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MOBILES INTERNET

Stand der Technik, aktuelle Trends und was die Zukunft uns bescheren wird

Ohne Mobilität geht nichts – und ohne Internet ebenso. Dies ist mittlerweile wohl zumindest die Ansicht vieler Smartphonenutzer. Bildquelle: www.fotolia.com © sdecoret (#139423880)

Seitdem Apple das iPhone auf den Markt brachte, ist die Verbreitung des mobilen Internets nicht mehr aufzuhalten. Es gibt kaum jemand, der kein Smartphone, Tablet oder Notebook mit mobilem Internetzugang hat. Mehr als die Hälfte aller Deutschen geht inzwischen auch unterwegs online. Ohne den Computer im Handtaschenformat geht heute kaum noch etwas in der Freizeit, im Arbeitsleben oder selbst beim Autofahren. Zahlreiche Nutzer greifen dabei auf das Streamen von Musik oder Videos, die aktuellsten Wetterdaten, die nächstgelegenen Einkaufs- bzw. Tankmöglichkeiten zu oder suchen per App Restaurants und anderweitige gastronomische Möglichkeiten. Was schlussendlich sinnvoll oder sogar notwendig ist, liegt meistens im Auge des Betrachters/Nutzers. Gerade weil die Kritik am Internetnutzen innerhalb während des Autofahrens von Verbänden oder Gesellschaften wie der Dekra kritisch beäugt werden, sind Dienstleister hier besonders interessiert, die technischen Möglichkeiten zu vergrößern und zu verbessern. Aktuell ist beispielsweise bereits eine Sprachsteuerung von Endgeräten möglich, sodass der Blick nicht von der Straße weggerichtet werden muss.

In der Theorie bestand schon in den Achtzigerjahren die Möglichkeit der mobilen Internetnutzung – genutzt hat dies aufgrund der hohen Kosten jedoch kaum jemand. Auch de CSD-Datenverbindungen über das GSM-Netz in den Neunzigerjahren erfreuten sich nur geringer Beliebtheit. Erst fortschrittliche Technologien wie GPRS und EDGE sowie HSDPA brachten schnellere Datenübertragungsraten mit sich. Doch dauerte es bis zum Jahr 2007, als das iPhone erstmals einen Bildschirm bereitstellte, mit dem das Surfen über einen Webbrowser seinen weltweiten Siegeszug antrat.

Mit der MobileTechCon hat sich im Oktober eine Messe etabliert, die im Herbst 2016 in Berlin zu Gast war, das weltweit größte Event ist wohl der jährliche Mobile World Congress in Barcelona. Allen gemein ist das fortwährende Präsentieren der neusten mobilen Trends.

Mobile Zugangstechnologien

Wohl jeder Smartphonebesitzer kennt die Kürzel von 2G über 3G bis zum aktuellen 4G und dem zukünftigen 5G. All das sind Übertragungsstandards, mit denen sich die Qualität und damit auch die Bedienfreundlichkeit der Smartphones seit ihren Anfängen verbessert hat.

2. Generation

Mit dem General Packet Radio Service (GPRS) startete ein paketorientierter Übertragungsdienst mit Geschwindigkeiten von bis zu 55,6 Kbit/s. Etwas schneller war die EDGE-Technologie (Enhanced Data Rates for GSM Evolution, die ebenfalls auf GPRS basierte und Daten in der Theorie bis zu 290,9 kbit/s übermittelte.

3. Generation

Zur dritten Generation zählen das Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) und dessen Erweiterung High-Speed Packet Access (HSPA) dar, die erstmals mehrere Mbit/s übertragen konnten. Dieser wurde ebenfalls weiterentwickelt zu HSPA+, das die Datenübertragungsraten erneut verdoppeln konnte.

WiMax stellt eine mobile Alternative zu DSL-Leitungen dar, wobei der Versorgungsradius einer Station auf 2-3 Kilometer begrenzt ist und sich die beteiligten Nutzer die komplette Bandbreite teilen müssen. So setzte sich vor allem die Alternative LTE (Long Term Evolution) durch, die im Gegensatz zu UMTS gleich mehrere Bandbreiten unterstützt und damit in verschiedenen Spektren zum Einsatz kommen kann.

4. Generation

In der Generation 4G ist LTE-Advanced als Erweiterung des LTE-Standards zu nennen. Hier sollen Bandbreiten von bis zu 3Gbit/s möglich sein – so die Theorie.

