Pizzeria

Salami Social Club: zweite Liga, obere Tabellenhälfte

Salami Scial Club seine Pizza
Foto: Julia Akar

Aufgefallen war uns dieses Vereins­lokal, weil es seinen Pizzaofen gelegentlich anderen überlässt. Beim Kitchen-­Takeover war etwa der wun­de­r­bare Wurstmacher Simon Ellery, aka The Sausage Man Never Sleeps, zu Gast. Darüber hinaus ist die charmante Auswahl an handwerklichen Bieren sicher nicht mehr revolutionär, aber doch ein Indiz dafür, dass es diese Jungs durchaus ernst meinen mit der in diesem Fall amerikanischen Pizza.

Dass die hierzulande nicht den besten Ruf hat – ein alter (Pizza) Hut. Zumal der Salami Social Club drei Fehler nicht macht: Im eher informellen Imbiss-Ambiente sind die Pizzen (8 bis 11 Euro) nicht zu labbsch, nicht zu dick und nicht zu fettig.

Was diesem Club zum Aufstieg in die erste Liga fehlt: ein paar Überraschungsmomente (Fenchel plus Salsiccia oder Kürbis, Honig und Ziegenkäse passen so gut zusammen, dass schon andere drauf gekommen sind) und etwas mehr Sorgfalt bei der Produktqualität. Der aufgeschlagenen Burrata etwa fehlen gegen die Schärfe (und den Knoblauch) der Salami Calabrese schlicht Schmelz, Säure und überhaupt aromatisches Durchsetzungsvermögen. Unterm Strich: Ehrlicher Laden für den heißen Hunger und den kühlenden Durst.

Salami Social Club

Frankfurter Allee 43, Friedrichshain,
So–Do 12–24 Uhr, Fr–Sa 12–1.30 Uhr,
www.salamisocialclub.de

 

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