Baywatch Berlin: Die schönsten Badestellen für Familien

Strandbad Tegelsee: Naturstrand im Norden

Große Wellen, exotische Pflanzen, brennend heißer Sand – wer braucht das schon? So idyllisch wie im Strandbad Tegelsee im Berliner Norden geht es an überfüllten Touristenorten am Mittelmeer oder Atlantik wohl kaum zu. Der Naturstrand mit altem Baumbestand lässt komplett vergessen, dass das hier noch Berlin ist. Die „Tegelsee“-Schrift wurde gezielt nach dem historischen Vorbild entwickelt und sorgt für nostalgisches und zugleich zeitgenössisches Flair, und das spiegelt sich auch im kulinarischen Angebot wider: Es gibt Pommes mit Currywurst, die ist aber vegan. Für besten Badespaß ist natürlich auch gesorgt, mit einer großen Rutsche, und Sprungturm im See, Bootsverleih, sowie Volleyballfeld und Tischtennisplatten am Strand. Und alle, die sich noch nicht ganz sicher fühlen im Wasser, können sich in diversen Schwimmkursen fit für den See trainieren.
Strandbad Tegelsee Schwarzer Weg 95, Tegel, Bus 222 Spechtstr., Saison bis 15.9., Mo–Do 10–19 Uhr, Fr–So 10–20 Uhr, Eintritt 6/4 €, Schüler:innen 3 €, Kinder bis 5 Jahre frei, mehr Infos online, Infos zu Schwimmkursen gibt’s hier
Der Klassiker schlechthin: Strandbad Wannsee

Eine schöne Option für Nichtschwimmer:innen und Familien mit kleinen Kindern ist immer noch der Klassiker schlechthin: Am Strandbad Wannsee bleibt das Wasser nämlich sehr lange flach. Strandkörbe und weißer Sand sorgen für maritimes Setting. Und wer die Badehose aus Versehen nicht eingepackt hat, muss sich nicht ärgern: Im FKK-Bereich geht Baden entspannt oben und unten ohne. Diese Saison gibt es im Bad allerdings ein paar Einschränkungen: Aufgrund der Winterschäden ist nur ein Toilettenhäuschen funktionsfähig, die Duschen bleiben kalt. Und notorisch schwierig bleibt die Parkplatzsituation. Also lieber mit der S-Bahn anreisen, aber aufgepasst: Ausgestiegen wird schon am Nikolassee.
Strandbad Wannsee Wannseebadweg 25, Nikolassee, S1 Nikolassee, Eintritt 6,50/3,80 €, Familienticket „Badespaß“ 12 €, mehr Infos online
Schlachtensee: Baden ohne Strandbad

Wem es am Wannsee zu voll und zu laut wird: Einfach eine Station früher aussteigen und vom S-Bahnhof so gut wie direkt in den Schlachtensee hüpfen. Der hat zwar kein Bad und auch keinen Sand zu bieten, dafür hübsche kleine Badenischen unter Bäumen oder Wiesen weiter oben am Hang. Während kleinere Kinder in Ufernähe mit Bällen und Plastiktieren spielen, gibt es für sichere Schwimmer eine schöne Challenge: Wer schafft es bis auf die andere Seeseite und zurück, ohne dabei von einem der vielen Stand-up-Paddle-Brettern umgefahren zu werden? Ein Board kann man sich natürlich auch selbst schnappen beim sympathischen Verleih nahe des Restaurants Fischerhütte.
Stand Up Paddling Schlachtensee Fischerhüttenstr. 136, Zehlendorf, S1 Mexikoplatz/U3 Krumme Lanke, Verleih ab 18 € pro Stunde, mehr Infos online
Berlins erstes echtes Familienbad im Osten: Strandbad Grünau

Angesichts der Wasserflut im Westen von Wannsee über Krumme Lanke bis zur Havel wird oft vergessen: Auch der Osten hat tolle Strandbäder und Badestellen für Berliner Familien zu bieten, zum Beispiel an der Dahme. Ein Stück hinter Köpenick liegt das Strandbad Grünau, Berlins erstes echtes Familienbad: Hier durften ab 1908 Mamas und Papas gemeinsam mit dem Nachwuchs baden. Heute kann man wählen zwischen Sand- und Rasenfläche, es gibt einen Out- und einen Indoor-Spielplatz mit Kletteroptionen und Seilbahn, und wichtig zu wissen: Der Zahlungsverkehr läuft komplett bargeldlos ab. Für Kinder und Jugendliche gibt es einen Junior-Strandpass, den sie auch als Prepaid-Saisonkarte nutzen können.
Strandbad Grünau Sportpromenade 9, Grünau, Tram 68 Strandbad Grünau, tgl. 10–20 Uhr, Eintritt 7,50/5,50 €, Kinder bis 5 Jahre frei, ab 17 Uhr freier Eintritt für alle, mehr Infos online Infos zu Strandpass Junior (49 €) gibt’s hier
Kinderbad Monbijou: Kurzurlaub in der Mitte

Gerade mit kleinen Kindern ist womöglich der halbe Tag um, bevor man es nach Zehlendorf oder Köpenick geschafft hat. Eine hübsche Alternative, um mal eben kurz ins Nasse zu gehen, ist das schnuckelige Stadtbad Monbijou im gleichnamigen Park. Hier gibt es keine Rutschen oder Sprungtürme, sondern einfach ein Nichtschwimmerbecken, ein Planschbecken, Liegewiese, Imbiss – fertig. Und wer mal ohne Eltern losziehen will: In allen Schwimmorten der Berliner Bäderbetriebe dürfen Kinder ab 8 Jahren auch ohne Aufsichtspersonen ins Wasser. Außerdem gut zu wissen: Mit dem Super-Ferien-Pass gibt es pro Ferientag freien Eintritt in ein Schwimmbad der Berliner Bäder-Betriebe (mehr Infos online).