5. Generation

Mit 5G-Mobilfunk sollen Datenübertragungen von bis zu 10 Gbit/s möglich sein – zehn Mal mehr als es der aktuelle Standard LTE derzeit hergibt. Die Technik ist aktuell noch in der Entwicklungsphase, wobei Samsung bereits verlauten ließ, dass die Raten unter Laborbedingungen bereits erreicht werden konnten. Hier ist jedoch vor 2020 nicht mit der Marktreife zu rechnen, die Frequenzvergabe erfolgt vermutlich ab 2018.

Es steht jedoch jetzt schon fest, dass die neue Generation eine Konstellation nachhaltig verändern wird. Schon jetzt ist der Graben zwischen Teilen der Welt, die noch gar kein Internet haben, und der westlichen Welt enorm – mit der 5. Generation wird die Differenz sicherlich weiter ansteigen. Deutschland, so die Bundesregierung, soll Leitmarkt für 5G werden.

W-LAN

Neben dem Mobilfunknetz bieten die meisten internetfähigen Handys die Möglichkeit, über WiFi in das Internet zu gehen. Das erfolgt im öffentlichen Raum in der Regel über sogenannte Hotspots, zu Hause über das heimische WLAN-Netz.

 

Der Smartphone-Markt ist mittlerweile gigantisch und praktisch jedes Produkt kann von unterwegs aus mit wenigen Klicks gekauft werden. Bildquelle: www.fotolia.com © georgerudy (#141062412)

Der Smartphone-Markt in Zahlen

  • Weltweit sind 3,77 Mrd. Menschen am Netz, davon sind 2,8 Mrd. Social-Media-Nutzer.
  • Der Anteil der mobilen Erstnutzer stieg in Deutschland zuletzt nur um 0,3 %. Der Anteil der aktiven Social-Media-Nutzer über das Smartphone um 17 %.
  • Durchschnittlich nutzt jeder Deutsche das Internet täglich 1h und 16 min über das Smartphone.
  • Smartphones machen mit 30 % ein Drittel des generierten Traffics aus.
  • Das weltweit am schnellsten wachsende Segment des Internets bleibt Social Media. Die Anzahl der Nutzer stieg von 2015 auf 2016 um 280 Millionen.
  • Die Marktdurchdringung mit dem mobilen Internet ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten am größten (91 %), gefolgt von Singapur (88 %), Saudi-Arabien (86 %) und Schweden bzw. Südkorea (beide 83 %).
  • Die Conversion Rates beim Online-Shopping sind bei Tablet-Nutzern am höchsten (2,86 %, Smartphones 0,92 %). Dabei liegt iOS mit 2 % deutlich vor Android-Nutzern mit 1,2 %.
  • Die Nutzung von Tablets ist in den vergangenen Jahren nur langsam gestiegen. Von aktuell 33,9 % der Internetnutzer liegt die Prognose bei einem Wachstum auf 35,1 % im Jahr 2020.
  • Aktuell verbringen Internetnutzer doppelt so viel Zeit mit In-Apps wie auf mobilen Webseiten. Dieser Wert wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen.
  • 61 % der Bevölkerung besitzt ein Smartphone, 54 % nutzen das Internet auch von unterwegs aus. Damit nimmt Deutschland bei der Vernetzung einen mittleren Rang ein.
  • Besonders groß ist die Abdeckung von Handys bei der Generation 50+: Hier haben 60 % ein Smartphone – nimmt man klassische Handys hinzu, gilt die Gruppe mit 96 % Abdeckung als vollversorgt.
  • Bereits 90 Prozent der Menschen zwischen 16 und 24 Jahren kaufen mobil ein, bei den über 45-jährigen ist es schon jeder Zweite.


Geräte, die für Online-Aktivitäten genutzt werden, in Prozent:

Quelle: https://onlinemarketing.de/news/globale-internetnutzung-digitalisierung-deutschland-2017

Markttrends rund um die Geräte

Das Marktpotenzial rund um das mobile Internet ist weiterhin riesig – egal, ob auf dem Markt der Apps oder der Telefone selbst. Auch die Technologien entwickeln sich immer weiter und bieten ständig wachsende Potenziale.

