Star Wars

„Solo – A Star Wars Story“ im Kino

Bekanntlich gibt es zwei Arten von Menschen: Solche, die unter der Dusche pinkeln und gottverdammte Lügner. Was nun Han und Chewie beim gemeinsamen Duschen nach dem Besuch auf einem Matschplaneten so machen, das entzieht sich unserer genaueren Kenntnis. Nur eines ist sicher: Da will niemand hinterher das Flusensieb säubern

Lucasfilm/ Disney

Und so steht diese Szene unverbrüchlicher (hust!) Freundschaft nahezu sinnbildhaft für den ganzen Film: Man guckt das gerne, aber ein bissel langweilig ist das schon. Vielleicht wäre dieser zweite Stand-Alone-Film aus dem „Star Wars“-Franchise tatsächlich etwas besser, frecher, lustiger, anarchischer geworden, wenn man Phil Lord und Chris Miller, die beiden Regisseure des „Lego Movies“, nicht gefeuert und durch Ron „ruhige Hand“ Howard ersetzt hätte. Der hat nun dafür gesorgt, dass diese Vorgeschichte unseres Lieblings-„Schurken“ eine sehr glatte Angelegenheit wird. Die eher bizarren Momente des Films (die Duschszene, Landos merkwürdige Vorliebe für – ähem – weibliche Roboter, eine Gruppe von Massai-Ninjas, die aussehen, als kämen sie aus einem italienischen „Mad Max“-Rip-off) machen „Solo“ dann zwar wieder interessant und witzig, man fragt sich aber schon, wie diese Widerhaken in solch einem glatten Film landen konnten.

Und ich wette um ein nagelneues Flusensieb, dass dies der Beginn eines Spin-off-Franchise ist: „Solo 2“ und der Lando-Film kommen so sicher, wie ein guter Klempner. LuG

Solo – A Star Wars Story USA 2018, 138 min, R: Ron Howard, D: Alden Ehrenreich, Donald Clover, Emilia Clarke, Woody Harrelson

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