Weinmahleins

So war das Weinmahleins im Le Faubourg

Es war der Abschiedsgruß aus der Küche – Pralinées von Chef Pâtissier Raphael Gasque, eine klassische Geste des guten Geschmacks – der noch einmal exemplarisch die Qualität und die Atmosphäre dieses tip Weinmahleins präsentiert von Priceless Berlin auf den Punkt bringen sollte

Bilder

Spätestens nämlich seit Felix Mielke vor gut zwei Jahren die Küche des Le Faubourg übernommen hat, ist aus einem sehr guten Hotelrestaurant (jenem des Sofitel am Kurfürstendamm) eine herausragende Fine-Dining-Adresse geworden. Frankophil im kulinarischen Selbstverständnis einer gehobenen Gastlichkeit. Zeitgenössisch in den Aromen und Texturen. Exemplarisch der Auftakt, ein Teller der aus den rohen Filet vom Karpfen, ein frisches, gleichsam aromenintensives Erlebnis gemacht hat. Die Spur war also gelegt: Französische Küche with a twist. Edle Produkte, etwa das Fläminger Hirschfilet von unserem Weinmahleins-Partner-Havelland, einerseits handwerklich perfekt zubereitet, andererseits in frisch und überraschend kombiniert. Besagtes Hirschrücken also wurde von Süßkartoffeln, Kohl, Macadamius, Pflaume, Schalotten begleitet.

Wo wir schon bei der Begleitung sind: Ins Glas kamen dazu Weine vom Weingut Graf von Schönborn aus dem Rheingau. Betriebsleiter Christian Valk präsentierte beeindruckend komplexe, indes klar strukturierte Orts- und Lagenweine, Rieslinge natürlich, dafür steht der Rheingau und dafür steht dieses bis in 14 Jahrhundert dokumentierte Gut. Vor allem aber hatte er zwei echte Überraschungen mitgebracht: einen gereiften Riesling, Hattenheim Nussbrunnen, von 2002 – Pfirsichnoten, eine präsente Frucht, aber nichts Zuckriges, nichts Klebriges. Wenn ein 14 Jahre alter Riesling so klar definiert ins Glas kommt, wurde im Weinberg und im Keller sehr viel richtig gemacht. Und ein Spätburgunder, ja ein Rheingau-Spätburgunder von 1996. Valk selbst hatte die letzten Magnumflaschen dieses Weines im Keller gefunden und war, wie wir, begeistert von seiner schier burgundischen Souveränität.

Es ist immer fein, bei einem Weinmahleins-Menü in die Handschrift eines Winzers eingeführt zu werden. Kommen dann aber noch so seltene, besondere Schriftstücke ins Glas, zeugt es von der Leidenschaft eines Weinmachers, die eigene Geschichte und ihren Geschmack wirklich mit den Gästen zu teilen. So gesehen war dieses tip Weinmahleins präsentiert von Priceless Berlin tatsächlich ein einmaliges Erlebnis. Und ein in Atmosphäre und Aroma perfekt geschnürtes Paket.

Das nächste Weinmahleins präsentiert von Priceless Berlin findet am 25. und 26. Januar 2017 statt

Kommentiere diesen Beitrag

Kommentiere diesen Beitrag

Kommentare