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Spaziergang durch Britz: Ruhe, Charme, Neukölln

Bei einem Spaziergang durch den Neuköllner Ortsteil Britz sieht man den berühmten Bezirk von seiner grünen Seite
Text: tipBerlin Redaktion
Veröffentlicht am: 01.04.2026
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Bunt in Britz: der Sri Mayurapathy Murugan Hindu-Tempel. Foto: Luisa-Marie Kautzmann 

Britz ist das Gegenteil von Neukölln, wie man es klischeehaft kennt. Ganz anders als Sonnenallee oder Hermannplatz. Der Neuköllner Ortsteil hat reichlich Parkanlagen, kleine Seen, ein Schloss und auch kulinarisch einiges in petto. Diese Route ist nicht zuletzt für Familien mit Kindern gut geeignet. Startpunkt für den Rundweg ist der U-Bahnhof Britz-Süd. Auf einem Platz an der Gutschmidtstraße findet montags, donnerstags und samstags stets vormittags der Wochenmarkt Britz-Süd statt. Rechts neben einem Tabakwarenladen geht eine Unterführung direkt in einen langgezogenen Park. Der Hauptweg in Richtung Norden führt zum Gutshof Britz. Erstes Mini-Highlight für Kinder in dem kleinen Park: eine Seilbahn.

Das Britzer Schloss beherbergt heute eine Kulturstiftung. Foto: Luisa-Marie Kauzmann

Nach der ersten Pferdekoppel auf der linken Seite betreten wir durch ein Tor den Gutshof Britz. Hier sind Schafe, Ziegen, Kühe und Pferde ganz nah. Der gepflasterte Weg führt auf den Vorplatz zum Museum Neukölln. Gegenüber dem Museum lädt das Restaurant „Buchholz Gutshof Britz“ draußen und drinnen zum Speisen ein. Dahinter geht es an einem Vogelgehege vorbei in den Schlosspark. Ausladende, überaus gepflegte Wiesen breiten sich vor dem Britzer Schloss aus, einst Herrenhaus des Ritterguts, heute Sitz der hauseigenen Kulturstiftung.

Rechts vom Schloss führt ein Pfad hinunter in die Backbergstraße. Wer mag, dreht eine Extrarunde um den Britzer Kirchteich inklusive der alten Dorfkirche. Ansonsten geht es gleich weiter auf der Fennpfuhl-Straße in die Parkanlage-Britz, deren Spazierpfad in die Blaschkoallee mündet. Durch das Blattgrün fällt ein buntes Gebäude auf: der Sri Mayurapathy Murugan Hindu Tempel (täglich je von 7.30–12.30 und 16.30–19.30 Uhr geöffnet). Er bildet einen Kontrast zu den Idealsiedlungen, die 1911 erbaut wurden. Nach dem Streifzug durch die Siedlung geht es weiter in den Park am Buschkrug. Vom Hauptweg aus ist bereits Berlins größter Spielplatz zu erkennen, der nach Graf Dracula benannt ist, der gewaltige Vampirkopf auf der höchsten Rutsche ist nicht zu übersehen. Für Eltern wäre jetzt die Zeit, die Picknickdecke auszubreiten.

Räume im Rondell: Die von Bruno Taut entworfene Hufeisensiedlung zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Foto: Luisa-Marie Kauzmann

Zurück auf dem Hauptweg gehen wir vorbei am Neuköllner Krankenhaus bis zur Blaschkoallee. Dahinter führt uns der Weg durch ein Akazienwäldchen in die Großsiedlung Britz von Bruno Taut. Zu ihr gehört die berühmte Hufeisensiedlung, die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Der Rückweg führt entlang der Fritz-Reuter-Allee und dann links durch einen letzten Park dieser Route, bis wir wieder am U-Bahnhof Britz -Süd stehen. Und wissen: Wir kommen wieder.

Text: Luisa-Marie Kauzmann

Spaziergang durch Britz: Tour-Infos

Routenplaner Vom U-Banhohf Britz-Süd über das Gelände des Gutshof Britz, vorbei am Britzer Schloss, durch den Buschkrugpark mit dem Dracula-Spielplatz zurück zum Bahnhof Britz-Süd.
Länge & Dauer 6,21 km, etwa 2 Stunden.
Essen & Trinken Gallo Nero – Zum schwarzen Hahn, Hannemannstr. 34, Neukölln, Di–Sa 15–23 Uhr, So 15–22 Uhr. Italienische Küche vom Feinsten. Antipasti, Pasta und feine Fleischgerichte können im Innenbereich, der einer italienischen Trattoria nachempfunden ist, oder auf der Terrasse genossen werden.
Kultur-Stopp Museum Neukölln, Alt-Britz 81, Eintritt frei. Neben der ständigen Ausstellung mit 99 Originalobjekten aus der Museumssammlung ist noch bis Ende Mai die Graffiti-Ausstellung „ZEICHEN. SPRACHEN. STADTRAUM.“ zu sehen.
Fun-Fact Im Buchholz Gutshof Britz soll auch schon Angela Merkel gespeist haben.


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