Leistungsfähigkeit

Jeder Smartphone-Nutzer kennt die Problematik: Kaum ist man einen halben Tag unterwegs und intensiv mit dem Handy beschäftigt, ist der Akku leer. Die Hersteller arbeiten bereits mit Hochdruck an besseren Akkus.

Auch gibt es immer mehr Features für spezielle Berufsgruppen. So hat Cat Phones mit dem S60 ein Modell entwickelt, das durch eine wasser- und stoßfeste Außenhülle sowie eine Wärmebildkamera, mit der sich beispielsweise Kältebrücken identifizieren lassen, speziell für Handwerker geeignet ist.

eSIM-Karten

Nicht selten gab es beim Wechsel von einem Telefon zum anderen Ärger aufgrund einer SIM-Karte, die plötzlich nicht mehr in das Gerät passen wollte. Das kann sich mit dem Vorhaben der Telekom nun ändern: Das Unternehmen arbeitet an der Einführung einer fest im Gerät verbauten eSIM-Karte, die per Funk auf den gewählten Netzbetreiber umgestellt wird. So gehört auch der Austausch der SIM-Karte bei einem Providerwechsel der Vergangenheit an.

Bluetooth 5.0

Bereits im Dezember 2016 wurde der Standard verabschiedet, der Weg für den Einbau in die nächste Generation von Geräten ist also geebnet. Im Vergleich zum Vorgänger trumpft 5.0 mit einer doppelten Geschwindigkeit und der vierfachen Reichweite auf, sodass Verbindungen auch über die eigenen vier Wände hinaus möglich sind. Gleichzeitig soll die Übertragungskapazität um 800 % ansteigen.

USB-C

Der aktuell weit verbreitete Mikro-USB-Stecker wird wohl schon bald durch einen noch kleineren Standard ersetzt. Der als USB-C bezeichnete Typ bringt Vorteile wie schnellere Übertragungsraten, ein schnelleres Aufladen von Mobiltelefonen sowie eine universelle Anschlussbuchse mit sich. Viele große Hersteller setzen den Standard inzwischen schon ein. Neu ist jedoch, dass die USB-C-Stecker beidseitig eingesteckt werden können und damit ein Abnutzen durch das bisher häufig vorkommende falsche Einstecken verhindert werden.

Wireless Audio

Als Apple im Herbst 2016 das neue iPhone präsentierte, war der Aufschrei über den Verzicht auf die Kopfhörerbuchse groß. Nutzer müssen fortan Musik per drahtlosem Bluetooth-Lautsprecher hören, der zuvor aufgeladen werden muss. Doch bringt die Technik auch Vorteile: Die Geräte werden leichter und dünner, der Kabelsalat hat ein Ende. Nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Hersteller nachziehen.

ePayment

So recht durchgesetzt hat sich das Bezahlen per Smartphone noch nicht. Doch gibt es seitens der Hersteller verschiedene Ansätze, um die Nutzung schmackhaft zu machen. So hat Google beispielsweise das Verfahren „Hands free“ vorgestellt, bei dem das Telefon für den Bezahlvorgang direkt in der Tasche bleiben kann. Die Datenübertragung erfolgt ganz einfach per Bluetooth an der Kasse. Die Identitätsüberprüfung erfolgt mittels eines hinterlegten Profilfotos sowie der Eingabe der Initialen. Noch ist das System zu Testzwecken in den USA im Einsatz und der zukünftige Gebrauch noch ungewiss.

Das „Internet of Things“ bietet mittelfristig noch unendlich viele kommerzielle Anwendungsbereiche, in denen das mobile Payment an Relevanz gewinnen wird. Mit jeder zusätzlichen Funktion, vom Bezahlen der Parkuhr, über das Shoppen und das automatische Nachfüllen des leeren Kühlschranks bieten sich zahlreiche Herausforderungen an Authentifizierung, Autorisierung, Sicherheit und Nutzererfahrung.

Bisher wartet das mobile Bezahlen mit dem Smartphone noch auf den Durchbruch. Bildquelle: www.fotolia.com © REDPIXEL (#127621023)

Weitere Mobilgeräte

Neben den Smartphones erfreuen sich auch immer mehr Gadgets großer Beliebtheit, die das Leben der Nutzer weiter vereinfachen sollen. So liegen aktuell Fitness-Armbänder und Smartwatches voll im Trend. Das ist für die Hersteller nicht zuletzt deshalb wichtig, da der Verkauf von Smartphones weniger wächst als in den vergangenen Jahren. Wenngleich aktuell mehr Smartphones als jemals zuvor verkauft werden, so lag die Wachstumsrate im Jahr 2016 nur noch bei 10 % gegenüber 28 % im Jahr 2015.

