Filmfestival

Russische Filmwoche 2019

Verzweifelt und allein in Moskau: „Ayka“; Foto: Neue Visionen

30 Jahre nach dem Mauerfall ist es für viele Westler nach wie vor eher uninteressant, sich den Osten genauer anzuschauen – und zwar nicht nur die ehemalige DDR, sondern auch alles östlich davon. Umso wichtiger, dass die Russische Filmwoche nunmehr zum 15. Mal den Blick auf den Osten richtet.

Mit „Bohnenstange“ stellt der russische Regisseur Kantemir Balagow seinen zweiten Spielfilm vor, der bereits beim Festival in Cannes lief. Im Jahr 1945 kehren zwei Freundinnen vom Schlachtfeld in ihre Heimat Leningrad zurück und haben mit sich und den Folgen der Belagerung zu kämpfen. Balagow setzt bewusst auf starke Farben.

Auch mit Empfehlungen aus Cannes, aber mit aktuellerer Handlung, läuft „Ayka“ (Foto) des kasachisch-russischen Regisseurs Sergey Dvortsevoy, der bei uns im Mai kurz im Kino lief. Es geht um eine illegale Einwanderin in Moskau, die ihr neugeborenes Kind im Krankenhaus zurücklässt und durch die Hauptstadt hetzt. Neben diesen Produktionen dürfte der umstrittene Kriegsfilm „The Balkan Line“ für Aufmerksamkeit sorgen.

Russische Filmwoche 25.11.–1.12., Filmtheater im russischen Haus, Delphi Lux, www.russische-filmwoche.de

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