kaffee ist kunst - in 80 espressi um die welt

So war die Espresso-Verkostung bei den Espressonisten

Hoch über den Köpfen der 30 Teilnehmer schwebt, in ihre Einzelteile zerlegt, eine Slayer-Espressomaschine an der Decke. Ein wahres Kunstwerk. Bevor die Espressonisten, Berlins versiertester Espressomaschinen-Laden, vor eineinhalb Jahren diese beeindruckenden Räume in Spaziernähe zum Checkpoint Charlie bezogen, residierte in der Zimmerstraße 90 in Mitte passenderweise die Daadgalerie.

Bilder

„Kaffee ist Kunst – und die ist erlernbar!“, heißt denn auch das Credo des Espressonisten-Teams um Geschäftsführer Patrick Großmann. Beim Auftakt der Kaffee-Event-Reihe „In 80 Espressi um die Welt“ von tip und den Espressonisten sind die Holzbänke jedenfalls voll besetzt. Draußen scheint die Sonne – drinnen fließen Espresso und Cappuccino; an der dreigruppigen Maschine wird im Akkord gearbeitet.

Der Experte, den sich Großmann zum ersten von vorerst vier Veranstaltungen in die Zimmerstraße eingeladen hat, ist Klaus Thomsen von der Kopenhagener Direct-Trade-Rösterei Coffee Collective, immerhin „World Barista Champion“ von 2006 und zweifacher dänischer Barista-Meister. Vier Kaffeesorten dürfen die Besucher an diesem Nachmittag blind verkosten. Auf Karten, die vorab verteilt werden, sollen sie deren sensorische Qualitäten im Nachgang bewerten. Welche Balance die Crema aufweist. Wie die Textur des Körpers ist. Und welcher Gesamteindruck am Ende bleibt. Beim ersten Espresso, einem Arabica-Blend der Dänen, sind die Meinungen schon mal einigermaßen ähnlich: Von „ziemlich viel Säure“ bis „mit Zucker am besten“ reicht die Bandbreite.

Auf jeden Fall geht hier keiner mit mehr Müdigkeit raus, als er reingekommen ist. Patrick Großmann hat gleich zu Beginn dazu geraten, vielleicht nicht jede einzelne Tasse komplett zu leeren. „Sonst tanzt ihr nachher hier die Straße runter.“

 

Kommentiere diesen Beitrag

[Fancy_Facebook_Comments]