Weg vom Gerät, hin zur Funktionalität

Es geht bei den mobilen Geräten immer weniger um die Geräte, sondern vielmehr um das, was man mit diesen machen kann. Besonders beliebt sind dabei mobile Messenger und die Nutzung des Smartphones zu Navigationszwecken.

Kommunikation

Messenger haben die Kommunikation bereits nachhaltig verändert. Wo früher die SMS mit ihren 160 Zeichen zur Kürze auflief, sind heute per WhatsApp & Co. theoretisch ganze Romane möglich. In der Praxis teilt jeder mit jedem vor allem auch Fotos. Die Bedeutung der Bilder nimmt weiterhin zu. Gleichzeitig steigt mit neu eingeführten Status-Meldungen bei WhatsApp das Gefühl des „always on“ weiter an.

Apps

Apps haben – zumindest bei Unternehmen – möglicherweise bald ausgedient. Das Ziel ist es, die eigenen Messenger zum neuen Homescreen zu machen und externe Dienste – wie etwa Chat-Bots zu integrieren.

 

Quelle: IVW

Das Internet der Dinge

Von der Zahnbürste bis zur automatischen Zugangsüberwachung des Eigenheims. Das Ziel scheint immer mehr die Vernetzung aller Geräte des täglichen Bedarfs zu sein, die sich dann ganz einfach per Smartphone steuern lassen. Selbst in Unternehmen gewinnt das „Internet der Dinge“ an Bedeutung und hilft bei der Vereinfachung von Produktionsprozessen & Co. Gibt es seitens der technischen Entwicklungen kaum noch Hürden, so gewinnen Fragen von Datenschutz und -sicherheit in diesem Kontext zunehmend an Relevanz.

 

Streaming – ob allein oder mit Freunden – weitet sich auf immer größere Teile des Lebens aus. Bildquelle: www.fotolia.com © anyaberkut (#119634382)

Das bestätigt im Übrigen auch den allgemeinen Trend des Internets: Es geht immer weniger um Telefone und Technologien, sondern der Mensch rückt immer weiter in den Mittelpunkt. Es geht nicht mehr um das Gerät selbst, sondern um das, was wir damit tun können.

Streaming

Ein genereller Trend des Internets, der auch vor mobilen Geräten nicht Halt macht, ist das Streaming. Begünstigt wird das durch die hochauflösenden Displays, die eine HD-Qualität ermöglichen, sodass auch auf kleinen Bildschirmen immer mehr Videos auch beim Streamen sehr gut aussehen. Der Nutzer kann dank Livestreaming immer häufiger live dabei sein.

Besonders beliebt ist das Streaming jedoch vor allem auf Tablets, die als Wegbegleiter die Langeweile der einen oder anderen Bahnfahrt überbrücken.

Digitaler Sport

Livestreams, Social Media-Vermarktung sowie 3D- und Virtual Reality-Technologie bergen ein großes Potenzial für die vermarktungsfreudige Sportbranche. Twitter beispielsweise hat in der NFL Saison 2016 mit der Übertragung von Football-Spielen gestartet.

mobile Commerce

Immer mehr Menschen kaufen über das Smartphone ein. Doch liegt die Quote der abgebrochenen Kaufvorgänge deutlich über jener von Desktop-PCs. Der Grund: Die Bezahlvorgänge sind zu kompliziert. Entsprechend bedarf es hier einer weiteren Anpassung an das mobile Nutzungsverhalten.

Virtual Reality

Die virtuelle Realität war DAS Stichwort des Jahres 2016. Der Verkauf von VR-Brillen boomte. Manche Modelle lassen sich ganz bequem mit dem Smartphone kombinieren. Diesen Trend nutzen auch die ersten Unternehmen: Der schwedische Möbelverkäufer IKEA bietet bereits eine App an, mit der der Nutzer ganz bequem in seiner geplanten Küche herumspazieren kann.

