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Restaurant Rusty in Neukölln

Vollmundige Zurückhaltung: Im Rusty passt die Küche – und ihr fairer Preis

Rusty

Ein Fransenteppich am Eingang, eine quer gehängte Hängematte, dahinter ein einzelner Zweiertisch – der Lieblingsplatz ist schnell gefunden. Überhaupt hat das Interieur des langen Eckladens, der schon Destille, Bordell, Technoclub, Burger- und Steakladen war, Mitte-Niveau. Die Macher, die aus dem Filetstück kommen und nun ihr eigenes kulinarisches Ding machen, versprechen „leckeres Essen“. Das kann viel bedeuten. Hier heißt es schlicht, der lässige Typ am Herd ist ein Profi, der sein auf der französischen Küche basierendes Handwerk versteht und selbst Hausmannskost richtig Niveau gibt. Und das auch noch in ordentlichen Portionen. Ob Caponata mit Provola und hausgebackenem Brot (8 Euro) oder Fleischbällchen mit Tomatensauce und Gemüsechips (10 Euro), immer gibt es ein Zusammenspiel verschiedener Texturen, immer ist jede Komponente ein kleiner, eigener Gaumenkitzel. Unter den Hauptgerichten ist die Ofen-Aubergine mit Bulgur, Basilikum und Frischkäse ein sich selbst genügender vegetarischer Gang (10 Euro). Ein Träumchen für Fleischfans sind der Schweinebauch mit Kartoffeln und Sternanis (12 Euro) und die Kalbsrippchen mit Mais und Lauch (15 Euro). Das ehrliche Preis-Leistungs-Verhältnis gilt um so mehr für den wöchentlich wechselnden Mittagstisch (7,50–10 Euro). Das kleine, fundiert und locker präsentierte Weinsortiment ist pichelfreudig, flaschenweise ab 21 Euro. Eine schöne Sitte ist der Drink des Tages, etwa ein weißer Port mit Tonic statt für 7 Euro für 4,50 Euro.

Restaurant Rusty Sanderstr. 17, Neukölln, Tel. 23 93 96 63, Mo–Sa 12–16 + 18–23 Uhr, So 18–23 Uhr,
www.rusty-rusty.de

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