ABO
AusflügeTipPlus Logo

Wo die Wasserbüffel grasen: Wandern an der Erpe

Das Erpetal ist eine Seltenheit auf Berliner Stadtgebiet. Und eine Pracht
Text: Jacek Slaski
Veröffentlicht am: 29.07.2026
Home » Stadt » Ausflüge » Wo die Wasserbüffel grasen: Wandern an der Erpe
Wasserbüffel, Reiher, Kopfweiden. An der Erpe ist eine Idylle versteckt. © Tobias Meyer

Nur 20 Minuten ab Ostkreuz entfernt erreicht man Friedrichshagen, eine Gegend, in die es viele Berliner eher selten verschlägt. Umso schöner die ersten Schritte.

Steigt man aus der S-Bahn, findet man sich sogleich im schmucken Kurpark wieder. Am Freiluftkino und dem Tennisclub vorbei, ein kurzes Stück durch eine Kleingartenanlage, und schon steht man am Ufer der Erpe, oder des Neuen­hagener Mühlenfließes, wie der insgesamt 32 Kilometer lange Nebenarm der Spree heißt.

Es geht links herum, in Richtung Hirschgarten. Ah, ländliches Idyll in der großen Stadt, möchte man ausrufen! Das Flüsschen gleicht eher einem Bach, doch der erste ­Abschnitt ist ein naturbelassener Uferpfad von großer Schönheit, die eher nach Brandenburg gehört. Tatsächlich sind wir nicht weit weg von der Stadtgrenze. Auf den Feuchtwiesen grasen Wasserbüffel, Reiher fliegen vorbei, und die Kopfweiden zittern im Wind.

Das Erpetal steht unter Naturschutz

Das Erpetal ist eine Seltenheit auf Berliner Stadtgebiet, es steht unter Naturschutz und bietet Flora und Fauna Raum zur Entfaltung, es ist eine Pracht, und man freut sich über jeden unbebauten Quadratmeter. Gleich nach der Unterführung, dort, wo die Züge den Fluss kreuzen, verbreitert sich der Weg, die Bebauung rückt näher, der Wanderpfad bricht dafür ab.

Wer sich nicht durch Brennnesseln und Gestrüpp schlagen will, verlässt das Ufer der Erpe. Der Umweg führt über die Stillerzeile und schlägt scharf rechts ein in den Grillenweg, an schönen Wiesen und einer kleinen Brücke vorbei. Endstation: der S-Bahnhof Hirschgarten. Hier kann man wieder in die Bahn steigen und ins städtische Gewusel zurückkehren. Wenn es denn unbedingt sein muss.

HINKOMMEN S3 bis Friedrichshagen
NAH DRAN Das Märchenviertel, eine denkmalgeschützte Gartenvorstadt aus den 1920er-Jahren unweit des S-Bahnhofs Hirschgarten. Einfach einen Schlenker durch das dortige Wäldchen nehmen.
WEITER, IMMER WEITER Wer im Erpetal von unbändiger Wanderlust gepackt wird, kann gleich weitergehen: Das Tal ist Teil des Europäischen Fernwanderwegs E11 – 4.700 Kilometer lang!



Mehr zum Thema

Badeseen, Kunst und frische Waffeln: Wir geben euch gute Gründe, jetzt nach Brandenburg zu fahren. Wusstet ihr, dass der Bezirk Pankow nach einem Nebenfluss der Spree, der Panke bennant ist? 12 Gute Gründe, jetzt nach Pankow zu fahren, findet ihr hier. Was für ein idyllischer Ortsteil: Hier sind 12 Gründe, jetzt nach Friedrichshagen zu fahren. Auch viel Wald und Wasser: Hier sind 12 Gründe, jetzt nach Reinickendorf zu fahren. Ab in den Südosten: Gute Gründe, jetzt nach Friedrichshagen zu fahren, findet ihr hier. Ihr wollt euch ganz woanders umschauen? 12 gute Gründe, jetzt nach Friedenau zu fahren, findet ihr hier. Nur einen Katzensprung bis nach Steglitz: Wir präsentieren euch 12 gute Gründe, noch heute nach Steglitz zu fahren. Schön ruhig ist es auch in Dahlem: 12 gute Gründe, in den Ortsteil zu fahren. Alles Wichtige zum Bezirk findet ihr in unserer Spandau-Übersicht. Lieber weiter weg statt nur im Berliner Umland unterwegs? Diese Ausflugsziele in Brandenburg bieten euch Abwechslung. Wenn ihr in Bewegung bleiben wollt, zeigen wir euch hier die besten Routen zum Wandern in Brandenburg. Doch lieber in der Stadt im Grünen? Hier findet ihr die schönsten Waldspaziergänge in Berlin. 

Das könnte dich auch interessieren