Als Silver ein Comeback ankündigt, versucht der junge Physiker Tom Buckley wie besessen, ihn als Scharlatan zu überführen – gegen den Rat von Buckleys dominanter Lehrmeisterin Dr. Matheson, die ein schockierendes Erlebnis mit Silver hatte.
Souverän verkörpert wird die naturwissenschaftsgläubige Anti-Metaphysikerin von Sigourney Weaver; beeindruckend ist auch die raffinierte Schnitttechnik und die visuelle Ästhetik des Films. Wenig schlüssig wirkt dagegen die episodische Handlungsstruktur mit einer „Oprah Winfrey Show“-Parodie und allerlei mehr oder weniger gruseligem Hokuspokus. Auch die überraschende Schlusspointe ist alles andere als plausibel. Letztlich scheint das Übersinnliche nicht in der Natur der Dinge, sondern im Hirn des Menschen zu stecken.

Text: Ralph Umard

Foto: Wild Bunch Germany

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Red Lights“ im Kino in Berlin

Red Lights, Spanien/USA 2012; Regie: Rodrigo Cortйs; Darsteller: Cillian Murphy (Tom Buckley), Sigourney Weaver (Margaret Matheson), Robert De Niro (Simon Silver); 113 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 9. August

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