 

Virtual Reality ist weiter auf dem Vormarsch und ermöglicht es, in andere Welten einzutauchen. Bildquelle: www.fotolia.com © s4svisuals (#123643504)

Mit der Ausbreitung von 5G verändern sich die Nutzungsmöglichkeiten sicherlich noch einmal dramatisch: Die VR wird dann kaum mehr vor allem durch Gamer genutzt, sondern auf Reisen, Gesundheit, Sport, Unterhaltung und Shopping in Markenwelten ausgeweitet.

Augmented Reality

Anders als bei der VR, in die Nutzer komplett eintauchen, erweitert die AR die Realität um virtuelle Elemente. Bestes Beispiel im Jahr 2016: Pokémon Go, durch das Menschen plötzlich mit wilden Verrenkungen in Straßen und U-Bahnen auftauchten, um virtuelle Monster einzufangen. Die Apps verlangen jedoch nach hochauflösenden, leistungsstarken Geräten und Sensoren für die Erfassung des Raums. Bereits im vergangenen Jahr haben einige Hersteller wie Asus oder Lenovo Modelle mit AR-Funktionen auf den Markt gebracht, weitere werden sicherlich schon bald folgen.

Einen Vorgeschmack auf künftige Entwicklungen gibt es mal wieder von Google. Mit verschiedenen Apps können sich Nutzer nicht nur Spiele in die reale Welt importieren, sondern sich beim Städtetrip nach Berlin auch gleich Restauranttipps und die besten Schnäppchen der Stadt anzeigen lassen.

Künstliche Intelligenz

Bereits jetzt ist Siri eine Berühmtheit. Doch ist das nur der Anfang: Künftig werden Handys dank intelligenter Prozessoren, die neuronale Lernprozesse nachbilden, weitere Funktionen im Alltag der Besitzer übernehmen und durch selbstlernende Assistenten mit den Nutzern interagieren. So kann das Smartphone den schnellsten Weg zur Arbeit berechnen oder den Wecker entsprechend des aktuellen Terminplans stellen.

Spracherkennung

Spracherkennungs-Programme haben inzwischen eine Erfolgsquote von über 90 %. Damit sind die Programme im Vergleich zu den Vorjahren viel ausgereifter. Das ist für die Hersteller jedoch kein Grund, sich zurückzulehnen. Fast alle investieren weiter in Technik rund um die Spracherkennung. Der Chef-Entwickler von Baidu, Andrew Ng, prognostiziert, dass in fünf Jahren die Hälfte aller Suchanfragen mithilfe von Spracheingaben oder über Bilder erfolgen wird.

Internet-Sicherheit

Vor allem das Internet der Dinge bietet eine Menge Angriffspotenzial für Hacker und Co. Die Zahl der Cyber-Attacken nimmt jährlich zu, die Nutzer machen sich gleichzeitig immer mehr Gedanken um ihre eigene Sicherheit im Internet.

Die ESET-Labore veröffentlichen jedes Jahr einen Bericht zur Internetsicherheit. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2017 möglicherweise die Ransom-Ware die bisherigen Plattformen wie Computer und Smartphones verlässt und Kontrolle über Geräte übernimmt, die wie all die Smart Devices nicht hauptsächliche der Datenverarbeitung oder digitalen Kommunikation dienen. Ebenso denkbar sind Angriffe auf kritische Infrastrukturen und die Geiselnahme wichtiger Daten. Vor allem Gesundheits-Armbänder, die viele sensible Daten der Nutzer enthalten, stellen hier potenziell eine Sicherheitslücke dar.

VR stellt hiernach ebenso ein neues Bedrohungspotenzial dar wie das unablässige Datensammeln aller Geräte. Das fassen Forscher unter dem Begriff der Mobile-Malware zusammen. Die Ära der Konnektivität setzt eine Veränderung der Einstellung voraus, der Schlüssel zum Herstellen und Erhalt weitgehend sicherer Daten ist der Faktor Mensch.

Fazit

Wenn man bedenkt, dass die ersten Smartphones kaum zehn Jahre alt sind, ist der Boom sagenhaft. Dabei scheint das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht. Sowohl App- als auch Gerätehersteller sowie technische Entwickler übertrumpfen sich immer wieder mit neuen Produkten auf dem Markt – und profitieren davon gegenseitig. Es bleibt also spannend, wo die Reise im Jahr 2017 hingehen wird. Fest steht jedoch, dass die Konnektivität verschiedener mobiler Devices weiter zunehmend wird.

 

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