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Spaziergang über die Pfaueninsel: Verwunschene Parks und exotische Tiere

Der Spaziergang führt uns von der Glienicker Brücke aus entlang der Havel bis zum Endziel, der Pfaueninsel
Text: Emilia Lafleur
Veröffentlicht am: 01.04.2026
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Auf der Pfaueninsel solltet ihr euch das gleichnamige Schloss nicht entgehen lassen. Foto: Imago/Eberhard Thonfeld 

Viel zeithistorisch bedeutungsvoller kann ein Spaziergang fast nicht beginnen. Der Startpunkt dieser Tour liegt an der ehemaligen Grenze zwischen West-Berlin und der DDR, auf der Glienicker Brücke. Ein in den Fußgängerstreifen eingelassenes Metallband mit dem Aufdruck „Deutsche Teilung bis 1989“ in der Mitte der Brücke markiert ihren genauen Verlauf. Die Brücke wurde weltbekannt durch Agentenaustausche zwischen Nato und Warschauer Parkt. Steven Spielberg drehte 2014 hier Szenen seines Films „Bridge of Spies“ mit Tom Hanks. Von hier starten wir in Richtung Pfaueninsel und brauchen nur wenige Meter bis zum nächsten Hingucker: Auf Berliner Seite der Brücke steht das Glienicker Schloss, eine von Prinz Carl von Preußen 1823 in Auftrag gegebenene Villa in italienischem Stil. Heute gehört das Schloss, ebenso wie die Pfaueninsel, zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Weiter geht es die Havel entlang – mit freiem Blick auf die Heilandskirche am Port von Sacrow am anderen Ufer. Schon bald kommen wir zum malerisch in einer Bucht gelegenen Wirtshaus Moorlake. Es lohnt sich, hier eine der Abzweigungen zu nehmen, die den Hügel hochführen, denn aus der Höhe kann man die Pfaueninsel bereits in der Ferne erkennen. Außerdem entdeckt man bei diesem kleinen Umweg das Blockhaus Nikolskoe. Hier kann man das Panorama genießen und sich mit deftiger Hausmannskost für den Rest der Route stärken. Auf der Pfaueninsel selbst gibt es nämlich nur noch ein Café. Vom Restaurant aus dauert es nicht mehr lange, bis wir das Schild mit der Aufschrift „Pfaueninsel“ erreichen. Eine Fähre bringt uns auf die zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten gehörende Insel. Und sofort fällt unser Blick auf das weiße Schloss Pfaueninsel, das von April bis Oktober besichtigt werden kann.

Natürlich könnt ihr auf der Pfaueninsel auch das namensgebende Federvieh erspähen. Foto: Imago/Pacific Press Agency/Simone Kuhlmey

Doch auf dem 67 Hektar großen Gelände gibt es noch viel mehr zu entdecken. Wir empfehlen deshalb, die Insel einmal vollständig zu umrunden, denn auf dem Weg findet man die verschiedenen Gebäude von ganz allein. Besonders sehenswert sind beispielsweise die Meierei oder auch der Fregattenschuppen. Bei gutem Wetter kann man es sich auch auf der Liegewiese am Nordende der Insel bequem machen und das märchenhafte Ambiente genießen.

Wonach man bei einem Besuch unbedingt Ausschau halten sollte, sind natürlich die Namensgeber der Insel: die Pfaue. Ungefähr 30 der beeindruckenden Vögel laufen frei auf der Insel herum, weitere können in der Voliere bewundert werden, die seit dem 19. Jahrhundert Tiere beherbergt. Wer Glück hat, kann einen Pfau sein Rad schlagen sehen, das tun sie nur in der Balzzeit von Januar bis April. Auf das Festland gelangt man wieder per Fähre. Für den Rückweg empfiehlt sich der historische Doppeldeckerbus, der im Zweistundentakt vom Hafen aus verkehrt und uns direkt zum S-Bahnhof Wannsee bringt.

Spaziergang über die Pfaueninsel: Tour-Infos

Routenplaner Start an der Bus- und Bahnstation Schloss Glienicke, an der Havel entlang und über die Pfaueninsel bis hin zum S-Bahnhof Wannsee.
Länge & Dauer 8,5 km, etwa 3 Stunden
Essen & Trinken Blockhaus Nikolskoe, Nikolskoer Weg 15, Wannsee, So+Mi+Do 12–18 Uhr, Fr+Sa 12–20 Uhr. Im Blockhaus Nikolskoe kann man es sich mit leckeren Klassikern der Hausmannskost, wie Wiener Schnitzel oder hausgemachten Rinderrouladen, gut gehen lassen.
Kultur-Stopp Schloss Glienicke, ­Königstr. 36, Wannsee. Das Schloss Glienicke gehört mit der Pfaueninsel zum UNESCO-Weltkulturerbe und kann ­besichtigt werden.
Fun-Fact In Nähe des Gewächshauses befindet sich ein alter Baum, in den eine kleine, leider verschlossene Tür eingelassen ist. Narnia lässt grüßen.


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